Gewürz-Lexikon: Gewürze von A–Z
Anis
Was ist Anis?
Anis (Pimpinella anisum) ist ein aromatisches Gewürz aus der Familie der Doldenblütler. Verwendet werden die getrockneten Früchte der Anispflanze. Anis gehört zu den traditionsreichen Gewürzen der europäischen und mediterranen Küche und ist besonders aus Brot, Gebäck und winterlichen Rezepten bekannt.
Wie schmeckt Anis?
Anis besitzt ein süßliches, warm-würziges und deutlich lakritzartiges Aroma. Verantwortlich für den charakteristischen Geschmack ist vor allem Anethol, ein wichtiger Bestandteil des ätherischen Öls der Anisfrüchte.
Zu welchen Gerichten passt Anis?
Anis eignet sich besonders für:
- Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen und Spekulatius
- Brot, Gewürzbrot und Brötchen
- Kuchen und anderes Gebäck
- Pflaumenmus, Kompott und Fruchtzubereitungen
- Milchreis, Pudding und andere Süßspeisen
- Chutneys
- orientalisch inspirierte Gemüse- und Linsengerichte
- Gewürztees und winterliche Heißgetränke
Anis kann sowohl süß als auch herzhaft verwendet werden. Aufgrund seines charakteristischen Aromas sollte er bei herzhaften Gerichten eher gezielt und zurückhaltend eingesetzt werden.
Welche Gewürze passen zu Anis?
Besonders gut harmoniert Anis mit Zimt, Nelken, Kardamom, Fenchel und Vanille. Für orientalisch inspirierte Gerichte lässt er sich außerdem mit Koriander, Kreuzkümmel und weiteren warmen Gewürzen kombinieren.
Ganz oder gemahlen?
Ganzer Anis eignet sich besonders, wenn das Gewürz erst unmittelbar vor der Verwendung zerstoßen oder gemahlen werden soll. Dadurch bleibt das Aroma bis zur Verarbeitung besser geschützt.
Gemahlener Anis ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders einfach und gleichmäßig in Teigen, Süßspeisen oder Gewürzmischungen verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Anis?
Anis besitzt ein intensives Eigenaroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu würzen und bei Bedarf nachzudosieren. Ganze Anisfrüchte können vor der Verwendung im Mörser leicht angestoßen werden, wodurch die aromatischen Bestandteile besser freigesetzt werden.
Gewürz-Express Küchentipp:
Für selbst gebackenes Brot oder Weihnachtsgebäck ganzen Anis erst unmittelbar vor der Verwendung leicht mörsern. Wer eine besonders gleichmäßige Verteilung im Teig möchte, verwendet dagegen direkt gemahlenen Anis.
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Bärlauch
Was ist Bärlauch?
Bärlauch (Allium ursinum) ist ein aromatisches Wildkraut aus der Familie der Amaryllisgewächse und eng mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch verwandt. Charakteristisch sind seine grünen Blätter und sein ausgeprägtes Knoblaucharoma.
Bärlauch wächst vor allem im Frühjahr und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. In getrockneter und geschnittener Form lässt er sich unabhängig von der kurzen Saison vielseitig zum Würzen verwenden.
Wie schmeckt Bärlauch?
Bärlauch besitzt einen würzigen, krautigen und deutlich knoblauchartigen Geschmack. Sein Aroma erinnert an Knoblauch, bringt gleichzeitig aber eine charakteristische Kräuternote mit.
Getrockneter Bärlauch eignet sich deshalb hervorragend, wenn einem Gericht eine Kombination aus Kräuter- und Knoblaucharoma verliehen werden soll.
Zu welchen Gerichten passt Bärlauch?
Bärlauch eignet sich besonders für:
- Kräuterbutter und Bärlauchbutter
- Kräuterquark und Frischkäse
- Dips und Aufstriche
- Pesto
- Pasta und Nudelgerichte
- Kartoffeln und Bratkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Suppen und Cremesuppen
- Salate und Dressings
- Gemüsegerichte
- Eierspeisen und Omelett
- Aufläufe
- Risotto
- Marinaden
- Grillfleisch und Grillgemüse
- Brot und herzhafte Backwaren
Besonders einfach lässt sich Bärlauch in Butter, Quark, Frischkäse oder Dips einarbeiten. Dadurch entstehen mit wenigen Zutaten aromatische Beilagen zu Brot, Kartoffeln oder Gegrilltem.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Bärlauch?
Bärlauch harmoniert besonders gut mit Petersilie, Schnittlauch, Dill, schwarzem Pfeffer, Paprika, Thymian und Oregano.
Für Kräuterbutter oder Kräuterquark lässt er sich beispielsweise mit Petersilie und Schnittlauch kombinieren. Zu mediterranen Gemüse- oder Pastagerichten passen Bärlauch, Oregano und Thymian besonders gut zusammen.
Frischer oder getrockneter Bärlauch – was ist der Unterschied?
Frischer Bärlauch besitzt einen charakteristischen frischen und knoblauchartigen Geschmack, ist jedoch nur saisonal verfügbar.
Getrockneter Bärlauch ist wesentlich länger verfügbar und lässt sich unkompliziert bevorraten. Er kann direkt zum Würzen verwendet oder vor der Verwendung kurz in etwas Flüssigkeit, Öl oder einer feuchten Speise ziehen gelassen werden.
Da sich das Aromaprofil durch die Trocknung verändert, sind frischer und getrockneter Bärlauch geschmacklich nicht vollkommen identisch.
Wie dosiert und verwendet man getrockneten Bärlauch?
Getrockneten Bärlauch zunächst sparsam dosieren und anschließend nach Geschmack ergänzen.
Für Quark, Frischkäse, Kräuterbutter oder Dips empfiehlt es sich, den Bärlauch nach dem Einrühren etwas ziehen zu lassen. Dadurch kann er Feuchtigkeit aufnehmen und sein Aroma besser in der gesamten Speise verteilen.
Bei warmen Gerichten kann Bärlauch direkt hinzugegeben werden. Wird er erst gegen Ende der Zubereitung verwendet, bleibt sein Kräuteraroma stärker im Vordergrund.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle Bärlauch-Kräuterbutter weiche Butter mit geschnittenem Bärlauch, etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft vermischen. Anschließend mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
Die Bärlauchbutter passt hervorragend zu frischem Brot, Ofenkartoffeln, Grillgemüse, Steak oder anderem Grillfleisch.
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Basilikum
Was ist Basilikum?
Basilikum (Ocimum basilicum) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler. Es gehört zu den bekanntesten Kräutern der mediterranen Küche und ist insbesondere aus italienischen Gerichten kaum wegzudenken.
Neben dem klassischen Basilikum existieren zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Aromaprofilen. Als getrocknetes Kraut lässt sich Basilikum unabhängig von der Saison unkompliziert verwenden und eignet sich besonders für mediterrane Saucen, Pasta, Pizza und Gemüsegerichte.
Wie schmeckt Basilikum?
Basilikum besitzt einen aromatischen, würzig-krautigen und leicht süßlichen Geschmack. Je nach Sorte können zusätzlich leicht pfeffrige, anisartige oder nelkenähnliche Noten auftreten.
Getrocknetes Basilikum unterscheidet sich geschmacklich von frischem Basilikum und besitzt ein konzentriertes, würziges Kräuteraroma.
Zu welchen Gerichten passt Basilikum?
Basilikum eignet sich besonders für:
- Tomatensoße
- Pasta und Nudelgerichte
- Pizza
- Lasagne
- Tomatensuppe
- mediterrane Gemüsegerichte
- Ratatouille
- Aufläufe
- Salate und Dressings
- Bruschetta
- Pesto und Kräutersaucen
- Risotto
- Geflügelgerichte
- Fischgerichte
- mediterrane Marinaden
- Kräuterbutter und Dips
Besonders klassisch ist die Kombination von Basilikum und Tomate. Dadurch eignet sich das Kraut hervorragend für Tomatensoßen, Pizza, Pasta und mediterrane Gemüsegerichte.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Basilikum?
Basilikum harmoniert besonders gut mit Oregano, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Chili.
Für klassische italienische Gerichte lässt sich Basilikum beispielsweise mit Oregano und Knoblauch kombinieren. Für mediterranes Gemüse passen Basilikum, Thymian, Rosmarin und schwarzer Pfeffer hervorragend zusammen.
Frisches oder getrocknetes Basilikum – was ist der Unterschied?
Frisches Basilikum besitzt ein besonders frisches und charakteristisches Kräuteraroma und eignet sich hervorragend zum Verfeinern fertiger Gerichte.
Getrocknetes Basilikum besitzt ein anderes, konzentrierteres Aromaprofil und lässt sich besonders unkompliziert lagern und dosieren. Es eignet sich sehr gut für Saucen, Suppen, Aufläufe und andere Gerichte, bei denen das Kraut mitziehen kann.
Frisches und getrocknetes Basilikum sind deshalb nicht vollkommen identisch und müssen bei Rezepten auch nicht zwingend im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man getrocknetes Basilikum?
Getrocknetes Basilikum zunächst sparsam dosieren und anschließend nach Geschmack ergänzen.
Bei Tomatensoßen, Suppen oder Schmorgerichten kann es während der Zubereitung hinzugegeben werden und einige Zeit mitziehen. Für Gerichte mit längerer Garzeit kann zusätzlich kurz vor dem Servieren noch etwas Basilikum verwendet werden, wenn ein deutlicheres Kräuteraroma gewünscht ist.
Beim Würzen empfiehlt es sich, getrocknetes Basilikum kurz zwischen den Fingern zu zerreiben. Dadurch werden die Blätter etwas aufgebrochen und das Aroma kann sich besser verteilen.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle mediterrane Tomatensoße Basilikum mit Oregano, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Mit passierten oder gehackten Tomaten, etwas Olivenöl und Salz entsteht daraus eine einfache Grundlage für Pasta, Pizza oder Lasagne.
Basilikum eignet sich außerdem hervorragend, um Tomatengerichte erst kurz vor dem Servieren noch einmal aromatisch abzurunden.
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Beifuß
Was ist Beifuß?
Beifuß (Artemisia vulgaris) ist ein traditionelles Würzkraut, das seit Jahrhunderten in der europäischen Küche verwendet wird. Als Küchengewürz werden die getrockneten Blätter und Zweige eingesetzt.
Besonders bekannt ist Beifuß als klassisches Gewürz für Gänse- und Entenbraten. Sein kräftiges Aroma passt jedoch auch zu zahlreichen anderen herzhaften Gerichten.
Wie schmeckt Beifuß?
Beifuß besitzt einen kräftigen, herb-würzigen und leicht bitteren Geschmack mit charakteristischen balsamischen Kräuternoten.
Aufgrund seines intensiven Aromas sollte Beifuß eher sparsam eingesetzt werden. Besonders gut harmoniert er mit kräftigen und deftigen Speisen.
Zu welchen Gerichten passt Beifuß?
Beifuß eignet sich besonders für:
- Gänsebraten
- Entenbraten
- Schweinebraten
- Wildgerichte
- Lammgerichte
- deftige Fleischgerichte
- Bratenfüllungen
- Kartoffelgerichte
- Eintöpfe
- herzhafte Schmorgerichte
Ein echter Klassiker ist die Kombination aus Gänsebraten, Apfel, Zwiebel und Beifuß. Die herb-würzigen Kräuternoten ergänzen das kräftige Aroma des Bratens besonders gut.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Beifuß?
Beifuß harmoniert besonders gut mit Majoran, Thymian, Rosmarin, schwarzem Pfeffer, Wacholder, Lorbeer und Knoblauch.
Für Wild- und Schmorgerichte lässt sich Beifuß beispielsweise mit Wacholder, Lorbeer und Pfeffer kombinieren. Zu Schweinebraten passen auch Majoran, Knoblauch und Pfeffer hervorragend.
Wie verwendet man Beifuß-Zweige?
Ganze Beifuß-Zweige eignen sich besonders gut zum Mitgaren. Sie können beispielsweise direkt in einen Braten beziehungsweise dessen Füllung gegeben oder bei Schmorgerichten während der Garzeit mitgeführt werden.
Die Zweige geben dabei nach und nach ihr Aroma an das Gericht ab und können vor dem Servieren wieder entfernt werden.
Durch diese Art der Verwendung lässt sich Beifuß unkompliziert einsetzen, ohne die getrockneten Pflanzenteile im fertigen Gericht verteilen zu müssen.
Wie dosiert man Beifuß?
Beifuß besitzt ein intensives und leicht bitteres Eigenaroma. Deshalb empfiehlt sich eine zurückhaltende Dosierung.
Bei einem großen Braten können je nach gewünschter Intensität wenige Zweige ausreichen. Lieber zunächst sparsam verwenden, damit die herben Noten die übrigen Zutaten nicht überdecken.
Gewürz-Express Küchentipp
Für einen klassischen Gänse- oder Entenbraten Beifuß zusammen mit Apfel- und Zwiebelstücken in die Füllung geben und während des Bratens mitgaren.
Für Wild- und Schmorgerichte lässt sich Beifuß dagegen hervorragend mit Wacholder, Lorbeer, schwarzem Pfeffer und etwas Thymian kombinieren. Die ganzen Beifuß-Zweige vor dem Servieren einfach wieder entfernen.
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Bohnenkraut
Was ist Bohnenkraut?
Bohnenkraut ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler. In der Küche wird vor allem Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) verwendet. Seinen Namen verdankt das Kraut seiner traditionellen Verwendung in Bohnengerichten – sein Einsatzgebiet ist jedoch deutlich vielseitiger.
Getrocknetes Bohnenkraut lässt sich unkompliziert dosieren und eignet sich besonders für Hülsenfrüchte, Eintöpfe, Kartoffeln, Gemüse und herzhafte Fleischgerichte.
Wie schmeckt Bohnenkraut?
Bohnenkraut besitzt einen kräftigen, würzig-herben und leicht pfeffrigen Geschmack. Sein Aroma erinnert teilweise an eine Mischung aus Thymian und Pfeffer und kann einem Gericht bereits in kleinen Mengen eine deutlich würzige Kräuternote verleihen.
Aufgrund seines kräftigen Aromas empfiehlt sich zunächst eine eher zurückhaltende Dosierung.
Zu welchen Gerichten passt Bohnenkraut?
Bohnenkraut eignet sich besonders für:
- grüne Bohnen und Brechbohnen
- Bohnensalat
- weiße Bohnen und Bohnenpfannen
- Linsen- und Erbsengerichte
- Bohnensuppe
- Eintöpfe
- Kartoffelsuppe
- Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln
- Kohlgerichte
- Gemüsepfannen
- Tomatengerichte
- Hackfleischgerichte
- Lamm- und Schweinefleisch
- herzhafte Saucen
- mediterrane Gerichte
Der Klassiker ist die Kombination aus Bohnen und Bohnenkraut. Das Kraut eignet sich aber ebenso hervorragend für andere Hülsenfrüchte und kräftige Schmor- oder Gemüsegerichte.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Bohnenkraut?
Bohnenkraut harmoniert besonders gut mit Thymian, Rosmarin, Majoran, Oregano, Petersilie, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Lorbeer.
Für mediterrane Gerichte lässt es sich beispielsweise mit Oregano, Thymian und Knoblauch kombinieren. Bei Eintöpfen und Hülsenfrüchten passen Bohnenkraut, Lorbeer und schwarzer Pfeffer besonders gut zusammen.
Frisches oder getrocknetes Bohnenkraut – was ist der Unterschied?
Frisches Bohnenkraut besitzt eine frische, ausgeprägt kräuterige Würze. Getrocknetes Bohnenkraut ist besonders praktisch für die Vorratshaltung und besitzt ein konzentriertes, kräftiges Aroma.
Getrocknetes Bohnenkraut eignet sich sehr gut für Gerichte, die etwas länger garen, da es sein Aroma während der Zubereitung nach und nach abgeben kann.
Wie dosiert und verwendet man Bohnenkraut?
Getrocknetes Bohnenkraut besitzt ein kräftiges Aroma und sollte deshalb zunächst sparsam verwendet werden.
Bei Suppen, Eintöpfen, Bohnen- und Linsengerichten kann es bereits während des Kochens hinzugegeben werden. So kann sich sein würziges Aroma gut im gesamten Gericht verteilen.
Bei kürzer gegarten Gemüse- oder Kartoffelgerichten kann Bohnenkraut direkt während der Zubereitung untergemischt werden.
Gewürz-Express Küchentipp
Für klassische grüne Bohnen Bohnenkraut zusammen mit etwas schwarzem Pfeffer und Knoblauch verwenden.
Für einen kräftigen Bohnen- oder Linseneintopf lässt sich Bohnenkraut hervorragend mit Lorbeer, Majoran, schwarzem Pfeffer und etwas Knoblauch kombinieren.
Auch bei Bratkartoffeln lohnt sich ein Versuch: Bohnenkraut erst gegen Ende der Zubereitung zusammen mit Pfeffer und etwas Knoblauch hinzugeben und kurz mitziehen lassen.
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Bockshornklee
Was ist Bockshornklee?
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist eine aromatische Gewürzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Als Gewürz werden vor allem die kleinen, harten Samen verwendet. Bockshornklee ist besonders in der indischen, orientalischen und nordafrikanischen Küche verbreitet und außerdem ein typischer Bestandteil vieler Curry- und Gewürzmischungen.
Wie schmeckt Bockshornklee?
Bockshornkleesamen schmecken kräftig, würzig, leicht bitter und nussig. Ihr charakteristisches Aroma erinnert an Curry, was auch daran liegt, dass Bockshornklee Bestandteil vieler Currymischungen ist. Aufgrund seines intensiven Geschmacks sollte das Gewürz eher sparsam eingesetzt werden.
Zu welchen Gerichten passt Bockshornklee?
Bockshornklee eignet sich besonders für:
- indische Currys und Masalas
- Dal und andere Linsengerichte
- Kichererbsen- und Hülsenfruchtgerichte
- Gemüse-Currys
- Chutneys
- Couscous und orientalische Gerichte
- Eintöpfe und Schmorgerichte
- Marinaden
- herzhaftes Brot und Gewürzbrot
- Hummus und würzige Dips
Gerade Currys, Linsen- und Kichererbsengerichte erhalten durch Bockshornklee eine kräftige, würzige und leicht herbe Geschmacksnote.
Welche Gewürze passen zu Bockshornklee?
Bockshornklee harmoniert besonders gut mit Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Chili, Fenchel, Ingwer, Knoblauch und schwarzem Pfeffer. Diese Kombinationen eignen sich besonders für Currys, Masalas und orientalisch oder indisch inspirierte Gerichte.
Ganz oder gemahlen?
Ganze Bockshornkleesamen können vor der Verwendung kurz trocken angeröstet und anschließend gemahlen oder im Mörser zerstoßen werden. Dadurch entwickelt sich ein kräftiges Röstaroma.
Gemahlener Bockshornklee ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders gleichmäßig in Currys, Chutneys, Marinaden, Gewürzmischungen oder Brotteigen verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Bockshornklee?
Bockshornklee besitzt einen intensiven Geschmack und eine charakteristische Bitternote. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und bei Bedarf nachzuwürzen.
Ganze Samen können vor der Verwendung kurz bei moderater Hitze trocken angeröstet werden. Dabei sollten sie nicht zu dunkel werden oder verbrennen, da dies den bitteren Geschmack verstärken kann.
Gewürz-Express Küchentipp
Für ein aromatisches Linsen- oder Kichererbsencurry Bockshornklee mit Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Knoblauch und etwas Chili kombinieren. Ganze Samen vorher kurz anrösten und anschließend mörsern. Für die schnelle Küche kann gemahlener Bockshornklee direkt zum Gericht gegeben werden.
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Cardamom (Kardamom)
Was ist Cardamom?
Cardamom, auch Kardamom genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse. Beim grünen Cardamom (Elettaria cardamomum) werden die Kapseln mit den darin enthaltenen Samen als Gewürz verwendet.
Cardamom spielt besonders in der indischen und orientalischen Küche eine wichtige Rolle, wird aber auch in der skandinavischen Backtradition verwendet. Durch sein außergewöhnliches Aroma eignet er sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte.
Wie schmeckt Cardamom?
Grüner Cardamom besitzt einen intensiven, süßlich-würzigen und frisch-aromatischen Geschmack mit leicht zitronigen und ätherischen Noten.
Das Aroma ist sehr charakteristisch und bereits in kleinen Mengen deutlich wahrnehmbar. Deshalb sollte Cardamom zunächst eher sparsam dosiert werden.
Zu welchen Gerichten passt Cardamom?
Cardamom eignet sich besonders für:
- indische Currys
- Biryani und Gewürzreis
- Dal und Linsengerichte
- Masala Chai
- orientalischen Kaffee
- Milchreis
- Porridge
- Lebkuchen und Spekulatius
- Zimtschnecken und anderes Hefegebäck
- Kuchen, Kekse und Weihnachtsgebäck
- Desserts und Cremes
- Fruchtkompott
- orientalische Fleischgerichte
Gerade die Kombination aus süßlichen, würzigen und frischen Aromen macht Cardamom besonders vielseitig.
Welche Gewürze passen zu Cardamom?
Cardamom harmoniert besonders gut mit Zimt, Nelken, Ingwer, Anis, Vanille, Muskat, Koriander und schwarzem Pfeffer.
Für süße Speisen und Gebäck eignen sich beispielsweise Cardamom, Zimt, Vanille und Nelken. Für indische Gerichte lässt er sich hervorragend mit Cumin, Koriander, Ingwer, Kurkuma und Chili kombinieren.
Ganz oder gemahlen?
Ganze grüne Cardamomkapseln eignen sich besonders zum Aromatisieren von Currys, Reisgerichten, Chai oder Kaffee. Die Kapseln können vor der Verwendung leicht angedrückt werden, damit sich das Aroma besser entfaltet.
Je nach Rezept können die Kapseln später wieder aus dem Gericht entfernt werden. Alternativ lassen sich die Samen aus den Kapseln lösen und frisch mörsern.
Gemahlener Cardamom ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders gleichmäßig in Teigen, Desserts, Milchreis, Currys und anderen Speisen verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Cardamom?
Cardamom besitzt ein sehr intensives Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Für Chai oder Gewürzreis können ganze Kapseln leicht angedrückt und mitgekocht werden. Für Gebäck und Desserts eignet sich gemahlener Cardamom besonders gut, da er sich gleichmäßig in der Masse verteilen lässt.
Bei ganzen Kapseln sitzt ein großer Teil des charakteristischen Aromas in den darin enthaltenen Samen. Werden diese frisch gemörsert, entwickelt sich ein besonders intensiver Duft.
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Für einen einfachen Masala Chai einige grüne Cardamomkapseln leicht andrücken und zusammen mit Zimt, Nelken und Ingwer ziehen lassen.
Beim Backen harmoniert Cardamom hervorragend mit Zimt und Vanille. Eine kleine Menge verleiht beispielsweise Zimtschnecken, Milchreis oder Weihnachtsgebäck eine warme und gleichzeitig frisch-würzige Note.
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Cumin (Kreuzkümmel)
Was ist Cumin?
Cumin, auch Kreuzkümmel genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus den getrockneten Früchten der Pflanze Cuminum cyminum. Trotz des deutschen Namens ist Kreuzkümmel nicht mit dem klassischen Kümmel gleichzusetzen. Beide gehören zwar zur Familie der Doldenblütler, unterscheiden sich geschmacklich jedoch deutlich.
Cumin spielt vor allem in der indischen, orientalischen, nordafrikanischen, mexikanischen und lateinamerikanischen Küche eine wichtige Rolle.
Wie schmeckt Cumin?
Cumin besitzt einen intensiven, warmen, erdigen und würzigen Geschmack mit leicht herben und nussigen Noten. Sein charakteristisches Aroma ist deutlich kräftiger und anders als das von klassischem Kümmel.
Bereits kleine Mengen können den Geschmack eines Gerichts deutlich prägen.
Zu welchen Gerichten passt Cumin?
Cumin eignet sich besonders für:
- Currys und Masalas
- Chili con Carne und Chili sin Carne
- Falafel
- Hummus
- Dal und Linsengerichte
- Kichererbsengerichte
- Couscous
- orientalische Gemüsegerichte
- mexikanische Bohnen- und Hackfleischgerichte
- Burritos, Tacos und Wraps
- Eintöpfe und Schmorgerichte
- Grillmarinaden
- würzige Kartoffelgerichte
Besonders bei Hülsenfrüchten, kräftigen Gemüsegerichten und würzigen Fleischgerichten sorgt Cumin für ein warmes und charakteristisches Aroma.
Welche Gewürze passen zu Cumin?
Cumin harmoniert besonders gut mit Koriander, Kurkuma, Paprika, Chili, Knoblauch, Ingwer, schwarzem Pfeffer und Bockshornklee.
Für orientalische und indische Gerichte lässt sich Cumin hervorragend mit Koriander und Kurkuma kombinieren. Paprika, Chili und Knoblauch eignen sich dagegen besonders für mexikanisch und Tex-Mex inspirierte Gerichte.
Ganz oder gemahlen?
Ganzer Cumin eignet sich besonders zum Anrösten. Die ganzen Früchte können kurz in einer trockenen Pfanne erhitzt und anschließend im Mörser zerstoßen oder frisch gemahlen werden. Dadurch entwickelt sich ein besonders intensives Aroma.
Gemahlener Cumin ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders einfach und gleichmäßig in Currys, Saucen, Marinaden, Dips oder Eintöpfen verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Cumin?
Cumin besitzt ein kräftiges Eigenaroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Ganzen Cumin kannst du kurz bei moderater Hitze trocken anrösten, bis er aromatisch duftet. Anschließend kann er direkt verwendet oder gemahlen werden.
Gemahlenen Cumin nur kurz mit Öl oder anderen Zutaten anschwitzen und nicht bei hoher Temperatur verbrennen lassen.
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Für einen schnellen orientalischen Dip Cumin mit Koriander, Knoblauch, etwas Chili und Zitronensaft kombinieren und unter Joghurt oder eine pflanzliche Alternative rühren.
Für Chili con Carne harmoniert Cumin dagegen besonders gut mit Paprika, Chili, Knoblauch und Oregano. So entsteht mit wenigen Einzelgewürzen ein kräftiges Tex-Mex-Aroma.
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Chili
Was ist Chili?
Chili gehört zur Gattung Capsicum und damit zur Familie der Nachtschattengewächse. Weltweit gibt es zahlreiche Chiliarten und -sorten, die sich deutlich in Größe, Farbe, Aroma und vor allem in ihrer Schärfe unterscheiden.
Chili ist heute aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken und spielt unter anderem in der mexikanischen, südamerikanischen, indischen, südostasiatischen und afrikanischen Küche eine wichtige Rolle.
Wie schmeckt Chili?
Chili bedeutet nicht automatisch nur Schärfe. Je nach Sorte können Chilis fruchtig, süßlich, rauchig, erdig oder kräftig-würzig schmecken.
Ein gutes Beispiel ist Chipotle: Dabei handelt es sich um geräucherte, reife Jalapeños. Dadurch verbindet Chipotle Chili-Schärfe mit einer charakteristischen Rauchnote und eignet sich besonders für BBQ- und Tex-Mex-Gerichte.
Warum ist Chili scharf?
Für die typische Schärfe sind hauptsächlich sogenannte Capsaicinoide verantwortlich. Besonders bekannt ist Capsaicin.
Diese Stoffe aktivieren im Mund Rezeptoren, die auch auf Hitze reagieren. Deshalb nehmen wir Chili als heiß oder brennend wahr, obwohl sich die tatsächliche Temperatur des Essens dadurch nicht erhöht.
Was bedeutet Scoville bei Chili?
Die Schärfe von Chili wird häufig in Scoville Heat Units (SHU) angegeben. Grundsätzlich gilt: Je höher der Scoville-Wert, desto intensiver ist die wahrgenommene Schärfe.
Da Chili ein Naturprodukt ist, kann die tatsächliche Schärfe innerhalb einer Sorte schwanken. Unter anderem können Sorte, Anbaubedingungen und Reifegrad Einfluss auf die Schärfe haben.
Insbesondere bei sehr scharfen Chili-Produkten empfiehlt es sich deshalb, zunächst vorsichtig zu dosieren.
Zu welchen Gerichten passt Chili?
Chili eignet sich besonders für:
- Chili con Carne und Chili sin Carne
- Currys
- Pasta Arrabbiata
- Spaghetti Aglio e Olio
- asiatische Wokgerichte
- Tacos, Burritos und Wraps
- Gulasch und Eintöpfe
- Tomaten- und Pastasaucen
- BBQ-Saucen und Rubs
- Grillfleisch und Grillgemüse
- Marinaden
- Dips und Salsa
- Suppen
- Reis- und Nudelgerichte
- Bohnen- und Linsengerichte
- Pizza
Rauchige Chilis wie Chipotle eignen sich besonders für Burger, BBQ-Saucen, Bohnen, Grillfleisch und Marinaden, während klassisches Chilipulver besonders vielseitig einsetzbar ist.
Welche Gewürze passen zu Chili?
Chili harmoniert besonders gut mit Paprika, Knoblauch, Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Oregano, schwarzem Pfeffer, Ingwer und Kurkuma.
Für Tex-Mex-Gerichte eignen sich beispielsweise Chili, Cumin, Paprika, Knoblauch und Oregano. Für asiatisch oder indisch inspirierte Gerichte lässt sich Chili hervorragend mit Ingwer, Knoblauch, Koriander und Kurkuma kombinieren.
Pulver, Flocken oder ganze Chili – was ist der Unterschied?
Chilipulver verteilt sich besonders gleichmäßig im Gericht und eignet sich hervorragend für Saucen, Suppen, Marinaden, Currys und Gewürzmischungen.
Chiliflocken beziehungsweise geschrotete Chili sorgen neben der Schärfe für sichtbare Chilistückchen und eignen sich beispielsweise für Pasta, Pizza, Marinaden, Gemüse oder als Tischgewürz.
Ganze getrocknete Chilis können im Ganzen mitgekocht, zerkleinert oder gemörsert werden. Dadurch lässt sich die gewünschte Verwendung besonders flexibel bestimmen.
Wie dosiert und verwendet man Chili?
Bei Chili gilt: Lieber vorsichtig beginnen und anschließend nachwürzen.
Die richtige Menge hängt stark von der verwendeten Sorte und der persönlichen Schärfetoleranz ab. Bei einer unbekannten oder sehr scharfen Chili zunächst nur eine kleine Menge verwenden, das Gericht abschmecken und anschließend bei Bedarf nachdosieren.
Nach dem Umgang mit sehr scharfen Chilis sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Kontakt mit Augen und empfindlichen Schleimhäuten sollte vermieden werden.
Was hilft, wenn ein Gericht zu scharf geworden ist?
Ist ein Gericht zu scharf geraten, kann es je nach Rezept helfen, die Menge der ungewürzten Grundzutaten zu erhöhen.
Fetthaltige Zutaten wie Joghurt, Sahne oder Kokosmilch können die wahrgenommene Schärfe ebenfalls abmildern. Je nach Gericht können außerdem zusätzliche stärkehaltige Zutaten dabei helfen, die Schärfe auf eine größere Menge zu verteilen.
Wasser allein ist bei Capsaicin dagegen meist wenig hilfreich.
Gewürz-Express Küchentipp
Chili nicht nur als Schärfemittel betrachten, sondern passend zum Gericht auswählen. Für eine rauchige BBQ-Note eignet sich beispielsweise Chipotle besonders gut. Für eine gleichmäßig verteilte kräftige Schärfe ist feines Chilipulver praktisch, während Chiliflocken ideal sind, wenn neben der Schärfe auch Struktur und sichtbare Chilistückchen gewünscht sind.
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Curcuma (Kurkuma)
Was ist Curcuma?
Curcuma, auch Kurkuma oder Gelbwurz genannt, wird aus dem Rhizom der Pflanze Curcuma longa gewonnen und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Das Gewürz ist besonders für seine intensive goldgelbe Farbe bekannt und spielt vor allem in der indischen und südasiatischen Küche eine wichtige Rolle.
Kurkuma ist außerdem ein typischer Bestandteil vieler Currymischungen und trägt wesentlich zu deren charakteristischer gelben Farbe bei.
Wie schmeckt Curcuma?
Curcuma besitzt einen erdigen, warm-würzigen und leicht bitteren Geschmack. Das Aroma ist weniger scharf als bei Ingwer und wird häufig eher als würzige Basis eingesetzt, die andere Gewürze ergänzt.
Neben dem Geschmack ist Curcuma besonders wegen seiner intensiven Färbekraft beliebt. Bereits kleine Mengen können Reis, Saucen, Suppen und andere Speisen kräftig gelb färben.
Zu welchen Gerichten passt Curcuma?
Curcuma eignet sich besonders für:
- Currys
- Dal und Linsengerichte
- Reisgerichte und Gewürzreis
- Gemüse-Currys
- Kichererbsengerichte
- Suppen und Eintöpfe
- asiatische Wokgerichte
- Kartoffelgerichte
- Couscous
- Marinaden
- Saucen und Dips
- Hähnchen- und Geflügelgerichte
- Goldene Milch
Auch einfacher Reis lässt sich mit einer kleinen Menge Curcuma aromatisieren und gleichzeitig goldgelb färben.
Welche Gewürze passen zu Curcuma?
Curcuma harmoniert besonders gut mit Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Ingwer, schwarzem Pfeffer, Chili, Knoblauch, Bockshornklee und Kardamom.
Für ein klassisches Curry-Aromaprofil eignen sich beispielsweise Curcuma, Koriander, Cumin, Bockshornklee und Chili. Für asiatisch inspirierte Gerichte lässt sich Curcuma hervorragend mit Ingwer, Knoblauch und Chili kombinieren.
Wie dosiert und verwendet man Curcuma?
Curcuma lässt sich aufgrund seiner fein gemahlenen Form einfach und gleichmäßig dosieren. Für viele Gerichte genügt zunächst eine kleine Menge. Anschließend kann je nach gewünschter Würze und Farbintensität nachdosiert werden.
Das Pulver kann direkt in Suppen, Saucen, Currys oder Reisgerichte eingerührt werden. Beim Anschwitzen mit Öl oder Fett sollte Curcuma nur kurz und bei moderater Hitze erhitzt werden, damit das Gewürz nicht verbrennt und bitter wird.
Aufgrund seiner starken Färbekraft sollte beim Umgang mit Curcuma etwas Vorsicht geboten sein: Das Pulver kann Hände, Kleidung, Küchenutensilien und Arbeitsflächen intensiv gelb verfärben.
Ist Curcuma dasselbe wie Curry?
Nein. Curcuma beziehungsweise Kurkuma ist ein einzelnes Gewürz, Curry dagegen eine Gewürzmischung.
Kurkuma ist allerdings häufig ein wichtiger Bestandteil von Currypulver und sorgt bei vielen Currymischungen für die typische gelbe bis goldgelbe Farbe.
Je nach Curry-Rezeptur kommen zusätzlich beispielsweise Koriander, Cumin, Bockshornklee, Chili, Pfeffer, Ingwer und weitere Gewürze hinzu.
Gewürz-Express Küchentipp
Für einen einfachen goldgelben Gewürzreis Curcuma zusammen mit etwas Cumin, Koriander und schwarzem Pfeffer verwenden.
Für ein schnelles Gemüse-Curry Curcuma mit Cumin, Koriander, Ingwer, Knoblauch und Chili kombinieren und anschließend mit Kokosmilch ablöschen. So entsteht mit wenigen Einzelgewürzen eine aromatische Grundlage für Gemüse, Kichererbsen oder Linsen.
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Dillspitzen
Was sind Dillspitzen?
Dill (Anethum graveolens) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler. Als Dillspitzen werden die feinen, grünen Blattteile der Pflanze bezeichnet. Sie gehören besonders in der nord- und osteuropäischen Küche zu den klassischen Küchenkräutern.
Getrocknete Dillspitzen lassen sich unabhängig von der Saison verwenden und eignen sich besonders für Fisch, Gurken, Kartoffeln, Salate und cremige Dips.
Wie schmecken Dillspitzen?
Dillspitzen besitzen einen frischen, fein-würzigen und leicht süßlichen Geschmack mit charakteristischen Kräuternoten. Das Aroma ist vergleichsweise fein und sollte deshalb nicht durch zu starke Gewürze oder eine unnötig lange Garzeit überdeckt werden.
Besonders typisch ist die Kombination von Dill mit Gurke, Fisch und einer frischen Zitronennote.
Zu welchen Gerichten passen Dillspitzen?
Dillspitzen eignen sich besonders für:
- Lachs und andere Fischgerichte
- gebratenen oder gedünsteten Fisch
- Garnelen und Meeresfrüchte
- Gurkensalat
- Tzatziki
- Kartoffelsalat
- Salzkartoffeln und Ofenkartoffeln
- Kräuterquark
- Joghurt- und Frischkäse-Dips
- Salatdressings
- helle Saucen
- Kräuterbutter
- Eierspeisen
- Gemüsegerichte
- Suppen
Besonders beliebt ist Dill zu Lachs, Forelle, Gurke und Kartoffeln. Auch für kalte Saucen und Dips eignet sich das Kraut hervorragend.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Dill?
Dill harmoniert besonders gut mit Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, weißem und schwarzem Pfeffer, Senf und Zitronenschale.
Für Fischgerichte eignet sich beispielsweise die Kombination aus Dill, Zitrone und Pfeffer. Für Gurkensalat oder Kräuterquark lassen sich Dill, Schnittlauch und Petersilie miteinander kombinieren.
Frischer oder getrockneter Dill – was ist der Unterschied?
Frischer Dill besitzt ein besonders frisches und feines Kräuteraroma. Getrocknete Dillspitzen sind länger haltbar, unkompliziert zu dosieren und jederzeit griffbereit.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Dill schmecken deshalb nicht vollkommen identisch und sollten bei Rezepten nicht zwingend im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Wie dosiert und verwendet man Dillspitzen?
Dillspitzen zunächst nach Geschmack dosieren. Da das feine Dillaroma durch lange Garzeiten und starke Hitze an Intensität verlieren kann, empfiehlt es sich bei vielen warmen Gerichten, Dill erst gegen Ende der Zubereitung hinzuzugeben.
Bei kalten Speisen wie Gurkensalat, Kräuterquark oder Dips können die getrockneten Dillspitzen direkt eingerührt werden. Anschließend die Speise einige Minuten ziehen lassen, damit sich das Aroma gut verteilen kann.
Gewürz-Express Küchentipp
Für einen schnellen Dill-Joghurt-Dip Joghurt mit Dillspitzen, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Knoblauch verrühren. Kurz ziehen lassen und zu Lachs, Ofenkartoffeln, Gemüse oder als Dip servieren.
Für Fischgerichte harmonieren Dillspitzen besonders gut mit Zitrone, weißem Pfeffer und Knoblauch.
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→ Dillspitzen – direkt zum Produkt
→ Bratfisch Gewürzsalz – mit Dill für Fischgerichte
→ Scampi & Garnelen Gewürzzubereitung – mit Dill für Meeresfrüchte
Estragon
Was ist Estragon?
Estragon (Artemisia dracunculus) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Korbblütler. Besonders bekannt ist Estragon aus der französischen Küche, wo er traditionell zum Würzen von Saucen, Fisch, Geflügel und verschiedenen Eierspeisen verwendet wird.
Das Kraut besitzt ein sehr eigenständiges Aroma und kann sowohl warme Gerichte als auch Dressings, Dips und Kräutersaucen verfeinern.
Wie schmeckt Estragon?
Estragon besitzt einen würzigen, leicht süßlichen und fein-herben Geschmack mit charakteristischen anisartigen Noten.
Sein Aroma ist vergleichsweise intensiv und unverwechselbar. Deshalb empfiehlt es sich, Estragon gezielt einzusetzen und nicht mit zu vielen kräftigen Kräutern gleichzeitig zu kombinieren.
Zu welchen Gerichten passt Estragon?
Estragon eignet sich besonders für:
- Sauce Béarnaise
- Sauce Hollandaise und andere helle Saucen
- Hähnchen und Geflügelgerichte
- Fischgerichte
- Lachs
- Eierspeisen und Omelett
- Kartoffelgerichte
- Gemüsegerichte
- Spargel
- Pilzgerichte
- Salate und Dressings
- Kräuterbutter
- Kräuterquark und Dips
- Senfsaucen
- Marinaden
Ein Klassiker ist Sauce Béarnaise, bei der Estragon für das charakteristische Kräuteraroma sorgt. Auch Geflügel, Fisch und helle Saucen lassen sich hervorragend mit Estragon verfeinern.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Estragon?
Estragon harmoniert besonders gut mit Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Senf, schwarzem und weißem Pfeffer sowie Knoblauch.
Für Fischgerichte eignet sich beispielsweise die Kombination aus Estragon, Dill und Pfeffer. Bei Geflügel und hellen Saucen harmoniert Estragon besonders gut mit Petersilie, Pfeffer und einer feinen Senfnote.
Frischer oder getrockneter Estragon – was ist der Unterschied?
Frischer Estragon besitzt ein besonders ausgeprägtes, frisches Kräuteraroma. Getrockneter Estragon ist dagegen länger lagerfähig und jederzeit griffbereit.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil etwas. Getrockneter Estragon eignet sich besonders gut für Saucen, Suppen, Marinaden und Gerichte, in denen das Kraut ausreichend Zeit bekommt, sein Aroma zu entfalten.
Wie dosiert und verwendet man Estragon?
Estragon besitzt ein charakteristisches Eigenaroma und sollte deshalb zunächst sparsam dosiert werden. Bei Bedarf kann anschließend nachgewürzt werden.
Getrockneter Estragon kann direkt in Saucen, Suppen oder Schmorgerichte gegeben werden. Bei kalten Speisen wie Dressings, Kräuterquark oder Dips empfiehlt es sich, Estragon nach dem Einrühren etwas ziehen zu lassen.
Bei feinen Fisch- und Geflügelgerichten sollte Estragon nicht durch zu viele andere intensive Kräuter überlagert werden.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle Estragon-Senf-Sauce etwas Estragon mit Senf, Sahne oder einer geeigneten Alternative, schwarzem Pfeffer und einer kleinen Menge Zitronensaft kombinieren. Die Sauce passt hervorragend zu Hähnchen, Fisch, Kartoffeln oder Gemüse.
Auch ein einfaches Salatdressing lässt sich mit Estragon verfeinern: Estragon mit Senf, Essig, Öl, etwas Salz und Pfeffer verrühren und vor dem Servieren kurz ziehen lassen.
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Fenchel
Was ist Fenchel?
Fenchel (Foeniculum vulgare) ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Als Gewürz werden die getrockneten Früchte verwendet, die umgangssprachlich häufig als Fenchelsamen bezeichnet werden.
Fenchel ist besonders in der mediterranen Küche verbreitet, spielt aber auch in der indischen und asiatischen Küche eine wichtige Rolle. Durch sein charakteristisches Aroma eignet er sich sowohl für herzhafte Gerichte als auch für Brot, Gebäck und Gewürzmischungen.
Wie schmeckt Fenchel?
Fenchel besitzt einen süßlich-würzigen, warmen und leicht anisartigen Geschmack. Sein Aroma erinnert an Anis und Lakritz, besitzt jedoch einen eigenständigen, leicht kräuterigen Charakter.
Beim kurzen Anrösten der ganzen Fenchelfrüchte wird das Aroma intensiver und entwickelt zusätzlich warme, leicht nussige Noten.
Zu welchen Gerichten passt Fenchel?
Fenchel eignet sich besonders für:
- Fisch und Meeresfrüchte
- Schweinefleisch und Braten
- Geflügelgerichte
- mediterrane Gemüsegerichte
- Tomatensaucen
- Pasta
- Suppen und Eintöpfe
- Currys
- Linsen- und Kichererbsengerichte
- Reisgerichte
- Brot und Brötchen
- Focaccia und herzhaftes Gebäck
- Marinaden
- Ofengemüse
Besonders interessant ist Fenchel zu Fisch, Schweinefleisch, Tomaten und mediterranem Gemüse. In der indischen Küche findet er außerdem Verwendung in verschiedenen Currys und Gewürzmischungen.
Welche Gewürze passen zu Fenchel?
Fenchel harmoniert besonders gut mit Anis, Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Chili, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Kurkuma, Ingwer und Senf.
Für mediterrane Gerichte lässt sich Fenchel beispielsweise mit Knoblauch, schwarzem Pfeffer und mediterranen Kräutern kombinieren. In indisch inspirierten Gerichten passen Fenchel, Cumin, Koriander, Kurkuma und Chili hervorragend zusammen.
Ganz oder gemahlen?
Ganzer Fenchel eignet sich besonders zum Anrösten, Mörsern oder für Gerichte, bei denen die ganzen Früchte während der Zubereitung ihr Aroma abgeben sollen. Er kann beispielsweise für Brot, Currys, Marinaden und Schmorgerichte verwendet werden.
Gemahlener Fenchel ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders gleichmäßig in Saucen, Currys, Gewürzmischungen, Marinaden oder Teigen verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Fenchel?
Fenchel besitzt ein charakteristisches süßlich-anisartiges Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Ganze Fenchelfrüchte können vor der Verwendung kurz bei moderater Hitze trocken angeröstet und anschließend im Mörser leicht zerstoßen werden. Dadurch entwickelt sich ein besonders intensives Aroma.
Gemahlener Fenchel kann direkt zum Gericht gegeben werden. Beim Anbraten sollte das Pulver nur kurz und bei moderater Hitze erhitzt werden, damit es nicht verbrennt.
Was ist der Unterschied zwischen Fenchel und Anis?
Fenchel und Anis besitzen beide eine charakteristische süßlich-lakritzartige Aromatik, sind aber zwei unterschiedliche Pflanzen und Gewürze.
Anis schmeckt meist deutlich süßlich und ausgeprägt anisartig. Fenchel besitzt ebenfalls anisartige Noten, bringt jedoch ein eigenes warm-würziges und leicht kräuteriges Aromaprofil mit.
Je nach Gericht können beide Gewürze miteinander kombiniert werden, sie sind geschmacklich aber nicht vollkommen austauschbar.
Gewürz-Express Küchentipp
Für mediterranen Ofenfisch ganze Fenchelfrüchte leicht mörsern und mit schwarzem Pfeffer, Knoblauch, etwas Zitronenschale und Kräutern kombinieren.
Für ein Gemüse- oder Kichererbsencurry harmoniert Fenchel dagegen besonders gut mit Cumin, Koriander, Kurkuma, Ingwer und etwas Chili.
Ganze Fenchelfrüchte kurz vor der Verwendung leicht anzurösten und anschließend zu mörsern, sorgt für ein besonders intensives Gewürzaroma.
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Galgant gemahlen
Was ist Galgant?
Galgant ist ein aromatisches Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse und eng mit Ingwer und Kurkuma verwandt. Verwendet wird das unterirdisch wachsende Rhizom der Pflanze, das getrocknet und anschließend zu einem feinen Gewürzpulver vermahlen werden kann.
Galgant spielt besonders in der thailändischen, indonesischen und südostasiatischen Küche eine wichtige Rolle. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Ingwer wird insbesondere Großer Galgant (Alpinia galanga) auch als Thai-Ingwer bezeichnet.
Wie schmeckt Galgant?
Galgant besitzt einen würzigen, pfeffrigen und leicht scharfen Geschmack mit frischen, leicht zitronigen Noten. Das Aroma erinnert an Ingwer, besitzt jedoch einen deutlich eigenständigen Charakter.
Gerade diese Kombination aus Würze, Frische und leichter Schärfe macht Galgant besonders interessant für asiatische Suppen, Currys und Gerichte mit Kokosmilch.
Zu welchen Gerichten passt Galgant?
Galgant eignet sich besonders für:
- Tom Kha Gai und andere Thai-Suppen
- Tom Yum
- Thai-Currys
- Currys mit Kokosmilch
- Nasi Goreng und andere Reisgerichte
- asiatische Wokgerichte
- Gemüsepfannen
- Hähnchen- und Geflügelgerichte
- Fisch und Meeresfrüchte
- Suppen und Brühen
- Eintöpfe
- Marinaden
- Currypasten
- Linsen- und Gemüsegerichte
Besonders charakteristisch ist die Kombination von Galgant und Kokosmilch, wie sie beispielsweise in der thailändischen Küche verwendet wird.
Welche Gewürze passen zu Galgant?
Galgant harmoniert besonders gut mit Zitronengras, Chili, Koriander, Ingwer, Kurkuma, Cumin (Kreuzkümmel), Knoblauch und schwarzem Pfeffer.
Für thailändisch inspirierte Gerichte eignen sich Galgant, Zitronengras, Chili und Koriander besonders gut. Für Currys kann Galgant außerdem mit Kurkuma, Cumin, Koriander und Ingwer kombiniert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Galgant und Ingwer?
Galgant und Ingwer gehören beide zur Familie der Ingwergewächse und werden aufgrund ihres ähnlichen Erscheinungsbildes und ihrer Würze häufig miteinander verglichen. Es handelt sich jedoch um unterschiedliche Gewürzpflanzen.
Ingwer besitzt eine charakteristische zitronig-scharfe Würze. Galgant schmeckt ebenfalls würzig und leicht scharf, bringt jedoch ausgeprägte pfeffrige und eigenständige aromatische Noten mit.
Galgant kann deshalb in manchen Rezepten eine interessante Alternative zu Ingwer sein, schmeckt aber nicht identisch und sollte nicht als vollkommen gleichwertiger Ersatz betrachtet werden.
Wie dosiert und verwendet man gemahlenen Galgant?
Gemahlener Galgant besitzt ein intensives Aroma und lässt sich direkt in Suppen, Currys, Saucen, Marinaden und Wokgerichte einrühren.
Beim ersten Einsatz empfiehlt es sich, sparsam zu beginnen und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen. Da das Pulver fein vermahlen ist, verteilt es sich schnell und gleichmäßig im gesamten Gericht.
Bei Suppen und Currys kann Galgant während der Zubereitung eingerührt werden. Bei Gerichten mit längerer Garzeit kann zusätzlich eine kleine Menge gegen Ende der Zubereitung verwendet werden, wenn ein deutlicheres Galgantaroma gewünscht ist.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle thailändisch inspirierte Kokossuppe Galgant mit Zitronengras, Chili und Koriander kombinieren. Kokosmilch hinzugeben und je nach Geschmack mit Limettensaft und Fisch- oder Sojasauce abschmecken.
Auch bei einem Gemüse- oder Hähnchencurry sorgt bereits eine kleine Menge Galgant für eine pfeffrig-frische, südostasiatische Aromatik.
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Ingwer
Was ist Ingwer?
Ingwer (Zingiber officinale) ist eine aromatische Gewürzpflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Als Gewürz wird das unterirdische Rhizom verwendet. Ingwer ist eng mit Kurkuma und Galgant verwandt und gehört insbesondere in der asiatischen und indischen Küche zu den wichtigsten Gewürzen.
Getrockneter Ingwer lässt sich vielseitig einsetzen – sowohl für herzhafte Gerichte als auch für Gebäck, Desserts und Getränke. Bei Gewürz-Express ist Ingwer gemahlen sowie geschnitten erhältlich.
Wie schmeckt Ingwer?
Ingwer besitzt einen würzigen, frisch-aromatischen und leicht zitronigen Geschmack mit charakteristischer Schärfe.
Getrockneter Ingwer unterscheidet sich geschmacklich etwas von frischem Ingwer und bietet ein konzentriertes, warm-würziges Aroma. Dadurch eignet er sich hervorragend für Currys, asiatische Gerichte und Gewürzmischungen, aber auch für süße Speisen.
Zu welchen Gerichten passt Ingwer?
Ingwer eignet sich besonders für:
- Currys und Masalas
- asiatische Wokgerichte
- Thai-Currys
- Gemüsepfannen
- Reis- und Nudelgerichte
- Hähnchen und Geflügel
- Fisch und Meeresfrüchte
- Kürbis- und Karottensuppe
- Linsen- und Kichererbsengerichte
- Marinaden und Saucen
- Chutneys
- Kekse und Lebkuchen
- Kuchen und anderes Gebäck
- Fruchtdesserts und Kompott
- Tee und andere Heißgetränke
Besonders gut funktioniert Ingwer in Gerichten mit Kokosmilch, Gemüse, Geflügel oder Fisch. Auch süße Zutaten wie Apfel, Birne oder Orange lassen sich hervorragend mit seiner würzigen Schärfe kombinieren.
Welche Gewürze passen zu Ingwer?
Ingwer harmoniert besonders gut mit Kurkuma, Chili, Knoblauch, Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Kardamom, Zimt, Nelken, Galgant und schwarzem Pfeffer.
Für asiatische Gerichte eignen sich beispielsweise Ingwer, Chili, Knoblauch und Koriander. Für indische Currys lässt sich Ingwer hervorragend mit Cumin, Koriander, Kurkuma und Chili kombinieren.
Bei süßen Speisen harmoniert Ingwer besonders gut mit Zimt, Kardamom, Nelken und Vanille.
Gemahlen oder geschnitten – was ist der Unterschied?
Gemahlener Ingwer ist sofort einsatzbereit und verteilt sich besonders gleichmäßig im Gericht. Er eignet sich hervorragend für Currys, Gewürzmischungen, Marinaden, Suppen, Saucen und Backwaren.
Geschnittener Ingwer eignet sich besonders für Gerichte und Getränke, bei denen die Ingwerstücke während der Zubereitung ihr Aroma langsam abgeben sollen. Er kann beispielsweise in Suppen, Currys, Schmorgerichten oder Heißgetränken mitziehen.
Die geschnittenen Stücke können je nach Zubereitung anschließend wieder entfernt werden.
Wie dosiert und verwendet man Ingwer?
Getrockneter Ingwer besitzt ein konzentriertes Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Gemahlener Ingwer kann direkt in Currys, Suppen, Saucen, Marinaden oder Teige gegeben werden. Beim Anbraten sollte das Pulver nur kurz und bei moderater Hitze erhitzt werden, damit es nicht verbrennt.
Geschnittener Ingwer kann direkt mit Flüssigkeit aufgekocht oder während der Zubereitung mitgegart werden. Je länger er zieht, desto stärker kann er das Gericht oder Getränk aromatisieren.
Frischer oder getrockneter Ingwer – was ist der Unterschied?
Frischer Ingwer besitzt ein saftiges, frisch-zitroniges und scharfes Aroma. Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil: Getrockneter Ingwer schmeckt konzentrierter und warm-würziger.
Frischer und getrockneter Ingwer sind deshalb kulinarisch nicht vollkommen identisch und sollten in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Gewürz-Express Küchentipp
Für ein schnelles Gemüse-Curry Ingwer mit Kurkuma, Cumin, Koriander, Knoblauch und etwas Chili kombinieren. Gemüse anbraten, die Gewürze kurz mitziehen lassen und anschließend mit Kokosmilch ablöschen.
Für eine süße Gewürzkombination passt Ingwer hervorragend zu Zimt, Kardamom und Vanille – beispielsweise in Apfelkompott, Gebäck oder winterlichen Desserts.
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Kerbel
Was ist Kerbel?
Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist ein feines Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler und gehört zu den klassischen Kräutern der europäischen, insbesondere der französischen Küche.
Bekannt ist Kerbel unter anderem als Bestandteil der französischen Kräutermischung Fines Herbes. Sein feines Aroma eignet sich besonders für leichte Gerichte, bei denen kräftige Gewürze den Geschmack nicht überdecken sollen.
Wie schmeckt Kerbel?
Kerbel besitzt einen milden, frisch-würzigen und leicht süßlichen Geschmack mit einer feinen anisartigen Note. Sein Aroma erinnert teilweise an Petersilie, ist jedoch etwas feiner und besitzt einen eigenständigen Charakter.
Da Kerbel zu den eher zarten Küchenkräutern gehört, harmoniert er besonders gut mit milden Zutaten und feinen Saucen.
Zu welchen Gerichten passt Kerbel?
Kerbel eignet sich besonders für:
- Kräutersuppen und Kerbelsuppe
- Kartoffelsuppe
- Kartoffelgerichte
- Eierspeisen und Omelett
- Rührei
- Fischgerichte
- Geflügelgerichte
- helle Saucen
- Gemüsegerichte
- Spargel
- Salate und Dressings
- Kräuterquark
- Frischkäse und Dips
- Kräuterbutter
- Risotto
- leichte Frühlingsgerichte
Besonders gut passt Kerbel zu Eiern, Kartoffeln, Fisch, Spargel und mildem Gemüse. Auch Kräutersaucen und cremige Dips lassen sich damit fein abrunden.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Kerbel?
Kerbel harmoniert besonders gut mit Petersilie, Schnittlauch, Estragon und Dill. Diese Kräuter lassen sich beispielsweise für Kräuterbutter, Quark, Dips, Eierspeisen und leichte Saucen miteinander kombinieren.
Auch mit weißem Pfeffer, schwarzem Pfeffer und einer feinen Zitronennote lässt sich Kerbel gut ergänzen.
Frischer oder getrockneter Kerbel – was ist der Unterschied?
Frischer Kerbel besitzt ein besonders feines und frisches Kräuteraroma. Getrockneter Kerbel ist dagegen unabhängig von der Saison verfügbar, einfach zu bevorraten und unkompliziert zu dosieren.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Kerbel sind deshalb geschmacklich nicht vollkommen identisch und sollten in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man Kerbel?
Kerbel besitzt ein vergleichsweise feines Aroma. Bei warmen Speisen empfiehlt es sich daher, ihn erst gegen Ende der Zubereitung hinzuzugeben, damit sein charakteristischer Kräutergeschmack möglichst gut erhalten bleibt.
Bei kalten Speisen wie Kräuterquark, Frischkäse, Dressings oder Dips kann getrockneter Kerbel direkt eingerührt werden. Anschließend sollte die Speise etwas ziehen, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilen kann.
Gewürz-Express Küchentipp
Für einen schnellen Kräuterquark Kerbel mit Petersilie, Schnittlauch und etwas Dill kombinieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kräuter anschließend etwas im Quark ziehen lassen. Der Dip passt hervorragend zu Ofen- und Pellkartoffeln, Gemüse oder frischem Brot.
Auch Rührei oder Omelett lässt sich unkompliziert mit Kerbel verfeinern. Das Kraut dafür erst kurz vor Ende der Zubereitung hinzugeben.
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Knoblauch
Was ist Knoblauch?
Knoblauch (Allium sativum) ist eine aromatische Gewürzpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse und eng mit Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch verwandt. Verwendet werden die einzelnen Zehen der Knoblauchknolle.
Knoblauch gehört weltweit zu den wichtigsten Würzzutaten und spielt unter anderem in der mediterranen, asiatischen, orientalischen und europäischen Küche eine zentrale Rolle. Getrocknet ist Knoblauch besonders praktisch, da er jederzeit verfügbar und direkt zum Würzen einsetzbar ist.
Wie schmeckt Knoblauch?
Knoblauch besitzt einen intensiven, herzhaft-würzigen und charakteristisch knoblauchartigen Geschmack mit einer gewissen Schärfe.
Durch Erhitzen verändert sich sein Aroma und wird milder und runder. Zu starke Hitze sollte allerdings vermieden werden, da Knoblauch beim Verbrennen unangenehm bitter schmecken kann.
Zu welchen Gerichten passt Knoblauch?
Knoblauch eignet sich besonders für:
- Pasta und Nudelgerichte
- Spaghetti Aglio e Olio
- Pizza
- Tomatensaucen
- Pesto
- Grillfleisch und Steak
- Hähnchen und Geflügel
- Fisch und Meeresfrüchte
- Ofenkartoffeln und Bratkartoffeln
- mediterranes Ofengemüse
- Gemüsepfannen
- Currys und asiatische Wokgerichte
- Suppen und Eintöpfe
- Marinaden und Rubs
- Kräuterbutter
- Kräuterquark und Frischkäse
- Aioli und Dips
- Salatdressings
- Knoblauchbrot
Kaum ein Gewürz ist so vielseitig einsetzbar. Besonders gut passt Knoblauch zu Fleisch, Kartoffeln, Tomaten, Gemüse, Pasta und mediterranen Gerichten.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Knoblauch?
Knoblauch harmoniert besonders gut mit schwarzem Pfeffer, Chili, Paprika, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Petersilie, Cumin (Kreuzkümmel), Ingwer und Koriander.
Für mediterrane Gerichte eignen sich beispielsweise Knoblauch, Oregano, Basilikum und schwarzer Pfeffer. Beim Grillen lässt sich Knoblauch hervorragend mit Paprika, Pfeffer, Chili und Rosmarin kombinieren.
Für asiatische Gerichte passen Knoblauch, Ingwer, Chili und Koriander besonders gut zusammen.
Flocken, Granulat oder Stücke – was ist der Unterschied?
Knoblauchflocken beziehungsweise Knoblauchscheiben sind vergleichsweise groß und eignen sich besonders zum Mitkochen in Suppen, Saucen und Schmorgerichten. Sie können außerdem eingeweicht und anschließend weiterverarbeitet werden.
Knoblauchgranulat beziehungsweise Knoblauchgrieß besitzt eine feinere, gleichmäßige Körnung. Es lässt sich besonders einfach dosieren und verteilen und eignet sich hervorragend für Marinaden, Rubs, Saucen, Dips, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln.
Knoblauchstücke mit 2–3 mm Körnung liegen von ihrer Struktur zwischen feinem Granulat und größeren Flocken. Sie eignen sich besonders für Suppen, Schmorgerichte, Marinaden und selbst hergestellte Gewürzmischungen.
Welche Variante am besten geeignet ist, hängt deshalb weniger vom gewünschten Knoblauchgeschmack als von der jeweiligen Zubereitung und gewünschten Struktur ab.
Wie dosiert und verwendet man getrockneten Knoblauch?
Getrockneter Knoblauch besitzt ein konzentriertes Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Granulat kann direkt über Fleisch, Gemüse oder Kartoffeln gegeben und in Saucen, Marinaden und Dips eingerührt werden.
Gröbere Knoblauchstücke und Flocken eignen sich besonders zum Mitgaren. In feuchten Speisen nehmen sie Flüssigkeit auf und werden während der Zubereitung weicher.
Beim Anbraten sollte getrockneter Knoblauch nicht zu lange sehr hoher Hitze ausgesetzt werden, da verbrannter Knoblauch bitter schmecken kann.
Frischer oder getrockneter Knoblauch – was ist der Unterschied?
Frischer Knoblauch besitzt eine saftige Konsistenz und ein charakteristisches, je nach Zubereitung teilweise scharfes Aroma. Getrockneter Knoblauch schmeckt konzentrierter und lässt sich besonders einfach lagern und dosieren.
Beide Varianten können hervorragend zum Kochen verwendet werden, sind hinsichtlich Geschmack, Konsistenz und Dosierung jedoch nicht vollkommen identisch.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle Knoblauch-Kräuterbutter Knoblauchgranulat mit Petersilie, etwas schwarzem Pfeffer und Salz unter weiche Butter rühren und anschließend ziehen lassen.
Für mediterrane Ofenkartoffeln Knoblauch mit Rosmarin, Thymian, Paprika und schwarzem Pfeffer kombinieren.
Wer Knoblauchflocken oder gröbere Stücke für Dips oder kalte Saucen verwenden möchte, kann sie vorher kurz in etwas Wasser einweichen. Dadurch werden sie weicher und lassen sich besser in der Speise verteilen.
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Koriander – Samen & Korianderblätter
Was ist Koriander?
Koriander (Coriandrum sativum) ist eine aromatische Gewürzpflanze aus der Familie der Doldenblütler. Das Besondere an Koriander: Sowohl die getrockneten Früchte, meist als Koriandersamen bezeichnet, als auch die Blätter werden zum Würzen verwendet.
Koriandersamen und Korianderblätter unterscheiden sich geschmacklich deutlich voneinander. Deshalb lassen sie sich in der Küche für unterschiedliche Zwecke einsetzen. Koriander ist besonders in der indischen, orientalischen, südostasiatischen und lateinamerikanischen Küche verbreitet.
Wie schmeckt Koriander?
Koriandersamen besitzen einen mild-würzigen, warmen und leicht süßlichen Geschmack mit feinen Zitrusnoten. Beim Anrösten entwickeln die ganzen Samen zusätzlich ein warmes, leicht nussiges Aroma.
Korianderblätter schmecken dagegen frischer, kräuteriger, zitrusartig und leicht pfeffrig. Ihr Geschmack unterscheidet sich deutlich von dem der Samen.
Zu welchen Gerichten passt Koriander?
Koriandersamen eignen sich besonders für:
- Currys und Masalas
- Dal und Linsengerichte
- Chutneys
- Kichererbsengerichte
- Eintöpfe und Suppen
- Gemüsegerichte
- Marinaden
- Brot und herzhaftes Gebäck
- orientalische Fleischgerichte
- Reisgerichte
- selbst gemachte Gewürzmischungen
Korianderblätter eignen sich besonders für:
- Thai-Currys
- Pho und asiatische Suppen
- Falafel
- Couscous
- Tacos und Burritos
- Salsa
- Currys
- Reis- und Nudelgerichte
- Salate
- Dips und Chutneys
- Linsen- und Kichererbsengerichte
Gerade bei asiatischen und orientalischen Gerichten können Koriandersamen während des Kochens für die Grundwürze und Korianderblätter zum aromatischen Abrunden des fertigen Gerichts verwendet werden.
Welche Gewürze passen zu Koriander?
Koriander harmoniert besonders gut mit Cumin (Kreuzkümmel), Kurkuma, Chili, Ingwer, Knoblauch, Kardamom, Zimt, schwarzem Pfeffer und Bockshornklee.
Für indische Currys ist die Kombination aus Koriander, Cumin, Kurkuma, Ingwer und Chili besonders vielseitig.
Korianderblätter lassen sich hervorragend mit Chili, Knoblauch, Ingwer und Zitronengras kombinieren. Auch eine frische Limetten- oder Zitronennote passt sehr gut zum charakteristischen Kräuteraroma.
Koriandersamen ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Ganze Koriandersamen eignen sich besonders zum Anrösten und anschließenden Mörsern oder Mahlen. Durch kurzes trockenes Anrösten entwickelt sich ein intensiveres, warmes und leicht nussiges Aroma.
Gemahlener Koriander ist sofort einsatzbereit und lässt sich besonders gleichmäßig in Currys, Suppen, Saucen, Marinaden, Brotteigen und Gewürzmischungen verteilen.
Wer ein besonders frisches Gewürzaroma bevorzugt, kann ganze Koriandersamen kurz vor der Verwendung anrösten und anschließend frisch mörsern.
Was ist der Unterschied zwischen Koriandersamen und Korianderblättern?
Obwohl beide von derselben Pflanze stammen, unterscheiden sich Koriandersamen und Korianderblätter deutlich im Geschmack.
Die Samen besitzen ein warmes, mild-würziges und leicht zitrusartiges Aroma. Die Blätter schmecken wesentlich frischer, kräuteriger und intensiver.
Koriandersamen und Korianderblätter sollten deshalb nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden. In einigen Gerichten können beide Varianten jedoch hervorragend miteinander kombiniert werden.
Wie dosiert und verwendet man Koriander?
Ganze Koriandersamen können kurz bei moderater Hitze trocken angeröstet und anschließend gemörsert werden. Sie eignen sich außerdem zum Mitkochen in Currys und Schmorgerichten.
Gemahlener Koriander kann direkt zum Gericht gegeben werden. Beim Anbraten sollte er nur kurz und bei moderater Hitze erhitzt werden, damit das Gewürz nicht verbrennt.
Getrocknete Korianderblätter eignen sich besonders zum Verfeinern gegen Ende der Zubereitung. Bei kalten Speisen können sie direkt eingerührt werden und anschließend etwas ziehen.
Warum schmeckt Koriander für manche Menschen seifig?
Korianderblätter werden geschmacklich sehr unterschiedlich wahrgenommen. Während viele Menschen das Aroma als frisch und zitrusartig empfinden, erinnert es andere deutlich an Seife.
Diese unterschiedliche Wahrnehmung hängt unter anderem mit genetischen Unterschieden bei Geruchsrezeptoren zusammen. Wer Korianderblätter nicht mag, muss deshalb nicht zwangsläufig auf Koriandersamen verzichten – deren Aromaprofil unterscheidet sich deutlich.
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Für ein aromatisches Curry ganze Koriandersamen zusammen mit Cumin kurz trocken anrösten, anschließend mörsern und mit Kurkuma, Ingwer, Knoblauch und etwas Chili kombinieren.
Korianderblätter dagegen erst gegen Ende der Zubereitung hinzugeben. Besonders bei Thai-Currys, Suppen, Falafel oder Reisgerichten sorgen sie für eine frische Kräuternote.
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Kümmel
Was ist Kümmel?
Kümmel (Carum carvi) ist ein traditionelles Gewürz aus der Familie der Doldenblütler. Verwendet werden die getrockneten Früchte der Pflanze, die umgangssprachlich häufig als Kümmelsamen bezeichnet werden.
Kümmel gehört zu den klassischen Gewürzen der deutschen, österreichischen sowie mittel- und osteuropäischen Küche. Besonders bekannt ist er aus Brot, Sauerkraut, Kohlgerichten und deftigen Fleischgerichten.
Wie schmeckt Kümmel?
Kümmel besitzt einen kräftigen, würzigen, leicht süßlichen und herb-aromatischen Geschmack. Sein charakteristisches Aroma ist intensiv und bereits in kleinen Mengen deutlich wahrnehmbar.
Durch kurzes Anrösten oder Zerstoßen der ganzen Kümmelfrüchte lässt sich das Aroma zusätzlich intensivieren.
Zu welchen Gerichten passt Kümmel?
Kümmel eignet sich besonders für:
- Sauerkraut
- Weißkohl, Rotkohl und andere Kohlgerichte
- Schweinebraten
- Gulasch
- Eintöpfe und Schmorgerichte
- Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln
- Kartoffelsuppe
- Roggenbrot und Bauernbrot
- Brötchen und herzhafte Backwaren
- Zwiebelkuchen
- Flammkuchen
- Käsegerichte
- Hackfleischgerichte
- deftige Saucen
Besonders klassisch ist die Kombination von Kümmel mit Kohl, Kartoffeln, Schweinefleisch und herzhaftem Brot.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Kümmel?
Kümmel harmoniert besonders gut mit Majoran, Lorbeer, Wacholder, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Paprika, Koriander und Fenchel.
Für Schweinebraten oder Gulasch lässt sich Kümmel beispielsweise mit Majoran, Knoblauch, Paprika und Pfeffer kombinieren. Beim Brotbacken harmoniert Kümmel besonders gut mit Koriander und Fenchel.
Ganz oder gemahlen?
Ganzer Kümmel eignet sich besonders für Brot, Sauerkraut, Kohlgerichte, Braten und andere Speisen, bei denen die ganzen Früchte während der Zubereitung ihr Aroma abgeben können.
Wer den Geschmack gleichmäßiger verteilen möchte, kann ganzen Kümmel vor der Verwendung im Mörser leicht zerstoßen.
Gemahlener Kümmel ist sofort einsatzbereit und verteilt sich besonders gleichmäßig in Teigen, Füllungen, Marinaden, Saucen und anderen Gerichten. Er eignet sich außerdem für alle, die das typische Kümmelaroma mögen, aber keine ganzen Kümmelfrüchte im fertigen Gericht wünschen.
Wie dosiert und verwendet man Kümmel?
Kümmel besitzt ein intensives Eigenaroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Ganzen Kümmel kann man vor der Verwendung kurz bei moderater Hitze trocken anrösten oder im Mörser leicht zerstoßen. Dadurch werden die aromatischen Bestandteile stärker freigesetzt.
Gemahlener Kümmel kann direkt zum Gericht oder in den Teig gegeben werden und eignet sich besonders, wenn eine gleichmäßige Würzung gewünscht ist.
Was ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel?
Kümmel und Kreuzkümmel – auch Cumin genannt – sind zwei unterschiedliche Gewürze und schmecken deutlich verschieden.
Kümmel besitzt den charakteristischen kräftig-würzigen und leicht süßlich-herben Geschmack, der besonders aus der mitteleuropäischen Küche bekannt ist.
Cumin schmeckt dagegen deutlich erdiger, wärmer und orientalischer und wird häufig für Currys, Falafel, Hummus, Chili con Carne und mexikanische Gerichte verwendet.
Trotz der ähnlichen Namen sollten Kümmel und Kreuzkümmel deshalb nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden.
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Für einen klassischen Schweinebraten Kümmel mit Majoran, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und etwas Paprika kombinieren.
Beim Brotbacken entsteht eine besonders harmonische Gewürzkombination aus Kümmel, Koriander und Fenchel. Wer keine ganzen Kümmelfrüchte im Brot möchte, kann stattdessen gemahlenen Kümmel verwenden.
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Lavendelblüten
Was sind Lavendelblüten?
Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler. Für die Küche werden getrocknete Blüten verwendet, die Speisen und Getränken ein charakteristisches florales und mediterranes Aroma verleihen.
Lavendel ist vor allem aus der mediterranen und provenzalischen Küche bekannt. Die Blüten können sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte verwendet werden. Da ihr Aroma sehr intensiv ist, kommt es besonders auf eine zurückhaltende Dosierung an.
Wie schmecken Lavendelblüten?
Lavendelblüten besitzen einen intensiv blumigen, aromatischen und leicht süßlichen Geschmack mit kräuterigen Noten.
Das Aroma kann bei zu hoher Dosierung schnell dominant wirken. Lavendel sollte deshalb eher als feine aromatische Ergänzung eingesetzt werden und nicht den gesamten Geschmack eines Gerichts bestimmen.
Zu welchen Gerichten passen Lavendelblüten?
Lavendelblüten eignen sich besonders für:
- Kuchen und Gebäck
- Kekse und Shortbread
- Desserts und Cremes
- Eis und Sorbet
- Panna Cotta
- Joghurt und Quarkspeisen
- Honig
- Fruchtkompott und Konfitüren
- Tee und Kräuteraufgüsse
- mediterrane Ofengerichte
- Ofenkartoffeln
- Grillgemüse
- Geflügel
- Lammgerichte
- mediterrane Marinaden
Besonders interessant ist die Kombination mit Honig, Zitrone, Beeren und Vanille. In herzhaften Gerichten können kleine Mengen Lavendel beispielsweise mediterrane Kräutermischungen ergänzen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Lavendel?
Lavendel harmoniert besonders gut mit Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Oregano und Vanille.
Für mediterrane Gerichte eignet sich die Kombination mit Rosmarin und Thymian. Bei Desserts und Gebäck lässt sich Lavendel hervorragend mit Vanille und einer feinen Zitronennote kombinieren.
Lavendel ist außerdem Bestandteil verschiedener Varianten der bekannten französischen Kräutermischung Kräuter der Provence.
Wie dosiert und verwendet man Lavendelblüten?
Bei Lavendel gilt besonders: Weniger ist mehr.
Aufgrund des intensiven floralen Aromas empfiehlt es sich, zunächst nur eine kleine Menge zu verwenden und anschließend vorsichtig nachzudosieren.
Für Gebäck können die Blüten leicht zwischen den Fingern zerrieben und anschließend unter den Teig gemischt werden. Für Desserts, Sahne oder Milch lassen sich die Blüten auch kurz in der Flüssigkeit ziehen und anschließend wieder entfernen.
Bei herzhaften Gerichten sollte Lavendel besonders zurückhaltend verwendet und am besten mit anderen mediterranen Kräutern kombiniert werden.
Kann man Lavendelblüten zum Backen verwenden?
Ja. Lavendelblüten eignen sich hervorragend zum Aromatisieren von Keksen, Kuchen, Shortbread und anderen Backwaren.
Besonders gut harmoniert Lavendel dabei mit Vanille, Zitrone und Honig. Da das Aroma beim Backen weiterhin deutlich wahrnehmbar sein kann, sollte zunächst nur eine kleine Menge verwendet werden.
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Für einen einfachen Lavendel-Honig etwa einen Teelöffel Lavendelblüten leicht zwischen den Fingern zerreiben, mit 250 g Honig vermischen und einige Tage ziehen lassen. Der aromatisierte Honig passt hervorragend zu Joghurt, Tee, Desserts oder frischem Brot.
Für mediterrane Kartoffeln oder Ofengemüse Lavendel dagegen nur sehr sparsam mit Rosmarin, Thymian und Bohnenkraut kombinieren.
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Liebstöckel
Was ist Liebstöckel?
Liebstöckel (Levisticum officinale) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler. Aufgrund seines kräftigen, würzigen Aromas wird Liebstöckel umgangssprachlich häufig auch als Maggikraut bezeichnet.
Das Kraut ist ein Klassiker der herzhaften Küche und eignet sich besonders für Suppen, Brühen, Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Gemüse und kräftige Saucen.
Wie schmeckt Liebstöckel?
Liebstöckel besitzt einen kräftigen, herzhaft-würzigen und leicht sellerieartigen Geschmack. Sein intensives Aroma erinnert an klassische Suppen- und Brühenwürze.
Bereits kleine Mengen können einem Gericht deutlich mehr Würze verleihen. Deshalb empfiehlt es sich, Liebstöckel zunächst eher sparsam einzusetzen.
Zu welchen Gerichten passt Liebstöckel?
Liebstöckel eignet sich besonders für:
- Gemüsebrühe und Fleischbrühe
- Kartoffelsuppe
- Gemüsesuppe
- Erbsen- und Linsensuppe
- Bohneneintopf
- Kartoffelgerichte
- Eintöpfe und Schmorgerichte
- Gemüsepfannen
- Möhren- und Wurzelgemüse
- herzhafte Saucen
- Reisgerichte
- Fleischgerichte
- Geflügelgerichte
- Kräuterbutter und herzhafte Dips
Besonders gut eignet sich Liebstöckel überall dort, wo ein kräftiger, herzhafter Grundgeschmack gewünscht ist.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Liebstöckel?
Liebstöckel harmoniert besonders gut mit Petersilie, Majoran, Thymian, Lorbeer, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Muskat und Sellerie.
Für Suppen und Eintöpfe lässt sich Liebstöckel beispielsweise mit Petersilie, Lorbeer und schwarzem Pfeffer kombinieren. Bei Kartoffelgerichten passen Liebstöckel, Majoran, Muskat und Pfeffer besonders gut zusammen.
Frischer oder getrockneter Liebstöckel – was ist der Unterschied?
Frischer Liebstöckel besitzt ein intensives, frisches Kräuteraroma. Getrockneter Liebstöckel ist besonders praktisch für die Vorratshaltung und kann unabhängig von der Saison verwendet werden.
Durch die Trocknung wird das Aroma konzentriert und verändert sich etwas. Frischer und getrockneter Liebstöckel sollten deshalb nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man Liebstöckel?
Liebstöckel besitzt ein sehr kräftiges Aroma. Deshalb gilt: Lieber zunächst wenig verwenden und anschließend nachwürzen.
Bei Suppen, Brühen und Eintöpfen kann getrockneter Liebstöckel bereits während des Kochens hinzugegeben werden. Dadurch hat das Kraut ausreichend Zeit, sein Aroma an das Gericht abzugeben.
Bei Saucen, Gemüse- oder Kartoffelgerichten kann Liebstöckel ebenfalls direkt während der Zubereitung verwendet werden. Eine kleine zusätzliche Menge gegen Ende der Garzeit sorgt bei Bedarf für eine deutlichere Kräuternote.
Ist Liebstöckel dasselbe wie Maggi?
Nein. Liebstöckel wird zwar häufig als Maggikraut bezeichnet, ist aber eine eigenständige Pflanze.
Der Name entstand aufgrund der geschmacklichen Ähnlichkeit mit kräftiger Suppenwürze. Liebstöckel kann deshalb hervorragend eingesetzt werden, um Suppen, Brühen und Eintöpfen auf natürliche Weise eine intensive Kräuterwürze zu verleihen.
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Für eine kräftige Kartoffelsuppe Liebstöckel mit Majoran, schwarzem Pfeffer und etwas Muskat kombinieren.
Bei Gemüsebrühen und Eintöpfen harmoniert Liebstöckel hervorragend mit Petersilie, Lorbeer, Pfeffer und Wurzelgemüse. Aufgrund seines intensiven Aromas zunächst sparsam dosieren – häufig reicht bereits eine kleine Menge aus, um dem gesamten Gericht eine deutlich würzigere Note zu verleihen.
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Lorbeerblätter
Was sind Lorbeerblätter?
Lorbeerblätter stammen vom Echten Lorbeer (Laurus nobilis), einem immergrünen Strauch beziehungsweise Baum aus der Familie der Lorbeergewächse. Die getrockneten Blätter gehören zu den klassischen Gewürzen der mediterranen und europäischen Küche.
Lorbeer wird meist nicht mitgegessen, sondern während der Zubereitung mitgekocht. Ganze Blätter geben ihr Aroma langsam an das Gericht ab und werden vor dem Servieren wieder entfernt.
Wie schmecken Lorbeerblätter?
Lorbeer besitzt einen kräftigen, würzig-herben und leicht bitteren Geschmack mit balsamischen und leicht harzigen Noten.
Das Aroma entwickelt sich besonders gut bei längeren Garzeiten. Deshalb eignet sich Lorbeer hervorragend für Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte.
Zu welchen Gerichten passen Lorbeerblätter?
Lorbeer eignet sich besonders für:
- Rindergulasch und Rinderragout
- Sauerbraten
- Wildgulasch und Wildbraten
- Schmorgerichte
- Suppen und Brühen
- Linsen- und Bohneneintöpfe
- Sauerkraut
- Rotkohl
- Tomatensaucen
- Fischgerichte
- Pilzgerichte
- Marinaden und Beizen
- eingelegte Gurken und Gemüse
- kräftige Saucen
Besonders bei Schmorgerichten, Gulasch, Wild, Suppen und Eintöpfen kann Lorbeer während der längeren Garzeit sein charakteristisches Aroma entfalten.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Lorbeer?
Lorbeer harmoniert besonders gut mit Wacholder, schwarzem Pfeffer, Piment, Nelken, Thymian, Rosmarin, Majoran und Knoblauch.
Für Wild- und Schmorgerichte eignen sich beispielsweise Lorbeer, Wacholder, Pfeffer und Piment. Bei mediterranen Gerichten lässt sich Lorbeer hervorragend mit Thymian, Rosmarin und Knoblauch kombinieren.
Ganze oder gemahlene Lorbeerblätter – was ist der Unterschied?
Ganze Lorbeerblätter eignen sich besonders zum Mitkochen. Sie geben ihr Aroma langsam an Suppen, Saucen und Schmorgerichte ab und können anschließend einfach wieder entfernt werden.
Gemahlener Lorbeer verteilt sich dagegen direkt im gesamten Gericht und wird nicht wieder entfernt. Dadurch eignet er sich beispielsweise für Gewürzmischungen, Marinaden, Saucen, Gulasch und andere kräftige Gerichte.
Da gemahlener Lorbeer sehr intensiv ist, sollte er besonders sparsam dosiert werden.
Wie dosiert und verwendet man Lorbeerblätter?
Für einen Topf Suppe, Eintopf oder ein Schmorgericht reichen häufig bereits ein bis zwei ganze Lorbeerblätter, abhängig von Menge, Garzeit und gewünschter Intensität.
Ganze Blätter werden während der Zubereitung mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt.
Gemahlenen Lorbeer zunächst nur in kleinen Mengen verwenden und bei Bedarf nachwürzen. Durch die feine Verteilung ist sein Geschmack unmittelbar im gesamten Gericht vorhanden.
Warum sollte man ganze Lorbeerblätter vor dem Essen entfernen?
Getrocknete Lorbeerblätter bleiben auch nach längerem Kochen relativ fest und können scharfkantige Bestandteile besitzen. Ganze Blätter werden deshalb zum Aromatisieren mitgekocht und vor dem Servieren wieder aus dem Gericht genommen.
Wer Lorbeer vollständig im Gericht belassen möchte, kann stattdessen fein gemahlenen Lorbeer verwenden.
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Für ein kräftiges Rinderragout Lorbeer mit Wacholderbeeren und schwarzem Pfeffer kombinieren und während der gesamten Schmorzeit mitgaren. Die ganzen Lorbeerblätter anschließend vor dem Servieren entfernen.
Auch beim Einlegen von Gurken und anderem Gemüse gehört Lorbeer zu den klassischen Gewürzen und lässt sich hervorragend mit Senfsaat, Dill, Pfeffer und Piment kombinieren.
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Majoran
Was ist Majoran?
Majoran (Origanum majorana) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler und eng mit Oregano verwandt. Das Kraut gehört zu den Klassikern der deutschen, österreichischen und mitteleuropäischen Küche und wird besonders für herzhafte und deftige Gerichte verwendet.
Getrockneter Majoran lässt sich vielseitig einsetzen und eignet sich besonders für Kartoffeln, Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte und Wurstspezialitäten.
Wie schmeckt Majoran?
Majoran besitzt einen würzigen, warmen und leicht süßlichen Geschmack mit fein-herben Kräuternoten. Sein Aroma ist meist milder und etwas süßlicher als das des verwandten Oreganos.
Durch seinen herzhaften Charakter eignet sich Majoran besonders gut für kräftige Hausmannskost, ohne andere Zutaten unnötig zu überdecken.
Zu welchen Gerichten passt Majoran?
Majoran eignet sich besonders für:
- Kartoffelsuppe
- Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Erbsen-, Linsen- und Bohneneintöpfe
- Gulasch
- Schweinebraten
- Hackfleischgerichte
- Frikadellen
- Lebergerichte
- Wurstgerichte und Bratwurst
- Pilzgerichte
- Kohlgerichte
- Gemüsepfannen
- herzhafte Saucen
- Füllungen für Fleisch und Geflügel
Ein Klassiker ist die Kombination aus Majoran und Kartoffeln. Besonders Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln und deftige Eintöpfe erhalten durch Majoran ihren charakteristischen herzhaft-würzigen Geschmack.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Majoran?
Majoran harmoniert besonders gut mit Thymian, Lorbeer, Kümmel, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Muskat, Wacholder und Petersilie.
Für Kartoffelgerichte eignen sich beispielsweise Majoran, Muskat, Pfeffer und Knoblauch. Bei Gulasch und Schmorgerichten lässt sich Majoran hervorragend mit Lorbeer, Pfeffer und etwas Kümmel kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen Majoran und Oregano?
Majoran und Oregano sind eng miteinander verwandt, besitzen aber unterschiedliche Aromaprofile.
Majoran schmeckt milder, wärmer und leicht süßlich, während Oregano meist kräftiger, herber und intensiver wirkt. Deshalb wird Majoran besonders häufig für Kartoffelgerichte, Suppen, Eintöpfe und traditionelle Fleischgerichte verwendet.
Oregano ist dagegen vor allem aus der mediterranen Küche bekannt und ein Klassiker für Pizza, Tomatensaucen und Pasta.
Obwohl beide Kräuter in manchen Rezepten gegeneinander ausgetauscht werden können, entsteht dadurch ein deutlich anderes Geschmacksprofil.
Frischer oder getrockneter Majoran – was ist der Unterschied?
Frischer Majoran besitzt ein feines und frisches Kräuteraroma. Getrockneter Majoran schmeckt konzentrierter und lässt sich unabhängig von der Saison unkompliziert bevorraten und verwenden.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Majoran sollten deshalb nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Wie dosiert und verwendet man Majoran?
Getrockneten Majoran zunächst sparsam dosieren und anschließend nach Geschmack ergänzen. Vor der Verwendung kann das Kraut leicht zwischen den Fingern zerrieben werden, damit sich sein Aroma besser entfaltet.
Bei Suppen, Eintöpfen und Schmorgerichten kann Majoran während der Zubereitung hinzugegeben werden. Soll sein Kräuteraroma stärker im Vordergrund stehen, kann zusätzlich eine kleine Menge gegen Ende der Garzeit verwendet werden.
Bei Bratkartoffeln oder Gemüse empfiehlt es sich, Majoran nicht von Beginn an sehr hoher Hitze auszusetzen, sondern ihn eher gegen Ende der Zubereitung hinzuzugeben.
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Für eine klassische Kartoffelsuppe Majoran mit schwarzem Pfeffer, Muskat und etwas Knoblauch kombinieren. Einen Teil des Majorans während des Kochens hinzugeben und kurz vor dem Servieren noch einmal abschmecken.
Für Bratkartoffeln Majoran erst gegen Ende der Bratzeit hinzufügen. So wird das Kraut nicht unnötig stark erhitzt und sein charakteristisches Aroma bleibt besser erhalten.
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Minze
Was ist Minze?
Minze gehört zur Gattung Mentha und zur Familie der Lippenblütler. Die verschiedenen Minzarten werden weltweit als Küchenkräuter verwendet und sind besonders für ihr charakteristisches frisches Aroma bekannt.
Getrocknete Minze ist vielseitig einsetzbar und spielt insbesondere in der orientalischen, nordafrikanischen, mediterranen und asiatischen Küche eine wichtige Rolle. Sie eignet sich sowohl für herzhafte Gerichte als auch für Desserts und Getränke.
Wie schmeckt Minze?
Minze besitzt einen frischen, aromatischen und leicht süßlichen Geschmack mit einer charakteristischen kühlenden Aromatik. Die genaue Intensität hängt von der verwendeten Minzart ab.
Getrocknete Minze unterscheidet sich geschmacklich von frischer Minze und besitzt ein konzentriertes, würziges Kräuteraroma.
Zu welchen Gerichten passt Minze?
Minze eignet sich besonders für:
- Couscous und Bulgur
- Taboulé
- orientalische Reisgerichte
- Falafel
- Lammgerichte
- Hackfleischgerichte
- orientalische Gemüsegerichte
- Auberginen und Zucchini
- Joghurt-Dips
- Kräuterquark
- Salate und Dressings
- Gurkensalat
- Suppen
- Chutneys
- Desserts
- Obstsalat
- Joghurt- und Quarkspeisen
- Tee und andere Getränke
Besonders gut passt Minze zu Joghurt, Gurke, Lamm, Couscous und orientalischen Gemüsegerichten. Auch Desserts mit Schokolade oder Früchten lassen sich mit einer feinen Minznote ergänzen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Minze?
Minze harmoniert besonders gut mit Petersilie, Koriander, Cumin (Kreuzkümmel), Chili, Knoblauch und schwarzem Pfeffer.
Für orientalische Gerichte eignen sich beispielsweise Minze, Petersilie, Cumin und Koriander. In Joghurt-Dips lässt sie sich hervorragend mit Knoblauch und Pfeffer kombinieren.
Bei süßen Speisen harmoniert Minze besonders gut mit Vanille, Zimt und Kakao sowie mit Zitrusfrüchten.
Frische oder getrocknete Minze – was ist der Unterschied?
Frische Minze besitzt ein besonders frisches, lebendiges und je nach Sorte deutlich kühlendes Aroma. Getrocknete Minze schmeckt konzentrierter und kräuteriger und lässt sich unabhängig von der Saison unkompliziert bevorraten.
Beide Varianten können zum Kochen und Würzen verwendet werden, sind geschmacklich jedoch nicht vollkommen identisch und sollten in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Wie dosiert und verwendet man getrocknete Minze?
Getrocknete Minze besitzt ein konzentriertes Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Für Joghurt-Dips, Kräuterquark, Salate und kalte Saucen kann die Minze direkt eingerührt werden. Anschließend die Speise etwas ziehen lassen, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilt.
Bei warmen Gerichten kann Minze gegen Ende der Zubereitung hinzugegeben werden, wenn ihre charakteristische Kräuternote deutlich erhalten bleiben soll.
Für einen Minzaufguss kann getrocknete Minze mit heißem Wasser übergossen und anschließend einige Minuten ziehen gelassen werden.
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Für einen schnellen orientalischen Minz-Joghurt getrocknete Minze mit Joghurt, etwas Knoblauch, Salz, schwarzem Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft verrühren und vor dem Servieren etwas ziehen lassen. Der Dip passt hervorragend zu Falafel, Grillgemüse, Lamm, Ofenkartoffeln oder Fladenbrot.
Für Couscous oder Bulgur lässt sich Minze besonders gut mit Petersilie, Cumin, Koriander und einer frischen Zitronennote kombinieren.
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Muskatnuss & Muskatblüte (Macis)
Was sind Muskatnuss und Muskatblüte?
Muskatnuss und Muskatblüte stammen beide vom Muskatnussbaum (Myristica fragrans), sind jedoch zwei unterschiedliche Gewürze derselben Frucht.
Die Muskatnuss ist der getrocknete Samenkern. Die sogenannte Muskatblüte, auch Macis genannt, ist dagegen der getrocknete Samenmantel, der den Samenkern ursprünglich umgibt. Trotz ihres Namens handelt es sich bei Muskatblüte also nicht um eine Blüte.
Beide Gewürze sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für herzhafte Gerichte als auch für ausgewählte Süßspeisen und Backwaren.
Wie schmeckt Muskatnuss?
Muskatnuss besitzt einen intensiven, warm-würzigen und leicht süßlichen Geschmack mit charakteristischen ätherischen und leicht herben Noten.
Frisch geriebene Muskatnuss entwickelt ein besonders kräftiges Aroma und eignet sich hervorragend zum direkten Abschmecken von Kartoffel-, Gemüse- und Eiergerichten.
Wie schmeckt Muskatblüte (Macis)?
Macis besitzt ebenfalls eine warme Muskat-Aromatik, schmeckt jedoch feiner, milder und etwas blumiger. Hinzu kommen leicht süßliche und elegante Würznoten.
Dadurch eignet sich Macis besonders gut für feine, cremige Gerichte und helle Saucen, aber auch für Gebäck und Desserts.
Zu welchen Gerichten passen Muskatnuss und Macis?
Muskatnuss eignet sich besonders für:
- Kartoffelpüree
- Kartoffelgratin
- Spinat
- Blumenkohl und Kohlrabi
- Kürbisgerichte
- Gemüsecremesuppen
- Béchamelsauce und andere helle Saucen
- Käsegerichte und Aufläufe
- Eierspeisen
- Ragouts
- Fleischgerichte
- Milchreis
- Gebäck und Desserts
Macis eignet sich besonders für:
- Kartoffelpüree
- Gemüsecremesuppen
- helle Saucen
- Ragouts
- Spinat und Kohlrabi
- Kürbisgerichte
- Geflügel und helles Fleisch
- Fischgerichte
- Pasteten
- Wurstwaren
- Gebäck
- Milch- und Cremedesserts
Besonders klassisch ist Muskat zu Kartoffelpüree und Spinat. Macis eignet sich dagegen hervorragend, wenn eine etwas feinere und mildere Muskatnote gewünscht ist.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Muskatnuss und Macis?
Muskat harmoniert besonders gut mit schwarzem und weißem Pfeffer, Lorbeer, Majoran, Thymian, Petersilie, Knoblauch und Nelken.
Für süße Gerichte lässt sich Muskat außerdem hervorragend mit Zimt, Kardamom, Vanille und Ingwer kombinieren.
Macis harmoniert aufgrund seines feineren Aromas ebenfalls sehr gut mit Pfeffer, Lorbeer und feinen Kräutern sowie bei süßen Speisen mit Zimt und Vanille.
Ganze oder gemahlene Muskatnuss – was ist der Unterschied?
Ganze Muskatnüsse werden unmittelbar vor der Verwendung mit einer Muskatreibe fein gerieben. Dadurch erhält man ein besonders frisches und intensives Muskataroma und kann die benötigte Menge direkt über dem Gericht dosieren.
Gemahlene Muskatnuss ist dagegen sofort einsatzbereit und besonders praktisch, wenn das Gewürz schnell und gleichmäßig verteilt werden soll.
Da Muskat sehr intensiv schmeckt, sollten beide Varianten sparsam verwendet werden.
Macis ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Ganze Muskatblüte eignet sich besonders zum Mitkochen und Aromatisieren von Suppen, Saucen, Brühen und Schmorgerichten. Die ganzen Stücke können anschließend wieder aus dem Gericht entfernt oder vor der Verwendung im Mörser zerkleinert werden.
Gemahlene Macis ist sofort einsatzbereit und verteilt sich besonders gleichmäßig in Kartoffelgerichten, Suppen, Saucen, Gemüse, Backwaren und Gewürzmischungen.
Wie dosiert und verwendet man Muskat und Macis?
Muskatnuss besitzt ein sehr intensives Aroma. Deshalb gilt: sparsam beginnen und anschließend nach Geschmack nachwürzen.
Ganze Muskatnuss am besten erst unmittelbar vor der Verwendung frisch über das Gericht reiben. Häufig genügt bereits eine kleine Menge.
Gemahlene Muskatnuss lässt sich direkt während der Zubereitung oder zum abschließenden Würzen verwenden.
Macis sollte ebenfalls zurückhaltend dosiert werden. Ganze Muskatblüte kann mitgekocht und vor dem Servieren entfernt werden, während gemahlene Macis direkt in das Gericht eingerührt werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen Muskatnuss und Muskatblüte?
Beide Gewürze stammen vom selben Baum, unterscheiden sich aber durch den verwendeten Pflanzenteil und ihr Aromaprofil.
Muskatnuss ist der Samenkern und schmeckt kräftig, warm und intensiv würzig.
Muskatblüte beziehungsweise Macis ist der getrocknete Samenmantel und besitzt ein feineres, milderes und leicht blumiges Aroma.
Sie können sich in vielen Gerichten ergänzen oder alternativ eingesetzt werden, schmecken jedoch nicht vollkommen identisch.
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Für klassisches Kartoffelpüree frisch geriebene Muskatnuss mit etwas schwarzem oder weißem Pfeffer kombinieren. Muskat erst zum Ende der Zubereitung hinzugeben und vorsichtig abschmecken.
Für eine besonders feine Gemüsecremesuppe eignet sich Macis hervorragend. Ganze Muskatblüte während des Kochens mitziehen lassen und anschließend entfernen – oder gemahlene Macis sparsam direkt in die Suppe geben.
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Nelken
Was sind Nelken?
Nelken, genauer Gewürznelken, sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum). Sie gehören zu den besonders aromatischen Gewürzen und werden sowohl in herzhaften Gerichten als auch in Gebäck, Desserts und Heißgetränken verwendet.
Typisch sind die kleinen, dunkelbraunen, nagelförmigen Knospen. Nelken können ganz verwendet oder zu einem feinen Pulver gemahlen werden.
Wie schmecken Nelken?
Nelken besitzen einen intensiven, warm-würzigen, leicht süßlichen und zugleich etwas scharfen Geschmack. Ihr charakteristisches Aroma ist bereits in sehr kleinen Mengen deutlich wahrnehmbar.
Da Nelken andere Aromen schnell überdecken können, sollten sie besonders sparsam dosiert werden.
Zu welchen Gerichten passen Nelken?
Nelken eignen sich besonders für:
- Rotkohl und Blaukraut
- Sauerbraten
- Wildgerichte
- Rinderschmorgerichte
- kräftige Saucen
- Marinaden und Beizen
- Suppen und Brühen
- eingelegtes Gemüse
- Chutneys
- Currys und Masalas
- Lebkuchen
- Spekulatius
- Weihnachtsgebäck
- Apfelkompott und Bratapfel
- Pflaumen- und Birnengerichte
- Milchreis
- Glühwein und Punsch
- Chai und andere Gewürzgetränke
Besonders klassisch ist die Kombination von Nelken mit Rotkohl, Wild und Sauerbraten. In der süßen Küche passen sie hervorragend zu Apfel, Birne und winterlichem Gebäck.
Welche Gewürze passen zu Nelken?
Nelken harmonieren besonders gut mit Zimt, Kardamom, Muskat, Macis, Ingwer, Piment, Sternanis, schwarzem Pfeffer und Lorbeer.
Für süße und winterliche Gerichte eignen sich beispielsweise Nelken, Zimt, Kardamom und Sternanis.
Bei herzhaften Schmor- und Wildgerichten lassen sich Nelken hervorragend mit Lorbeer, Wacholder, Piment und schwarzem Pfeffer kombinieren.
Ganze oder gemahlene Nelken – was ist der Unterschied?
Ganze Nelken eignen sich besonders zum Mitkochen und Aromatisieren. Sie können beispielsweise in Rotkohl, Schmorgerichten, Saucen, Kompott oder Heißgetränken mitziehen und anschließend wieder entfernt werden.
Gemahlene Nelken verteilen sich dagegen unmittelbar im gesamten Gericht und eignen sich besonders für Gebäck, Desserts, Gewürzmischungen, Currys und Speisen, bei denen keine ganzen Nelken enthalten sein sollen.
Da gemahlene Nelken sehr intensiv sind, sollte das Pulver besonders vorsichtig dosiert werden.
Wie dosiert und verwendet man Nelken?
Bei Nelken gilt besonders: Weniger ist mehr.
Für einen Topf Rotkohl, Kompott oder ein Schmorgericht reichen häufig bereits wenige ganze Nelken aus. Die genaue Menge hängt von der Größe des Gerichts und der gewünschten Intensität ab.
Ganze Nelken können während der Zubereitung mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt werden.
Gemahlene Nelken zunächst nur in kleinen Mengen hinzugeben und anschließend abschmecken. Eine zu hohe Dosierung kann andere Gewürze und Zutaten schnell überdecken.
Warum steckt man Nelken in eine Zwiebel?
Eine klassische Küchentechnik besteht darin, ganze Nelken in eine geschälte oder halbierte Zwiebel zu stecken und diese anschließend in Brühen, Suppen oder Saucen mitzugaren.
Das hat einen praktischen Vorteil: Die Nelken geben während des Kochens ihr Aroma ab, lassen sich anschließend aber zusammen mit der Zwiebel einfach wieder aus dem Gericht entfernen.
Zusammen mit einem Lorbeerblatt entsteht daraus eine klassische Würzbasis für verschiedene Brühen und Saucen.
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Für aromatischen Rotkohl Nelken mit Lorbeer, etwas Zimt und schwarzem Pfeffer kombinieren. Ganze Nelken während der Zubereitung mitkochen und vor dem Servieren wieder entfernen.
Für Bratapfel oder Apfelkompott passen Nelken hervorragend zu Zimt, Vanille und einer kleinen Menge Kardamom. Aufgrund des intensiven Nelkenaromas zunächst sehr sparsam dosieren.
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Orangenschale
Was ist Orangenschale?
Orangenschale wird aus der äußeren Schale der Orange (Citrus sinensis) gewonnen. Besonders die farbige äußere Schicht enthält die charakteristischen ätherischen Öle, die für das intensive Orangenaroma verantwortlich sind.
Getrocknete Orangenschale ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte. Sie bringt eine fruchtige Zitrusnote in Gebäck, Desserts, Saucen, Marinaden, Gewürzmischungen und Getränke.
Wie schmeckt Orangenschale?
Orangenschale besitzt einen fruchtigen, frisch-zitrusartigen und leicht süßlichen Geschmack. Gleichzeitig können feine herb-bittere Noten wahrnehmbar sein, die typisch für Zitrusschalen sind.
Das Aroma ist deutlich konzentrierter als das von Orangensaft und eignet sich deshalb besonders gut, wenn ein Gericht eine intensive Orangennote erhalten soll, ohne zusätzliche Flüssigkeit hinzuzufügen.
Zu welchen Gerichten passt Orangenschale?
Orangenschale eignet sich besonders für:
- Kuchen und Gebäck
- Kekse und Plätzchen
- Stollen und Früchtebrot
- Muffins
- Desserts und Cremes
- Schokoladendesserts
- Pudding und Milchreis
- Fruchtkompott
- Marmeladen und Konfitüren
- Müsli und Porridge
- Ente und Geflügel
- Wildgerichte
- Schweinefleisch
- orientalische Gerichte
- Currys
- Chutneys
- Marinaden und Saucen
- Tee und andere Heißgetränke
Besonders harmonisch ist die Kombination von Orange und Schokolade. Auch zu Ente, Wild und kräftigen Saucen kann Orangenschale einen interessanten fruchtigen Kontrast setzen.
Welche Gewürze passen zu Orangenschale?
Orangenschale harmoniert besonders gut mit Zimt, Vanille, Kardamom, Nelken, Sternanis, Ingwer und Muskat.
Für Gebäck und Desserts eignen sich beispielsweise Orangenschale, Vanille und Zimt. Für winterliche Gewürzmischungen lässt sie sich hervorragend mit Zimt, Nelken, Kardamom und Sternanis kombinieren.
Bei herzhaften Gerichten passen Orangenschale, schwarzer Pfeffer, Ingwer und Chili besonders gut zu Geflügel oder asiatisch inspirierten Saucen.
Getrocknete oder frische Orangenschale – was ist der Unterschied?
Frisch abgeriebene Orangenschale besitzt ein besonders frisches und intensives Zitrusaroma. Getrocknete Orangenschale ist dagegen lange lagerfähig, jederzeit verfügbar und lässt sich unkompliziert dosieren.
Durch die Trocknung verändert und konzentriert sich das Aromaprofil. Frische und getrocknete Orangenschale sollten deshalb in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man getrocknete Orangenschale?
Getrocknete Orangenschale besitzt ein konzentriertes Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Bei Kuchen, Keksen und anderen Backwaren kann die Orangenschale direkt in den Teig gegeben werden.
In Saucen, Currys, Chutneys und Schmorgerichten kann sie während der Zubereitung mitziehen und dabei Flüssigkeit aufnehmen.
Für Desserts, Cremes oder Getränke kann Orangenschale auch zunächst in einer Flüssigkeit ziehen. Je nach gewünschter Konsistenz kann sie anschließend im Gericht verbleiben oder wieder entfernt werden.
Kann Orangenschale auch für herzhafte Gerichte verwendet werden?
Ja. Orangenschale eignet sich nicht nur für Süßspeisen und Gebäck. Ihre fruchtige Zitrusnote kann besonders gut Geflügel, Ente, Wild, Saucen, Marinaden, Chutneys und verschiedene orientalische oder asiatisch inspirierte Gerichte ergänzen.
Dabei sollte Orangenschale eher als aromatischer Akzent eingesetzt werden, damit die Zitrusnote die übrigen Zutaten nicht überdeckt.
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Für einen einfachen winterlichen Gewürztee Orangenschale mit Zimt, Kardamom, Nelken und Sternanis kombinieren und mit heißem Wasser aufgießen.
Beim Backen passt Orangenschale hervorragend zu Vanille, Zimt und Schokolade. Bereits eine kleine Menge kann Kuchen, Keksen oder Desserts eine deutlich wahrnehmbare fruchtige Zitrusnote verleihen.
Für herzhafte Gerichte Orangenschale mit Ingwer, schwarzem Pfeffer und etwas Chili kombinieren – besonders interessant für Geflügel und asiatisch inspirierte Marinaden.
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Oregano
Was ist Oregano?
Oregano (Origanum vulgare) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler und eng mit Majoran verwandt. Das Kraut gehört zu den bekanntesten Gewürzen der mediterranen Küche und ist insbesondere aus italienischen und griechischen Gerichten bekannt.
Getrockneter Oregano besitzt ein kräftiges Aroma und eignet sich hervorragend für Pizza, Pasta, Tomatensaucen, Fleisch, Gemüse und mediterrane Gerichte.
Wie schmeckt Oregano?
Oregano besitzt einen kräftigen, herb-würzigen und aromatischen Geschmack mit leicht bitteren und warmen Kräuternoten.
Im Vergleich zu Majoran schmeckt Oregano meist intensiver und herber. Gerade bei Tomatengerichten kann sich sein kräftiges Aroma besonders gut entfalten.
Zu welchen Gerichten passt Oregano?
Oregano eignet sich besonders für:
- Pizza
- Pasta und Nudelgerichte
- Tomatensaucen
- Lasagne
- Bolognese
- Bruschetta
- mediterrane Gemüsegerichte
- Ratatouille
- Zucchini und Auberginen
- Ofengemüse
- Kartoffelgerichte
- griechischen Salat
- Feta und andere Käsegerichte
- Gyros
- Hackfleischgerichte
- Hähnchen und Geflügel
- Lammgerichte
- Grillfleisch
- Marinaden
- mediterrane Suppen und Eintöpfe
Besonders klassisch ist die Kombination von Oregano mit Tomaten, Knoblauch und Olivenöl. Dadurch eignet sich das Kraut hervorragend für Pizza, Pasta und mediterrane Saucen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Oregano?
Oregano harmoniert besonders gut mit Basilikum, Thymian, Rosmarin, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Paprika, Chili und Petersilie.
Für italienische Gerichte eignen sich beispielsweise Oregano, Basilikum und Knoblauch. Für Grillfleisch und mediterranes Gemüse lässt sich Oregano hervorragend mit Thymian, Rosmarin, schwarzem Pfeffer und Knoblauch kombinieren.
Auch mit Chili harmoniert Oregano sehr gut und eignet sich dadurch beispielsweise für pikante Tomatensaucen oder Tex-Mex-Gerichte.
Was ist der Unterschied zwischen Oregano und Majoran?
Oregano und Majoran sind miteinander verwandt, besitzen jedoch unterschiedliche Aromaprofile.
Oregano schmeckt kräftiger, herber und intensiver und ist besonders typisch für die mediterrane Küche.
Majoran besitzt dagegen ein milderes, wärmeres und leicht süßliches Aroma und wird traditionell häufig für Kartoffelgerichte, Suppen, Eintöpfe und deftige Fleischgerichte verwendet.
Obwohl sich beide Kräuter in einigen Rezepten austauschen lassen, verändert sich dadurch der charakteristische Geschmack des Gerichts.
Frischer oder getrockneter Oregano – was ist der Unterschied?
Frischer Oregano besitzt ein frisches und kräuteriges Aroma. Getrockneter Oregano entwickelt dagegen ein kräftiges und konzentriertes Würzaroma und gehört zu den Kräutern, die sich hervorragend in getrockneter Form verwenden lassen.
Getrockneter Oregano ist zudem unkompliziert zu lagern und jederzeit einsatzbereit.
Frischer und getrockneter Oregano sollten aufgrund der unterschiedlichen Aromaintensität nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man Oregano?
Getrockneten Oregano zunächst nach Geschmack dosieren und bei Bedarf ergänzen.
Vor der Verwendung kann Oregano leicht zwischen den Fingern zerrieben werden. Dadurch werden die getrockneten Blätter etwas aufgebrochen und das Aroma kann sich besser entfalten.
Bei Tomatensaucen, Suppen und Schmorgerichten kann Oregano während der Zubereitung hinzugegeben werden und mitziehen.
Auf Pizza, Feta oder anderen Gerichten kann Oregano auch direkt vor oder nach der Zubereitung verwendet werden.
Warum passt Oregano so gut zu Pizza und Tomatensauce?
Das kräftige, herb-würzige Aroma von Oregano bildet einen charakteristischen Kontrast zur fruchtigen und leicht süßlichen Aromatik von Tomaten.
Zusammen mit Knoblauch, Basilikum, schwarzem Pfeffer und Olivenöl entsteht das typische mediterrane Geschmacksprofil, das insbesondere mit Pizza und italienischen Tomatensaucen verbunden wird.
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Für eine schnelle mediterrane Tomatensauce Oregano mit Basilikum, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Mit passierten Tomaten, etwas Olivenöl und Salz entsteht daraus eine vielseitige Sauce für Pasta, Pizza oder Lasagne.
Für mediterranes Ofengemüse Oregano mit Thymian, Rosmarin, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Besonders gut passen dazu Zucchini, Auberginen, Paprika, Tomaten und Kartoffeln.
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Paprika – von mild und fruchtig bis scharf und rauchig
Was ist Paprika?
Paprika gehört zur Gattung Capsicum und damit zur Familie der Nachtschattengewächse. Für Paprikapulver werden geeignete Paprikafrüchte getrocknet und anschließend fein vermahlen. Je nach verwendeter Paprikasorte, Verarbeitung und Herstellung entstehen sehr unterschiedliche Geschmacksprofile – von mild und süßlich über fruchtig-würzig bis hin zu pikant, scharf oder intensiv rauchig.
Paprika gehört zu den vielseitigsten Gewürzen überhaupt und spielt unter anderem in der ungarischen, spanischen, serbischen, türkischen und mitteleuropäischen Küche eine wichtige Rolle.
Bei Gewürz-Express findest du verschiedene Paprikasorten sowie Paprika als Pulver, Granulat und Flocken.
Wie schmeckt Paprika?
Der Geschmack hängt stark von der jeweiligen Sorte und Verarbeitung ab:
Paprika edelsüß schmeckt mild, süßlich und typisch paprikafruchtig. Er ist ein vielseitiger Küchenklassiker für Gulasch, Eintöpfe, Saucen, Dips und zahlreiche Fleisch- und Gemüsegerichte.
Paprika spanisch Delikatess besitzt eine samtig-milde, ausgewogene Würze und eignet sich besonders für Tapas, Kartoffeln, Eierspeisen, Marinaden und Dips.
Paprika spanisch rosenscharf bringt zusätzlich eine angenehm pikante Schärfe mit und eignet sich hervorragend für kräftige Fleischgerichte, Eintöpfe, Gemüsepfannen und Marinaden.
Paprika rot süß „Vojvodina“ zeichnet sich durch ein mild-süßliches, fruchtiges Paprikaaroma und seine intensive rote Farbe aus. Er eignet sich besonders für Gulasch, Paprikahuhn, Reis, Gemüse und Saucen.
Geräucherter Paprika süß – Pimentón verbindet eine milde Paprikawürze mit einem ausgeprägten Raucharoma.
Geräucherter Paprika scharf – Pimentón kombiniert intensive Rauchnoten mit deutlicher Schärfe und eignet sich besonders für BBQ, Rubs und kräftige Gerichte.
Türkischer Paprika – Pul Biber bringt eine typisch würzige Paprikanote in türkische und orientalische Gerichte.
Daneben gibt es Paprika auch als Granulat und Flocken, wenn neben dem Geschmack eine gröbere Struktur im Gericht gewünscht ist.
Zu welchen Gerichten passt Paprika?
Paprika eignet sich besonders für:
- Gulasch und Paprikagulasch
- Paprikahuhn
- Schmorgerichte
- Braten
- Hackfleischgerichte
- Grillfleisch und BBQ
- Hähnchen und Geflügel
- Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln
- Gemüsepfannen
- Reisgerichte
- Suppen und Eintöpfe
- Tomatensaucen
- Pasta
- Paella
- Tapas
- Eierspeisen
- Marinaden und Rubs
- BBQ-Saucen
- Dips und Aufstriche
- Kräuterquark und Frischkäse
- orientalische und türkische Gerichte
Paprika ist damit ein echter Allrounder für Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Saucen und Grillgerichte.
Welche Paprikasorte eignet sich wofür?
Wenn du eine milde und vielseitige Paprikawürze suchst, eignet sich Paprika edelsüß besonders gut.
Für eine milde Paprikanote mit besonderem regionalem Charakter ist Paprika rot süß „Vojvodina“ eine interessante Alternative.
Paprika spanisch Delikatess eignet sich für eine milde, fein abgestimmte Würze, beispielsweise bei Tapas, Eierspeisen, Kartoffeln oder Dips.
Soll das Gericht zusätzlich pikant werden, ist Paprika spanisch rosenscharf die passendere Variante.
Für BBQ, Grillgerichte, Rubs und Gerichte mit Raucharoma eignet sich geräucherter Paprika besonders gut. Dabei kannst du zwischen einer süßen und einer scharfen Variante wählen.
Paprikaflocken und Paprikagranulat eignen sich dagegen besonders dann, wenn neben dem Paprikaaroma auch eine gröbere Struktur gewünscht ist.
Was ist der Unterschied zwischen Paprika edelsüß und rosenscharf?
Paprika edelsüß besitzt einen milden, süßlichen und aromatischen Geschmack und eignet sich hervorragend als universelles Paprikagewürz.
Paprika rosenscharf besitzt dagegen eine deutlich pikant-würzigere und schärfere Aromatik.
Beide Sorten können auch miteinander kombiniert werden. So lässt sich beispielsweise bei Gulasch die gewünschte Schärfe individuell bestimmen, ohne auf das typische Paprikaaroma zu verzichten.
Was ist geräucherter Paprika?
Geräucherter Paprika wird vor dem Vermahlen einem Räucherprozess unterzogen. Dadurch erhält er sein charakteristisches intensives Raucharoma.
Die bei Gewürz-Express angebotenen geräucherten Pimentón-Varianten stammen aus der spanischen Extremadura und werden über Eichenholz geräuchert. Es gibt sie sowohl süß als auch scharf.
Geräucherter Paprika eignet sich besonders für:
- BBQ und Grillgerichte
- Pulled Pork
- Rippchen
- Burger
- Grillgemüse
- Ofenkartoffeln
- Paella
- Eintöpfe
- Marinaden
- Rubs
- BBQ-Saucen
- Dips
Er ist außerdem hervorragend geeignet, wenn einem vegetarischen oder veganen Gericht eine kräftige Rauchnote verliehen werden soll.
Was ist der Unterschied zwischen Paprikapulver, Paprikagranulat und Paprikaflocken?
Paprikapulver ist fein gemahlen und verteilt sich besonders gleichmäßig im Gericht. Es eignet sich hervorragend für Saucen, Suppen, Gulasch, Marinaden, Rubs und Gewürzmischungen.
Paprikagranulat besitzt eine gröbere Struktur und sorgt neben dem Paprikaaroma auch für sichtbare Paprikabestandteile. Es eignet sich besonders für Gewürzmischungen, Marinaden, Eintöpfe, Gemüsegerichte und Dips.
Paprikaflocken sind deutlich gröber und eignen sich beispielsweise für Suppen, Eintöpfe, Gemüsegerichte, Reisgerichte oder eigene Gewürzmischungen. Bei Gewürz-Express sind rote Paprikaflocken mit einer Größe von etwa 9 × 9 mm erhältlich.
Welche Gewürze passen zu Paprika?
Paprika harmoniert besonders gut mit Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Chili, Cumin (Kreuzkümmel), Oregano, Majoran, Thymian, Rosmarin, Kümmel und Zwiebel.
Für Gulasch eignen sich beispielsweise Paprika, Kümmel, Majoran, Pfeffer und Knoblauch.
Für BBQ und Grillgerichte harmoniert Paprika besonders gut mit Knoblauch, Pfeffer, Chili und Cumin.
Für mediterrane Gemüsegerichte lässt sich Paprika hervorragend mit Oregano, Thymian, Rosmarin und Knoblauch kombinieren.
Wie verwendet und dosiert man Paprikapulver richtig?
Paprikapulver lässt sich grundsätzlich sehr einfach dosieren. Bei milden Varianten kann großzügiger gewürzt werden, während schärfere Sorten zunächst vorsichtig eingesetzt werden sollten.
Wichtig ist vor allem die Temperatur: Paprikapulver sollte nicht zu lange bei sehr hoher Hitze angeröstet werden.
Beim klassischen Gulasch kann beispielsweise zunächst das Fleisch beziehungsweise die Zwiebelbasis angebraten werden. Das Paprikapulver anschließend kurz bei reduzierter Hitze einrühren und danach mit Flüssigkeit ablöschen.
So lässt sich vermeiden, dass das Paprikapulver verbrennt und unangenehm bitter schmeckt.
Ist Paprika dasselbe wie Chili?
Nein. Paprika und Chili gehören zwar beide zur Gattung Capsicum, unterscheiden sich aber je nach Sorte erheblich in Geschmack und Schärfe.
Klassisches Paprikapulver wie Paprika edelsüß wird vor allem wegen seines milden, fruchtig-würzigen Aromas und seiner intensiven Farbe verwendet.
Chilipulver wird dagegen vor allem eingesetzt, wenn zusätzlich eine deutlich wahrnehmbare Schärfe gewünscht ist.
Die Übergänge können jedoch fließend sein: Auch Paprikasorten wie rosenscharfer Paprika oder scharf geräucherter Pimentón besitzen eine ausgeprägte Schärfe.
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Für klassisches Gulasch Paprika edelsüß mit etwas Paprika rosenscharf, Kümmel, Majoran, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. So lassen sich Paprikaaroma und Schärfe individuell aufeinander abstimmen.
Für BBQ-Gerichte eignet sich dagegen eine Kombination aus geräuchertem Paprika, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Cumin und etwas Chili.
Wer ein Gericht lediglich mit einer kräftigen Rauchnote verfeinern möchte, ohne zusätzliche Schärfe einzubringen, greift zum geräucherten Paprika süß.
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Petersilie
Was ist Petersilie?
Petersilie (Petroselinum crispum) ist eines der bekanntesten Küchenkräuter Europas und gehört zur Familie der Doldenblütler. Sie wird seit Jahrhunderten in der mediterranen und mitteleuropäischen Küche verwendet und gehört aufgrund ihrer Vielseitigkeit zur Grundausstattung vieler Küchen.
Getrocknete Petersilie lässt sich unabhängig von der Saison unkompliziert verwenden und eignet sich besonders für Kartoffeln, Suppen, Saucen, Gemüse, Fisch, Fleisch, Eierspeisen und Kräuterdips.
Wie schmeckt Petersilie?
Petersilie besitzt einen frisch-grünen, angenehm würzigen und leicht herben Geschmack. Ihr Aroma ist vergleichsweise ausgewogen, sodass sie viele Gerichte ergänzen kann, ohne andere Zutaten zu stark zu überdecken.
Gerade deshalb lässt sich Petersilie hervorragend mit zahlreichen anderen Kräutern und Gewürzen kombinieren.
Zu welchen Gerichten passt Petersilie?
Petersilie eignet sich besonders für:
- Salzkartoffeln und Petersilienkartoffeln
- Brat- und Ofenkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Suppen und Brühen
- Eintöpfe
- Gemüsegerichte
- Pilzgerichte
- Fisch und Meeresfrüchte
- Fleisch und Geflügel
- Frikadellen und Hackfleischgerichte
- Eierspeisen und Omelett
- Pasta
- Salate und Dressings
- Kräuterbutter
- Kräuterquark und Frischkäse
- Dips und Kräutersaucen
- Aufläufe
Besonders klassisch ist Petersilie zu Kartoffeln, Suppen, Gemüse und Fisch. Durch ihr ausgewogenes Kräuteraroma gehört sie außerdem zu den vielseitigsten Zutaten für selbst gemachte Kräutermischungen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Petersilie?
Petersilie harmoniert besonders gut mit Schnittlauch, Dill, Kerbel, Estragon, Basilikum, Thymian, Knoblauch sowie schwarzem und weißem Pfeffer.
Für Kräuterquark oder Kräuterbutter lässt sich Petersilie hervorragend mit Schnittlauch und Knoblauch kombinieren.
Zu Fisch passen beispielsweise Petersilie, Dill, Pfeffer und eine frische Zitronennote. Für mediterrane Gemüsegerichte lässt sie sich mit Basilikum, Thymian und Knoblauch kombinieren.
Frische oder getrocknete Petersilie – was ist der Unterschied?
Frische Petersilie besitzt ein besonders frisches und lebendiges Kräuteraroma. Getrocknete Petersilie ist dagegen länger haltbar, jederzeit verfügbar und lässt sich unkompliziert bevorraten und dosieren.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frische und getrocknete Petersilie schmecken deshalb nicht vollkommen identisch und sollten in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man getrocknete Petersilie?
Getrocknete Petersilie kann direkt in Suppen, Saucen, Gemüsegerichte, Dips oder andere Speisen gegeben werden.
Bei kalten Speisen wie Kräuterquark, Frischkäse, Kräuterbutter oder Dressings empfiehlt es sich, die Petersilie nach dem Einrühren etwas ziehen zu lassen. So kann sie Feuchtigkeit aufnehmen und ihr Aroma besser verteilen.
Bei warmen Speisen sollte Petersilie möglichst gegen Ende der Garzeit hinzugegeben werden, damit ihr Kräuteraroma möglichst gut erhalten bleibt.
Kann man getrocknete Petersilie für Kräuterbutter und Kräuterquark verwenden?
Ja. Getrocknete Petersilie eignet sich hervorragend für Kräuterbutter, Kräuterquark und verschiedene Dips.
Da die getrockneten Blätter zunächst Flüssigkeit aufnehmen, sollte die fertige Mischung vor dem Servieren etwas ziehen. Besonders gut lässt sich Petersilie dabei mit Schnittlauch, Knoblauch und Pfeffer kombinieren.
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Für einen schnellen Kräuterquark 250 g Quark mit etwa 1 EL Petersilie, Schnittlauch, etwas Knoblauch sowie Salz und Pfeffer verrühren. Anschließend kurz ziehen lassen. Der Kräuterquark passt hervorragend zu Pellkartoffeln, Ofenkartoffeln, Gemüse oder frischem Brot.
Auch bei Bratkartoffeln ist Petersilie eine hervorragende Ergänzung. Das Kraut am besten erst gegen Ende der Zubereitung hinzugeben, damit es nicht unnötig lange hoher Hitze ausgesetzt wird.
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Pfeffer – Sorten, Unterschiede, Geschmack und Verwendung
Was ist Pfeffer?
Echter Pfeffer stammt vom Pfefferstrauch (Piper nigrum), einer tropischen Kletterpflanze. Aus seinen Früchten entstehen je nach Reifegrad und Verarbeitung unter anderem grüner, schwarzer, roter und weißer Pfeffer.
Daneben werden in der Küche weitere Gewürze als „Pfeffer“ bezeichnet, die botanisch nicht zu Piper nigrum gehören. Dazu zählen beispielsweise Szechuan- beziehungsweise Timut-Pfeffer, Tasmanischer Bergpfeffer und rosa Pfefferbeeren.
Die Unterschiede sind erheblich: Pfeffer kann kräftig-scharf, warm, fruchtig, erdig, rauchig, zitronig oder sogar leicht süßlich schmecken. Deshalb lohnt es sich, die Pfeffersorte passend zum Gericht auszuwählen.
Wie schmeckt Pfeffer?
Klassischer schwarzer Pfeffer besitzt einen kräftigen, warm-würzigen und deutlich scharfen Geschmack. Verantwortlich für die typische Pfefferschärfe ist hauptsächlich der natürliche Inhaltsstoff Piperin.
Je nach Sorte, Herkunft, Reifegrad und Verarbeitung können jedoch sehr unterschiedliche Aromen entstehen.
Welche Pfeffersorte eignet sich wofür?
Schwarzer Pfeffer ist der vielseitige Klassiker. Er passt zu Fleisch, Gemüse, Pasta, Suppen, Eintöpfen, Saucen, Salaten und nahezu allen herzhaften Gerichten.
Schwarzer Hochland-Pfeffer aus Sri Lanka besitzt ein kräftiges, komplexes und leicht fruchtiges Aroma mit angenehmer Schärfe. Er eignet sich besonders für Fleisch, Fisch, Pfeffersaucen, Gemüse und Eintöpfe.
Tellicherry Pfeffer stammt aus Indien und besitzt ein besonders warmes, nussig-würziges Aroma mit tiefer, langanhaltender Schärfe. Er eignet sich hervorragend für Steak, Braten, Wild, dunkle Saucen und kräftige Gemüsegerichte. Auch zu Schokolade oder Erdbeeren kann er interessante Akzente setzen.
Weißer Hochland-Pfeffer aus Sri Lanka schmeckt fein, mild-scharf und leicht erdig. Er eignet sich besonders für helle Saucen, Fisch, Geflügel, Gemüse, cremige Suppen und Kartoffelgerichte.
Grüner Pfeffer wird aus unreifen Pfefferbeeren gewonnen. Er besitzt ein milderes, frisch-würziges und leicht grasiges Aroma und eignet sich besonders für Pfefferrahmsaucen, Steak, Wild und helle Saucen.
Roter Kampot Pfeffer wird aus vollreifen Pfefferbeeren gewonnen. Er besitzt ein warmes, vollmundiges und fruchtig-süßliches Aroma mit milder, langanhaltender Schärfe. Besonders gut passt er zu Steak, Wild, Fisch, dunklen Saucen und Ragouts.
Fermentierter Kampot Pfeffer besitzt eine weiche Konsistenz sowie einen intensiven, salzig-würzigen Geschmack. Er eignet sich besonders als Finish für Steak, Pasta, Risotto, Burrata, Käse oder Avocado und muss nicht gemahlen werden.
Geräucherter schwarzer Pfeffer kombiniert klassische Pfefferschärfe mit einer intensiven Rauchnote. Er eignet sich besonders für BBQ, Steak, Braten, Grillgemüse, Kartoffeln, Marinaden und Rubs.
Langer Pfeffer besitzt eine intensive, warme und komplexe Schärfe. Er eignet sich besonders für Schmorgerichte, Wild, kräftige Saucen und orientalisch oder asiatisch inspirierte Speisen.
Szechuan- beziehungsweise Timut-Pfeffer besitzt ein außergewöhnliches, deutlich zitroniges Aroma und erzeugt ein charakteristisches prickelndes beziehungsweise leicht betäubendes Mundgefühl. Botanisch handelt es sich nicht um klassischen Pfeffer. Er eignet sich besonders für asiatische Gerichte, Wokgemüse, Fisch und Meeresfrüchte.
Rosa Pfeffer besteht aus Schinusfrüchten und ist ebenfalls kein echter Pfeffer. Die Beeren schmecken fruchtig-süßlich und nur leicht pfeffrig. Sie eignen sich hervorragend für Fisch, Käse, Salate, helle Saucen und sogar Desserts.
Bunter Pfeffer kombiniert schwarzen, weißen und grünen Pfeffer mit rosa Schinusbeeren. Dadurch entsteht ein vielseitiges Aromaprofil von kräftiger Schärfe bis zu fruchtig-milden Noten. Er eignet sich hervorragend als universeller Mühlenpfeffer.
Tasmanischer Bergpfeffer ist ebenfalls kein klassischer Pfeffer. Er besitzt ein eigenständiges Aromaprofil und eignet sich besonders für die kreative und moderne Küche.
Zu welchen Gerichten passt Pfeffer?
Pfeffer eignet sich besonders für:
- Steak und Rindfleisch
- Schweinefleisch und Braten
- Wild
- Geflügel
- Fisch und Meeresfrüchte
- Pasta
- Kartoffelgerichte
- Gemüse und Grillgemüse
- Suppen und Eintöpfe
- Pfefferrahmsauce
- dunkle und helle Saucen
- Marinaden und Rubs
- Salate und Dressings
- Eierspeisen
- Käse
- Risotto
- Currys und asiatische Gerichte
- BBQ und Grillgerichte
Welche Variante am besten passt, hängt vom Gericht ab. Für ein Steak eignen sich beispielsweise Tellicherry, schwarzer Hochland-Pfeffer oder Kampot Pfeffer, während weißer Pfeffer hervorragend zu hellen Saucen und grüner Pfeffer zu klassischen Pfefferrahmsaucen passt.
Was ist der Unterschied zwischen schwarzem, weißem und grünem Pfeffer?
Schwarzer, weißer und grüner Pfeffer können vom gleichen Pfefferstrauch stammen. Die Unterschiede entstehen hauptsächlich durch Erntezeitpunkt und Verarbeitung.
Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und so verarbeitet, dass seine grüne Farbe und sein frisches Aroma möglichst erhalten bleiben.
Schwarzer Pfeffer wird ebenfalls noch nicht vollreif geerntet und anschließend getrocknet. Dabei entsteht die typische dunkle, runzelige Oberfläche.
Weißer Pfeffer wird aus reiferen Pfefferfrüchten gewonnen, bei denen die äußeren Fruchtbestandteile entfernt werden. Übrig bleibt der helle Samenkern.
Dadurch unterscheiden sich die Varianten deutlich in Aroma und Verwendung.
Was ist der Unterschied zwischen schwarzem Pfeffer und Tellicherry Pfeffer?
Tellicherry ist eine besondere Qualität schwarzen Pfeffers aus Indien. Die Pfefferbeeren werden vergleichsweise spät geerntet und besitzen dadurch ein besonders ausgeprägtes Aroma.
Tellicherry schmeckt warm, nussig-würzig und intensiv mit einer langanhaltenden Schärfe. Er eignet sich deshalb besonders zum frisch gemahlenen Würzen hochwertiger Fleischgerichte, Saucen und Gemüse.
Was ist Kampot Pfeffer?
Kampot Pfeffer stammt aus der Region Kampot in Kambodscha. Je nach Reifegrad und Verarbeitung entstehen unterschiedliche Varianten.
Der bei Gewürz-Express angebotene rote Kampot Pfeffer wird aus vollreifen Pfefferbeeren hergestellt und besitzt ein besonders fruchtiges, leicht süßliches Aroma.
Beim fermentierten Kampot Pfeffer werden frische Pfefferbeeren mit Meersalz fermentiert. Dadurch entstehen weiche Pfefferkörner mit einer intensiven, salzig-würzigen Aromatik.
Was ist der Unterschied zwischen echtem Pfeffer, rosa Pfeffer und Szechuan-Pfeffer?
Nicht alles, was als Pfeffer bezeichnet wird, ist botanisch echter Pfeffer.
Schwarzer, weißer, grüner und roter Pfeffer gehören zum Pfefferstrauch Piper nigrum.
Rosa Pfeffer sind dagegen Schinusfrüchte. Sie besitzen ein fruchtig-süßliches und mildes Aroma.
Szechuan- beziehungsweise Timut-Pfeffer gehört zur Gattung Zanthoxylum. Charakteristisch sind seine Zitrusnoten und das prickelnde Mundgefühl.
Die verschiedenen „Pfeffer“-Arten sind deshalb geschmacklich nicht einfach gegeneinander austauschbar.
Ganzer, gemahlener oder grob geschroteter Pfeffer – was eignet sich wofür?
Ganzer Pfeffer eignet sich besonders für die Pfeffermühle und zum frischen Mörsern. Durch das Zerkleinern unmittelbar vor der Verwendung werden die Aromastoffe frisch freigesetzt.
Gemahlener Pfeffer ist sofort einsatzbereit und verteilt sich besonders gleichmäßig im Gericht.
Grob geschroteter Pfeffer, beispielsweise mit etwa 1 mm Körnung, eignet sich hervorragend für Steak, BBQ-Rubs, Marinaden, Gewürzmischungen und Pfefferkrusten.
Wer Pfeffer häufig zum Nachwürzen verwendet, profitiert besonders von ganzen Pfefferkörnern und einer geeigneten Gewürzmühle.
Wann sollte Pfeffer beim Kochen hinzugegeben werden?
Das hängt von Gericht und gewünschtem Ergebnis ab.
Pfeffer kann bei Suppen, Eintöpfen und Schmorgerichten mitgekocht werden. Besonders hochwertige und aromatische Pfeffersorten entfalten ihre feinen Aromen jedoch häufig am besten, wenn sie frisch gemahlen oder gemörsert erst gegen Ende der Zubereitung oder direkt vor dem Servieren hinzugegeben werden.
Das gilt insbesondere für Spezialitäten wie Tellicherry oder roten Kampot Pfeffer.
Fermentierter Kampot Pfeffer eignet sich besonders als Finish und sollte nicht unnötig lange mitgekocht werden.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Pfeffer?
Pfeffer harmoniert unter anderem hervorragend mit Knoblauch, Paprika, Chili, Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran, Lorbeer, Wacholder, Cumin und Koriander.
Für Steak eignen sich schwarzer Pfeffer, Knoblauch und Rosmarin.
Für Wild harmonieren Pfeffer, Wacholder, Lorbeer und Thymian.
Für BBQ lassen sich schwarzer oder geräucherter Pfeffer hervorragend mit Paprika, Knoblauch, Chili und Cumin kombinieren.
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Für ein klassisches Pfeffersteak Tellicherry oder schwarzen Hochland-Pfeffer grob im Mörser zerstoßen. Dadurch entsteht eine gröbere Pfefferstruktur mit intensivem Aroma.
Für eine klassische Pfefferrahmsauce eignet sich dagegen grüner Pfeffer besonders gut.
Wer BBQ-Gerichten ohne Flüssigrauch eine zusätzliche Rauchnote verleihen möchte, kann geräucherten schwarzen Pfeffer verwenden.
Für Fisch oder asiatische Gerichte lohnt sich dagegen Szechuan- beziehungsweise Timut-Pfeffer mit seinem charakteristischen Zitrusaroma.
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→ Szechuan-/Timut-Pfeffer grob gemahlen
→ Probierset „Pfefferliebe“ – sechs Pfefferspezialitäten kennenlernen
Piment – Nelkenpfeffer
Was ist Piment?
Piment (Pimenta dioica) ist ein aromatisches Gewürz aus den getrockneten, unreif geernteten Früchten des Pimentbaums. Das Gewürz stammt ursprünglich aus Mittelamerika und der Karibik und ist besonders eng mit der jamaikanischen Küche verbunden.
Piment wird auch Nelkenpfeffer genannt. Im Englischen ist die Bezeichnung „Allspice“ verbreitet – ein Hinweis auf sein komplexes Aroma, das an mehrere bekannte Gewürze gleichzeitig erinnert.
Piment lässt sich sowohl für herzhafte Gerichte als auch für Gebäck, Desserts und Heißgetränke verwenden. Bei Gewürz-Express ist Piment sowohl ganz als auch gemahlen erhältlich.
Wie schmeckt Piment?
Piment besitzt einen kräftigen, warm-würzigen, leicht süßlichen und dezent scharfen Geschmack. Sein komplexes Aroma erinnert an eine Kombination aus Nelken, Zimt, Muskat und Pfeffer.
Dadurch gehört Piment zu den besonders vielseitigen Gewürzen und kann sowohl kräftige Fleischgerichte als auch süße Speisen aromatisch ergänzen.
Zu welchen Gerichten passt Piment?
Piment eignet sich besonders für:
- Wildgulasch und Wildbraten
- Rinderschmorgerichte
- Sauerbraten
- Gulasch
- kräftige Saucen
- Suppen und Eintöpfe
- Fleischmarinaden
- Hackfleischgerichte
- Currys
- Chutneys
- eingelegtes Gemüse
- Rotkohl
- Lebkuchen
- Spekulatius
- Weihnachtsgebäck
- Apfel- und Birnengerichte
- Glühwein und Punsch
- Chai und andere Gewürzgetränke
Besonders klassisch ist Piment bei Wild, Schmorgerichten und winterlichem Gebäck. Durch seine warme Aromatik lässt es sich aber wesentlich vielseitiger einsetzen.
Welche Gewürze passen zu Piment?
Piment harmoniert besonders gut mit Lorbeer, Wacholder, schwarzem Pfeffer, Nelken, Zimt, Muskat, Ingwer und Kardamom.
Für Wild- und Schmorgerichte eignen sich beispielsweise Piment, Wacholder, Lorbeer und schwarzer Pfeffer.
Für Gebäck und winterliche Süßspeisen lässt sich Piment hervorragend mit Zimt, Nelken, Muskat, Kardamom und Ingwer kombinieren.
Piment ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Ganzer Piment eignet sich besonders zum Mitkochen. Die Körner können Suppen, Saucen, Schmorgerichten, Marinaden oder eingelegtem Gemüse während der Zubereitung ihr Aroma verleihen und anschließend wieder entfernt werden.
Ganze Pimentkörner können außerdem unmittelbar vor der Verwendung im Mörser zerstoßen oder gemahlen werden.
Gemahlener Piment ist sofort einsatzbereit und verteilt sich gleichmäßig im gesamten Gericht. Er eignet sich besonders für Gewürzmischungen, Hackfleisch, Marinaden, Saucen, Gebäck und Desserts.
Da Piment sehr aromatisch ist, sollte insbesondere die gemahlene Variante zunächst sparsam dosiert werden.
Ist Piment dasselbe wie Pfeffer?
Nein. Obwohl Piment auch als Nelkenpfeffer bezeichnet wird und äußerlich an große Pfefferkörner erinnert, handelt es sich botanisch nicht um klassischen Pfeffer.
Echter schwarzer Pfeffer stammt von Piper nigrum. Piment stammt dagegen vom Pimentbaum Pimenta dioica.
Auch geschmacklich unterscheiden sich beide deutlich: Schwarzer Pfeffer zeichnet sich vor allem durch seine charakteristische Pfefferschärfe aus, während Piment ein komplexes, warmes Aroma besitzt, das an Nelke, Zimt, Muskat und Pfeffer erinnert.
Wie dosiert und verwendet man Piment?
Piment besitzt ein intensives Aroma. Deshalb gilt: zunächst sparsam würzen und anschließend nach Geschmack ergänzen.
Ganze Pimentkörner können bei Suppen, Eintöpfen, Saucen und Schmorgerichten während der gesamten Garzeit mitziehen. Vor dem Servieren sollten die ganzen Körner wieder entfernt werden.
Gemahlener Piment kann direkt zum Gericht gegeben werden. Besonders bei Gebäck, Desserts und Gewürzmischungen empfiehlt sich eine zurückhaltende Dosierung, damit das intensive Aroma die übrigen Zutaten nicht überdeckt.
Warum heißt Piment auch Allspice?
Die englische Bezeichnung Allspice entstand aufgrund des ungewöhnlich komplexen Aromas. Piment erinnert geschmacklich gleichzeitig an mehrere Gewürze – insbesondere an Nelken, Zimt, Muskat und Pfeffer.
Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Gewürzmischung. Piment ist ein eigenständiges Gewürz.
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Für ein kräftiges Wildgulasch einige ganze Pimentkörner zusammen mit Lorbeer, Wacholder und schwarzem Pfeffer während des Schmorens mitgaren und vor dem Servieren wieder entfernen.
Für Lebkuchen oder anderes winterliches Gebäck gemahlenen Piment dagegen sparsam mit Zimt, Nelken, Muskat und Ingwer kombinieren.
Wer das besonders frische Aroma bevorzugt, kann ganze Pimentkörner unmittelbar vor der Verwendung im Mörser zerstoßen oder frisch mahlen.
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Rosmarin
Was ist Rosmarin?
Rosmarin (Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler. Die nadelförmigen Blätter gehören zu den bekanntesten Kräutern der mediterranen Küche und werden frisch oder getrocknet zum Würzen verwendet.
Rosmarin besitzt ein kräftiges Aroma und eignet sich besonders für Kartoffeln, Fleisch, Grillgerichte, Gemüse, mediterrane Saucen und Brot.
Wie schmeckt Rosmarin?
Rosmarin besitzt einen intensiven, herb-würzigen und leicht harzig-balsamischen Geschmack. Sein charakteristisches mediterranes Aroma ist bereits in kleinen Mengen deutlich wahrnehmbar.
Da Rosmarin vergleichsweise kräftig schmeckt, sollte er zunächst eher sparsam dosiert werden. Besonders bei längeren Garzeiten kann sich sein Aroma intensiv im gesamten Gericht verteilen.
Zu welchen Gerichten passt Rosmarin?
Rosmarin eignet sich besonders für:
- Rosmarinkartoffeln
- Ofenkartoffeln und Kartoffelspalten
- Grillkartoffeln
- Lamm und Lammkoteletts
- Rindfleisch und Steak
- Schweinefleisch und Braten
- Hähnchen und Geflügel
- Wildgerichte
- Grillfleisch
- mediterranes Ofengemüse
- Zucchini und Auberginen
- Tomatengerichte
- Pilzgerichte
- Focaccia und Ciabatta
- Pasta und mediterrane Saucen
- Suppen und Eintöpfe
- Marinaden
- Kräuterbutter
- Grillkäse
Besonders klassisch ist die Kombination von Rosmarin mit Kartoffeln, Lamm, Knoblauch und Olivenöl.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Rosmarin?
Rosmarin harmoniert besonders gut mit Thymian, Oregano, Basilikum, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Paprika, Chili und Lorbeer.
Für mediterrane Kartoffeln eignen sich beispielsweise Rosmarin, Thymian, Knoblauch und schwarzer Pfeffer.
Bei Grillfleisch lässt sich Rosmarin hervorragend mit Knoblauch, Pfeffer und Paprika kombinieren. Für mediterranes Gemüse passen Rosmarin, Thymian, Oregano und Knoblauch besonders gut zusammen.
Frischer oder getrockneter Rosmarin – was ist der Unterschied?
Frischer Rosmarin besitzt ein intensives, frisches und ätherisches Kräuteraroma. Getrockneter Rosmarin schmeckt ebenfalls kräftig, ist besonders lange lagerfähig und jederzeit einsatzbereit.
Durch die Trocknung verändert und konzentriert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Rosmarin sollten deshalb in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Geschnittener oder gemahlener Rosmarin – was ist der Unterschied?
Geschnittener Rosmarin besitzt eine deutlich sichtbare Kräuterstruktur und eignet sich hervorragend für Kartoffeln, Ofengemüse, Marinaden, Focaccia, Fleisch und Schmorgerichte.
Gemahlener Rosmarin verteilt sich dagegen besonders gleichmäßig im Gericht und eignet sich beispielsweise für Gewürzmischungen, Rubs, Marinaden, Saucen und Gerichte, bei denen keine gröberen Rosmarinstücke gewünscht sind.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt deshalb vor allem von der gewünschten Verwendung und Konsistenz ab.
Wie dosiert und verwendet man Rosmarin?
Rosmarin besitzt ein kräftiges Eigenaroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Bei Ofenkartoffeln, Gemüse oder Fleisch kann getrockneter Rosmarin bereits vor dem Garen hinzugegeben werden. In Schmorgerichten und Saucen kann er während der Zubereitung mitziehen und sein Aroma langsam abgeben.
Geschnittenen Rosmarin kann man vor der Verwendung zusätzlich leicht zwischen den Fingern zerreiben oder im Mörser etwas zerkleinern.
Kann man Rosmarin zum Grillen verwenden?
Ja. Rosmarin eignet sich hervorragend für Grillgerichte und Marinaden.
Besonders gut harmoniert das Kraut mit Rind, Lamm, Schweinefleisch, Geflügel, Kartoffeln und Grillgemüse. Zusammen mit Knoblauch, Pfeffer und etwas Paprika entsteht eine vielseitige mediterrane Würzung.
Bei direkter starker Hitze sollte darauf geachtet werden, dass getrockneter Rosmarin nicht verbrennt. In Marinaden oder auf indirekt gegarten Speisen lässt er sich besonders unkompliziert verwenden.
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Für klassische Rosmarinkartoffeln Kartoffelspalten mit Rosmarin, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Salz und etwas Olivenöl vermengen und anschließend im Backofen goldbraun garen.
Für eine mediterrane Fleischmarinade Rosmarin mit Thymian, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Die Mischung eignet sich besonders für Lamm, Rind, Schweinefleisch und Geflügel.
Auch Focaccia lässt sich unkompliziert mit Rosmarin verfeinern: Das Kraut vor dem Backen zusammen mit etwas Olivenöl und Salz auf dem Teig verteilen.
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Salz – Meersalz, Kristallsalz, Rauchsalz & besondere Salze aus aller Welt
Was ist Salz?
Speisesalz gehört zu den wichtigsten Würzmitteln der Küche. Hauptbestandteil ist Natriumchlorid (NaCl). Je nach Herkunft, Gewinnung, Verarbeitung, Körnung und weiteren Bestandteilen unterscheiden sich Salze jedoch deutlich in Aussehen, Struktur und Verwendung.
Salz wird beispielsweise aus Meerwasser, natürlichen Salzlagerstätten oder Salzseen gewonnen. Neben klassischen Salzen gibt es besondere Salzspezialitäten sowie aromatisierte Salze und Gewürzsalze.
Bei Gewürz-Express findest du verschiedene Salze für den täglichen Einsatz ebenso wie besondere Spezialitäten – vom feinen Meersalz über grobes Mühlensalz bis hin zu persischem Blausalz, hawaiianischen Salzen, Rauchsalz und Salzflocken.
Welche Salzarten gibt es?
Grundsätzlich lassen sich Salze unter anderem nach ihrer Herkunft und Herstellung unterscheiden.
Meersalz wird aus Meerwasser gewonnen. Durch Verdunstung beziehungsweise Kristallisation bleibt das Salz zurück und wird anschließend je nach gewünschtem Produkt weiterverarbeitet und sortiert.
Stein- und Kristallsalz stammt aus natürlichen unterirdischen Salzlagerstätten, die durch geologische Prozesse entstanden sind.
Daneben gibt es besondere Salzspezialitäten, deren charakteristische Farbe, Struktur oder Aromatik durch ihre natürliche Beschaffenheit oder weitere Bestandteile entsteht.
Außerdem gibt es Rauchsalze, Aromasalze und Gewürzsalze, bei denen Salz gezielt mit Rauch beziehungsweise weiteren Zutaten kombiniert wird.
Welches Salz eignet sich für welchen Zweck?
Die Wahl des richtigen Salzes hängt vor allem von Körnung, Verwendung und gewünschtem Geschmackserlebnis ab.
Feines Salz verteilt sich schnell und gleichmäßig und eignet sich hervorragend zum Kochen und Würzen.
Mittlere Körnungen sind vielseitig einsetzbar und können je nach Anwendung zum Kochen, Würzen oder für bestimmte Mühlen verwendet werden.
Grobes Salz eignet sich besonders für Salzmühlen, Krusten, Marinaden oder als gröberer Bestandteil von Gewürzmischungen.
Salzflocken werden dagegen häufig erst unmittelbar vor dem Servieren eingesetzt. Ihre Struktur macht sie besonders als Finish auf Fleisch, Fisch, Gemüse oder Salaten interessant.
Meersalz – fein, mittel oder grob
Bei Gewürz-Express findest du Meersalz in drei unterschiedlichen Körnungen:
Meersalz fein 0–1 mm eignet sich hervorragend für die tägliche Küche, Saucen, Suppen, Gemüse, Pasta und zum direkten Würzen.
Meersalz mittel 1–3 mm bietet eine gröbere Struktur und ist vielseitig für Küche und Gewürzmischungen einsetzbar.
Meersalz grob 2,5–4 mm eignet sich besonders als Mühlensalz und kann frisch über das fertige Gericht gemahlen werden.
Kristallsalz aus Pakistan – rosa Salz
Das rosa Kristallsalz aus Pakistan ist ein Steinsalz, dessen charakteristische Färbung auf natürlich vorkommende mineralische Bestandteile beziehungsweise Spurenelemente im Salz zurückzuführen ist.
Bei Gewürz-Express gibt es das Kristallsalz in zwei Körnungen:
0,5–1 mm – fein und direkt zum Würzen geeignet.
2–4 mm – grob und besonders für die Salzmühle geeignet.
Geschmacklich sollte rosa Kristallsalz nicht mit überzogenen Gesundheitsversprechen verbunden werden. In der Küche stehen vor allem Herkunft, Optik, Körnung und Verwendung im Vordergrund.
Was ist persisches Blausalz?
Persisches Blausalz ist eine besondere Steinsalzspezialität. Seine auffälligen bläulichen Kristallbereiche entstehen durch die Kristallstruktur beziehungsweise optische Effekte innerhalb des Minerals und machen es insbesondere als dekoratives Gourmetsalz interessant.
Bei Gewürz-Express findest du Persisches Blausalz in feiner Körnung von 0,5–1 mm.
Es eignet sich besonders für:
- Fleisch und Steak
- Fisch
- Gemüse
- Kartoffeln
- Salate
- Eier
- Tischwürzung
- dekoratives Finish
Aufgrund seiner besonderen Optik eignet es sich hervorragend für Gerichte, bei denen Salz bewusst als hochwertige Zutat präsentiert werden soll.
Was ist Hawaiian Alaea Sea Salt?
Alaea-Salz ist eine hawaiianisch inspirierte Salzspezialität mit charakteristischer rotbrauner Farbe durch Alaea-Tonerde.
Bei Gewürz-Express wird es als Hawaiian Alaea Sea Salt – Rotes Meersalz angeboten.
Es eignet sich besonders für Fleisch, Grillgerichte, Fisch, Gemüse und als auffälliges Finish.
Was ist Hawaiian Black Lava Sea Salt?
Black Lava Sea Salt fällt unmittelbar durch seine intensive schwarze Farbe auf. Das Produkt bei Gewürz-Express wird mit Aktivkohle angeboten.
Durch den starken Farbkontrast eignet sich schwarzes Salz hervorragend als Finish auf:
- hellem Fisch
- Eiern
- Gemüse
- Kartoffeln
- Salaten
- Grillgerichten
- hellen Saucen und Cremes
Gerade auf hellen Speisen kann das schwarze Salz einen auffälligen optischen Akzent setzen.
Was ist Hickory Smoked Sea Salt?
Hickory Smoked Sea Salt verbindet Meersalz mit einem kräftigen Raucharoma und eignet sich besonders für BBQ- und Grillgerichte. Gewürz-Express führt diese Variante aktuell als eigene Salzspezialität.
Es passt besonders gut zu:
- Steak
- Burgern
- Schweinefleisch
- Geflügel
- Grillgemüse
- Kartoffeln
- BBQ-Saucen
- vegetarischen und veganen Grillgerichten
Rauchsalz ist besonders interessant, wenn ein Gericht eine rauchige Note erhalten soll, ohne dass es selbst über Holz oder Holzkohle geräuchert wird.
Was ist Rauchsalz?
Rauchsalz beziehungsweise Aromasalz verbindet die Salzwirkung mit einer ausgeprägten Rauchnote.
Es eignet sich besonders für Grillgerichte, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Saucen und BBQ-Gerichte.
Gewürz-Express führt neben dem Hickory Smoked Sea Salt zusätzlich ein Rauchsalz – Aromasalz.
Die genaue Aromatik hängt von der jeweiligen Herstellung ab. Rauchsalz und Hickory Smoked Sea Salt sollten daher nicht automatisch geschmacklich gleichgesetzt werden.
Was sind Petalos de Sal?
Petalos de Sal sind Salzflocken mit einer leichten, knusprigen Struktur. Bei Gewürz-Express findest du Petalos de Sal – Steinsalzflocken aus Andalusien.
Salzflocken eignen sich weniger zum einfachen Salzen von Kochwasser. Ihre besondere Stärke liegt im Finish.
Sie passen beispielsweise hervorragend zu:
- Steak
- gegrilltem Fisch
- Ofengemüse
- Tomaten
- Salaten
- Kartoffeln
- Eierspeisen
Kurz vor dem Servieren über das Gericht gegeben, bleibt ihre charakteristische Struktur besser erhalten.
Was ist Uyuni-Wüstensalz?
Das bei Gewürz-Express angebotene Uyuni Wüstensalz in 1–5 mm Körnung ist eine besondere Salzspezialität und eignet sich durch seine gröbere Struktur insbesondere zum Würzen und – abhängig von der verwendeten Mühle – zum Mahlen.
Es kann für Fleisch, Fisch, Gemüse, Kartoffeln und viele andere herzhafte Gerichte verwendet werden.
Welche Gewürz- und Aromasalze gibt es bei Gewürz-Express?
Neben reinen Salzen bietet Gewürz-Express verschiedene fertig abgestimmte Salzkompositionen an. Dazu gehören aktuell unter anderem Chili-Knoblauch-Salz, Knoblauch-Salz, Kräuter-Gewürz-Salz grob, Pommes-frites Gewürzsalz, Schwarzes Knoblauch-Salz, Sizilianisches Zitronen-Salz und Black Elements – Ferment & Fire Salzmischung.
Chili-Knoblauch-Salz verbindet salzige Würze mit Knoblauch und Chili und eignet sich besonders für Grillfleisch, Kartoffeln, Gemüse, Pasta und pikante Gerichte.
Knoblauch-Salz eignet sich als unkomplizierter Allrounder für Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Pasta, Dips und Saucen.
Kräuter-Gewürz-Salz grob verbindet Salz mit Kräutern und eignet sich besonders für die Mühle sowie für Kartoffeln, Gemüse, Salate, Fleisch und mediterrane Gerichte.
Pommes-frites Gewürzsalz ist speziell für Pommes und Kartoffelgerichte interessant und kann ebenso für Wedges und Bratkartoffeln verwendet werden.
Schwarzes Knoblauch-Salz verbindet Salz mit der besonderen Aromatik von schwarzem Knoblauch und eignet sich für Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Pasta und als Finish.
Sizilianisches Zitronen-Salz bringt eine frische Zitrusnote mit und passt besonders gut zu Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Gemüse, Salaten und mediterranen Gerichten.
Black Elements – Ferment & Fire Salzmischung ergänzt das Sortiment als besondere Salzmischung für kräftige, außergewöhnliche Würzungen.
Was ist besser – feines oder grobes Salz?
Keine Körnung ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist die Anwendung.
Feines Salz löst und verteilt sich schneller und eignet sich deshalb hervorragend zum Kochen und gleichmäßigen Würzen.
Grobes Salz eignet sich besonders für Salzmühlen und Anwendungen, bei denen eine gröbere Struktur erwünscht ist.
Salzflocken eignen sich wiederum besonders zum Finish, da neben dem Geschmack auch ihre Textur eine Rolle spielt.
Für eine vielseitige Küche kann es deshalb sinnvoll sein, ein feines Salz zum Kochen, ein grobes Salz für die Mühle und ein besonderes Finish-Salz zu verwenden.
Welches Salz eignet sich für die Salzmühle?
Für eine klassische Salzmühle sollte ein ausreichend trockenes Salz mit geeigneter Körnung verwendet werden.
Bei Gewürz-Express eignet sich insbesondere das Meersalz grob 2,5–4 mm (Mühlensalz). Auch andere gröbere Salze können abhängig von Korngröße und verwendetem Mahlwerk geeignet sein.
Bei feuchten oder stark aromatisierten Salzen sollte vorher geprüft werden, ob die jeweilige Mühle dafür geeignet ist.
Welches Salz passt zu Steak und Grillfleisch?
Für Steak und Grillfleisch bieten sich unterschiedliche Varianten an.
Klassisches Meersalz oder Kristallsalz eignet sich für eine neutrale Salzwürzung.
Hickory Smoked Sea Salt und Rauchsalz sorgen zusätzlich für Raucharomen.
Petalos de Sal eignen sich hervorragend als knuspriges Finish nach dem Grillen.
Alaea Sea Salt, Black Lava Sea Salt und Persisches Blausalz sind besonders interessant, wenn neben dem Geschmack auch die Optik eine Rolle spielen soll.
Welches Salz passt zu Fisch?
Für Fisch eignen sich klassisches Meersalz und feines Kristallsalz ebenso wie besondere Finish-Salze.
Besonders interessant ist das Sizilianische Zitronen-Salz, da Zitrusaromen hervorragend mit Fisch und Meeresfrüchten harmonieren.
Auch Petalos de Sal oder persisches Blausalz können unmittelbar vor dem Servieren als Finish verwendet werden.
Wie lagert man Salz richtig?
Salz sollte trocken und gut verschlossen gelagert werden.
Salz selbst ist sehr lagerstabil, zieht jedoch Feuchtigkeit aus der Umgebung an. Dadurch kann es verklumpen.
Besonders Gewürzsalze und Salzmischungen sollten außerdem vor Feuchtigkeit, Wärme und direktem Licht geschützt werden, da die zusätzlich enthaltenen Gewürze und Aromen empfindlicher sein können als reines Salz.
Ist besonderes Salz gesünder als normales Salz?
Besondere Farben, Herkunftsregionen oder natürlich enthaltene Mineralstoffe machen ein Salz nicht automatisch gesundheitlich vorteilhafter.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht besteht Speisesalz überwiegend aus Natriumchlorid. Spezialitäten wie rosa Kristallsalz, Blausalz oder farbige Meersalze sollten deshalb vor allem aufgrund ihrer Herkunft, Optik, Struktur und kulinarischen Eigenschaften ausgewählt werden – nicht aufgrund unbelegter Gesundheitsversprechen.
Gewürz-Express Küchentipp
Für die Grundausstattung reichen drei unterschiedliche Salztypen bereits sehr weit:
Ein feines Meersalz eignet sich für die tägliche Küche und zum Kochen.
Ein grobes Meersalz oder Kristallsalz eignet sich für die Salzmühle und zum frischen Würzen am Tisch.
Ein besonderes Finish-Salz wie Petalos de Sal, Persisches Blausalz, Alaea Sea Salt oder Black Lava Sea Salt sorgt zusätzlich für Struktur und einen optischen Akzent.
Für BBQ-Fans sind Hickory Smoked Sea Salt oder Rauchsalz interessant, während das Sizilianische Zitronen-Salz besonders gut zu Fisch und mediterranen Gerichten passt.
Passende Salzprodukte bei Gewürz-Express
→ Meersalz fein 0–1 mm – direkt zum Produkt
→ Meersalz mittel 1–3 mm – direkt zum Produkt
→ Meersalz grob 2,5–4 mm (Mühlensalz) – direkt zum Produkt
→ Kristallsalz aus Pakistan rosa 0,5–1 mm – direkt zum Produkt
→ Kristallsalz aus Pakistan rosa 2–4 mm – direkt zum Produkt
→ Persisches Blausalz fein 0,5–1 mm – direkt zum Produkt
→ Hawaiian Alaea Sea Salt – Rotes Meersalz – direkt zum Produkt
→ Hawaiian Black Lava Sea Salt – Schwarzes Meersalz – direkt zum Produkt
→ Hickory Smoked Sea Salt – direkt zum Produkt
→ Petalos de Sal – Steinsalzflocken aus Andalusien – direkt zum Produkt
→ Rauchsalz – Aromasalz – direkt zum Produkt
→ Uyuni Wüstensalz 1–5 mm – direkt zum Produkt
→ Chili-Knoblauch-Salz – direkt zum Produkt
→ Knoblauch-Salz – direkt zum Produkt
→ Kräuter-Gewürz-Salz grob – direkt zum Produkt
→ Pommes-frites Gewürzsalz – direkt zum Produkt
→ Schwarzes Knoblauch-Salz – direkt zum Produkt
→ Sizilianisches Zitronen-Salz – direkt zum Produkt
→ Black Elements – Ferment & Fire Salzmischung – direkt zum Produkt
Safran – das kostbare Gewürz aus der Krokusblüte
Was ist Safran?
Safran wird aus den getrockneten Narben der Safrankrokus-Blüte (Crocus sativus) gewonnen. Für jede Blüte stehen nur drei rote Narbenfäden zur Verfügung, die geerntet und anschließend schonend getrocknet werden. Der hohe Arbeitsaufwand und die geringe Ausbeute erklären, weshalb Safran zu den kostbarsten Gewürzen der Welt gehört.
Safran wird seit Jahrhunderten insbesondere in der persischen, spanischen, mediterranen und indischen Küche verwendet. Charakteristisch sind sein außergewöhnliches Aroma und die intensive goldgelbe Färbung, die er Reis, Saucen, Suppen und anderen Speisen verleihen kann.
Bei Gewürz-Express findest du sowohl persische Negin-Safranfäden aus dem Iran als auch spanische Safranfäden und gemahlenen spanischen Safran.
Wie schmeckt Safran?
Safran besitzt einen würzig-blumigen, warmen und leicht bitter-herben Geschmack mit einem sehr charakteristischen Duft.
Das Aroma ist eigenständig und sollte nicht mit einem typischen scharfen oder süßen Gewürz verglichen werden. Hochwertiger Safran wird deshalb häufig bewusst als Hauptaroma eines Gerichts eingesetzt.
Zu welchen Gerichten passt Safran?
Safran eignet sich besonders für:
- Paella
- Risotto alla Milanese
- Safranrisotto
- persischen Safranreis
- orientalische Reisgerichte
- Bouillabaisse
- Fischsuppen
- Fisch und Meeresfrüchte
- Geflügelgerichte
- Currys
- helle und cremige Saucen
- Suppen
- Couscous
- Gebäck
- Milchreis
- Cremedesserts
- Eis
- Tee und andere Heißgetränke
Besonders bekannt ist Safran aus Paella, Risotto, Bouillabaisse und persischen Reisgerichten.
Welche Gewürze passen zu Safran?
Safran harmoniert besonders gut mit Kardamom, Zimt, Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Kurkuma, Ingwer und schwarzem Pfeffer.
Bei mediterranen Fisch- und Reisgerichten lässt er sich außerdem hervorragend mit Knoblauch und mediterranen Kräutern kombinieren.
Für süße Speisen passen Safran, Kardamom und Vanille besonders gut zusammen.
Da Safran selbst ein sehr feines und charakteristisches Aroma besitzt, sollte er nicht unnötig von großen Mengen anderer intensiver Gewürze überdeckt werden.
Safranfäden oder gemahlener Safran – was ist der Unterschied?
Safranfäden sind die getrockneten Narben der Safrankrokus-Blüte in weitgehend ursprünglicher Form. Sie eignen sich hervorragend für Reisgerichte, Risotto, Paella, Suppen, Saucen und Desserts.
Die Fäden können vor der Verwendung in warmer Flüssigkeit eingeweicht werden. Dadurch verteilen sich Farbe und Aroma anschließend gleichmäßiger im Gericht.
Gemahlener Safran ist bereits fein zerkleinert und dadurch besonders unkompliziert zu dosieren. Er gibt Farbe und Aroma schnell an das Gericht ab und eignet sich beispielsweise für Paella, Reis, Saucen, Suppen und Desserts.
Was bedeutet Negin-Safran?
Negin bezeichnet eine hochwertige Qualitätsstufe persischen Safrans. Charakteristisch sind lange, intensiv rote Safranfäden mit hoher Farbkraft und ausgeprägtem Aroma.
Der persische Safran bei Gewürz-Express stammt aus dem Iran, ist handverlesen und wird als Negin-Qualität angeboten.
Wie verwendet man Safran richtig?
Safran sollte sparsam verwendet werden. Bereits eine geringe Menge reicht aus, um Speisen zu aromatisieren und ihnen ihre charakteristische goldgelbe Farbe zu verleihen.
Bei Safranfäden empfiehlt sich folgende Methode:
- Einige Safranfäden zwischen den Fingern oder vorsichtig im Mörser leicht zerkleinern.
- Die Fäden in etwas warmem Wasser, Milch oder einer anderen zum Rezept passenden Flüssigkeit ziehen lassen.
- Anschließend Safran und Flüssigkeit gemeinsam zum Gericht geben.
Safran sollte nicht direkt in sehr heißem Fett geröstet werden. Beim spanischen Safran empfiehlt Gewürz-Express ebenfalls das vorherige Einweichen, damit sich Farbe und Aroma gut entfalten können.
Wie viel Safran benötigt man?
Bei Safran gilt: weniger ist mehr.
Für ein Gericht werden üblicherweise nur sehr kleine Mengen benötigt. Bei unserem portionierten spanischen Safran sind beispielsweise 0,125 g für etwa 2–4 Portionen vorgesehen.
Zu viel Safran verbessert ein Gericht nicht automatisch – eine Überdosierung kann insbesondere die bitteren Geschmacksnoten stärker hervortreten lassen.
Warum ist Safran so teuer?
Der hohe Preis hängt vor allem mit der aufwendigen Gewinnung zusammen. Verwendet werden lediglich die feinen Narben der Safrankrokus-Blüte. Die geringe Ausbeute pro Blüte und die arbeitsintensive Ernte machen Safran zu einem besonders wertvollen Gewürz.
Gerade deshalb sollte beim Kauf auf Herkunft, Qualität und Reinheit geachtet werden.
Woran erkennt man hochwertigen Safran?
Bei ganzen Safranfäden ist insbesondere die Beschaffenheit der Fäden interessant. Hochwertige Qualitäten zeichnen sich durch einen hohen Anteil intensiv roter Narben aus.
Ganze Fäden bieten außerdem den Vorteil, dass ihre Struktur sichtbar bleibt. Beim Kauf sollte auf nachvollziehbare Angaben zu Herkunft und Qualität geachtet werden.
Der persische Safran bei Gewürz-Express wird beispielsweise als Negin-Qualität aus dem Iran mit handverlesenen, intensiv roten Fäden angeboten.
Ist Safran dasselbe wie Kurkuma?
Nein. Safran und Kurkuma sind zwei vollkommen unterschiedliche Gewürze.
Safran wird aus den Narben von Crocus sativus gewonnen und besitzt ein charakteristisches blumig-würziges Aroma.
Kurkuma wird dagegen aus dem Rhizom der Kurkumapflanze gewonnen und besitzt einen erdig-würzigen Geschmack.
Beide Gewürze können Speisen intensiv gelb färben, sind geschmacklich jedoch nicht miteinander austauschbar.
Gewürz-Express Küchentipp
Für ein aromatisches Safran-Risotto einige Safranfäden zunächst in etwas warmer Flüssigkeit ziehen lassen. Risottoreis mit Schalotten anschwitzen, nach und nach Brühe hinzugeben und den Safran samt Flüssigkeit einrühren. Zum Abschluss mit Butter und Parmesan verfeinern.
Für Paella eignet sich spanischer Safran besonders gut. Auch hier den Safran zunächst in etwas warmer Flüssigkeit lösen beziehungsweise ziehen lassen und anschließend gleichmäßig im Reis verteilen.
Wer Safran erstmals ausprobieren möchte, kann mit den portionierten spanischen Briefchen beginnen. Für Liebhaber und Gerichte, bei denen Safran bewusst im Mittelpunkt steht, bietet sich der persische Negin-Safran an.
Passende Produkte bei Gewürz-Express
→ Safranfäden persisch – Negin-Qualität, 1 g
Salbeiblätter
Was ist Salbei?
Salbei (Salvia officinalis) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler und gehört zu den klassischen Kräutern der mediterranen Küche. Verwendet werden die charakteristischen Blätter der Pflanze, die frisch oder getrocknet zum Würzen eingesetzt werden.
Salbei besitzt ein vergleichsweise kräftiges Eigenaroma und eignet sich besonders für Fleisch, Pasta, Butter- und Sahnesaucen, Kartoffeln, Kürbis und mediterrane Gerichte.
Wie schmeckt Salbei?
Salbei besitzt einen kräftigen, herb-würzigen und leicht bitteren Geschmack mit warmen, balsamischen und leicht harzigen Kräuternoten.
Sein Aroma ist intensiv und kann andere Zutaten schnell überdecken. Deshalb sollte Salbei eher gezielt und sparsam eingesetzt werden.
Zu welchen Gerichten passen Salbeiblätter?
Salbei eignet sich besonders für:
- Saltimbocca alla Romana
- Kalbfleisch
- Schweinefleisch
- Geflügel
- Braten und Schmorgerichte
- Pasta und Gnocchi
- Ravioli und Tortellini
- Butter- und Sahnesaucen
- Kürbisgerichte
- Kartoffelgerichte
- mediterranes Ofengemüse
- Pilzgerichte
- Bohnen und andere Hülsenfrüchte
- Risotto
- Füllungen für Fleisch und Geflügel
- Kräuterbutter
Besonders klassisch ist die Kombination von Salbei und Butter. Sie eignet sich hervorragend für Pasta, Gnocchi und gefüllte Nudeln wie Ravioli.
Auch zu Kürbis, Schweinefleisch und Kalbfleisch passt das intensive Kräuteraroma besonders gut.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Salbei?
Salbei harmoniert besonders gut mit Rosmarin, Thymian, Majoran, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Muskat und Petersilie.
Für mediterrane Fleischgerichte eignen sich beispielsweise Salbei, Rosmarin, Thymian, Knoblauch und schwarzer Pfeffer.
Bei Kürbis- und Kartoffelgerichten lässt sich Salbei hervorragend mit Muskat, schwarzem Pfeffer und Knoblauch kombinieren.
Frische oder getrocknete Salbeiblätter – was ist der Unterschied?
Frische Salbeiblätter besitzen ein intensives, ätherisches Kräuteraroma und können beispielsweise direkt in Butter angebraten werden.
Getrocknete Salbeiblätter besitzen ein konzentriertes, herb-würziges Aroma und sind unabhängig von der Saison verfügbar. Sie eignen sich besonders für Saucen, Fleischgerichte, Füllungen, Kartoffeln und mediterrane Speisen.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Salbei sollten deshalb nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden.
Wie dosiert und verwendet man getrocknete Salbeiblätter?
Salbei gehört zu den kräftigeren Küchenkräutern. Deshalb gilt: Lieber zunächst sparsam verwenden und anschließend nachwürzen.
Getrocknete Salbeiblätter können vor der Verwendung leicht zwischen den Fingern zerrieben oder bei Bedarf weiter zerkleinert werden.
Bei Saucen, Schmorgerichten und Füllungen kann Salbei während der Zubereitung hinzugegeben werden. Für Pasta- oder Kartoffelgerichte lässt er sich hervorragend mit Butter oder Olivenöl kombinieren.
Aufgrund seines kräftigen Aromas sollte Salbei nicht mit zu vielen anderen intensiven Kräutern gleichzeitig verwendet werden.
Kann man Salbei für Pasta verwenden?
Ja. Salbei gehört insbesondere in der italienischen Küche zu den klassischen Begleitern von Pasta und gefüllten Nudeln.
Besonders bekannt ist Salbeibutter. Dafür wird Butter mit Salbei aromatisiert und anschließend beispielsweise mit Gnocchi, Ravioli oder Tortellini kombiniert.
Auch Kürbis und Salbei harmonieren hervorragend miteinander, weshalb sich Salbeibutter besonders gut für mit Kürbis gefüllte Pasta eignet.
Gewürz-Express Küchentipp
Für eine schnelle Salbeibutter Butter bei moderater Hitze schmelzen und Salbei darin kurz ziehen lassen. Mit etwas schwarzem Pfeffer abschmecken und anschließend mit Gnocchi, Ravioli oder anderer Pasta vermengen.
Für Ofenkürbis Salbei mit Knoblauch, schwarzem Pfeffer und etwas Muskat kombinieren. Mit Olivenöl vermengen und anschließend im Backofen garen.
Auch bei Schweine- oder Kalbfleisch sorgt bereits eine kleine Menge Salbei für eine intensive mediterrane Kräuternote.
Passendes Produkt bei Gewürz-Express
Schabzigerklee
Was ist Schabzigerklee?
Schabzigerklee (Trigonella caerulea) ist eine aromatische Gewürzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist mit Bockshornklee verwandt, darf mit diesem jedoch nicht verwechselt werden.
Zum Würzen werden die getrockneten Pflanzenteile fein vermahlen. Schabzigerklee ist besonders in der Alpenküche sowie in Teilen Südosteuropas und des Kaukasus bekannt. Eine besondere Rolle spielt er bei Brot, Käse und herzhaften Backwaren.
Seinen Namen verdankt das Gewürz unter anderem dem Schweizer Schabziger, einem traditionellen Käse, dessen charakteristisches Aroma durch Schabzigerklee geprägt wird.
Wie schmeckt Schabzigerklee?
Schabzigerklee besitzt einen kräftigen, würzigen und leicht herben Geschmack mit einer charakteristischen kräuterigen Aromatik. Je nach Wahrnehmung erinnert sein Duft etwas an Liebstöckel, getrocknete Kräuter und würzigen Käse.
Das Aroma ist intensiv und entwickelt sich besonders gut in Verbindung mit Teigen, Käse, Kartoffeln und herzhaften Speisen.
Zu welchen Gerichten passt Schabzigerklee?
Schabzigerklee eignet sich besonders für:
- Brot und Bauernbrot
- Roggenbrot
- Fladenbrot
- Brötchen
- herzhafte Backwaren
- Käse und Käsegerichte
- Kräuterquark
- Frischkäse und Dips
- Kartoffelgerichte
- Kartoffelsuppe
- Aufläufe
- Gemüsegerichte
- Eierspeisen
- herzhafte Teige
- Suppen und Eintöpfe
- selbst gemachte Gewürzmischungen
Besonders bekannt ist Schabzigerklee als Brotgewürz. Er verleiht Brot und herzhaftem Gebäck eine kräftige, würzige Note und lässt sich dabei hervorragend mit anderen klassischen Brotgewürzen kombinieren.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Schabzigerklee?
Schabzigerklee harmoniert besonders gut mit Kümmel, Koriander, Fenchel, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Majoran.
Für Brot eignet sich beispielsweise eine Kombination aus Schabzigerklee, Kümmel, Koriander und Fenchel.
Bei Kartoffel- oder Käsegerichten lässt sich Schabzigerklee gut mit schwarzem Pfeffer, Knoblauch und Majoran kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen Schabzigerklee und Bockshornklee?
Schabzigerklee und Bockshornklee sind miteinander verwandt, aber nicht dasselbe Gewürz.
Schabzigerklee stammt von Trigonella caerulea. Bockshornklee wird als Trigonella foenum-graecum bezeichnet.
Auch kulinarisch unterscheiden sie sich: Schabzigerklee besitzt eine charakteristische kräuterig-würzige Aromatik und ist besonders als Brot- und Käsegewürz bekannt.
Bockshornklee besitzt dagegen ein kräftiges, leicht bitteres und würziges Aroma und spielt insbesondere in indischen Currys und Gewürzmischungen eine wichtige Rolle.
Die beiden Gewürze sollten daher trotz ihrer Verwandtschaft nicht einfach gleichgesetzt werden.
Warum wird Schabzigerklee als Brotgewürz verwendet?
Das kräftige Aroma von Schabzigerklee harmoniert besonders gut mit herzhaften Brot- und Getreidearomen. Bereits eine kleine Menge kann einem Brot einen deutlich würzigeren und charakteristischen Geschmack verleihen.
Besonders gut eignet sich Schabzigerklee für Roggenbrot, Bauernbrot, Mischbrot und herzhafte Brötchen.
Zusammen mit Kümmel, Koriander und Fenchel lässt sich daraus auch eine individuelle Brotgewürzmischung herstellen.
Wie dosiert und verwendet man Schabzigerklee?
Schabzigerklee besitzt ein intensives Aroma und sollte deshalb zunächst sparsam dosiert werden.
Gemahlener Schabzigerklee kann direkt in Brotteige, Kräuterquark, Frischkäse, Kartoffelgerichte, Suppen oder Gewürzmischungen gegeben werden.
Beim Brotbacken empfiehlt es sich, das Gewürz gleichmäßig unter die trockenen Zutaten beziehungsweise in den Teig einzuarbeiten.
Bei kalten Speisen wie Kräuterquark oder Frischkäse sollte die fertige Mischung nach dem Würzen etwas ziehen. Dadurch kann sich das Aroma besser verteilen.
Ist Schabzigerklee dasselbe wie Schabziger Käse?
Nein. Schabzigerklee ist ein Gewürzkraut, während Schabziger ein traditioneller Schweizer Käse ist.
Schabzigerklee wird allerdings zur Aromatisierung von Schabziger verwendet und trägt wesentlich zu dessen charakteristischem Geschmack bei. Daher besteht die namensgebende Verbindung zwischen Gewürz und Käse.
Gewürz-Express Küchentipp
Für ein aromatisches Bauernbrot Schabzigerklee mit Koriander, Kümmel und Fenchel kombinieren. Da Schabzigerklee sehr charakteristisch schmeckt, zunächst nur eine kleine Menge verwenden und die Dosierung bei späteren Backversuchen an den eigenen Geschmack anpassen.
Für einen schnellen herzhaften Dip Schabzigerklee sparsam mit Frischkäse oder Quark, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und etwas Salz verrühren und vor dem Servieren etwas ziehen lassen.
Auch Ofenkartoffeln lassen sich mit einer kleinen Menge Schabzigerklee, Knoblauch und Majoran ungewöhnlich würzig verfeinern.
Passendes Produkt bei Gewürz-Express
→ Schabzigerklee gemahlen – direkt zum Produkt
→ Schabzigerklee-Blätter gerebelt gemahlen – direkt zum Produkt
Schnittlauch
Was ist Schnittlauch?
Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist ein beliebtes Küchenkraut aus der Familie der Amaryllisgewächse und eng mit Zwiebel, Knoblauch und Lauch verwandt. Verwendet werden die langen, röhrenförmigen Blätter der Pflanze.
Schnittlauch gehört zu den Klassikern der deutschen und mitteleuropäischen Küche. Er eignet sich besonders für Kartoffeln, Eiergerichte, Salate, Suppen, Kräuterquark, Frischkäse und verschiedene Dips.
Getrockneter Schnittlauch ist unabhängig von der Saison verfügbar und kann direkt zum Würzen verwendet werden.
Wie schmeckt Schnittlauch?
Schnittlauch besitzt einen milden, frisch-würzigen und leicht zwiebelartigen Geschmack. Im Vergleich zu Zwiebeln oder Knoblauch ist sein Aroma deutlich feiner und eignet sich deshalb hervorragend für Gerichte, bei denen eine dezente Lauchnote gewünscht ist.
Zu welchen Gerichten passt Schnittlauch?
Schnittlauch eignet sich besonders für:
- Rührei und Omelett
- gekochte Eier
- Kartoffeln und Pellkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Kartoffelsalat
- Kartoffelsuppe
- Kräuterquark
- Frischkäse
- Kräuterbutter
- Joghurt-Dips
- Salate und Dressings
- Gurkensalat
- Suppen und Brühen
- helle Saucen
- Gemüsegerichte
- Fischgerichte
- belegte Brote
- Kräuteraufstriche
Besonders klassisch ist die Kombination von Schnittlauch mit Eiern, Kartoffeln und Quark. Durch sein mildes Aroma eignet er sich außerdem hervorragend für Kräutermischungen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Schnittlauch?
Schnittlauch harmoniert besonders gut mit Petersilie, Dill, Kerbel, Estragon, Knoblauch sowie schwarzem und weißem Pfeffer.
Für Kräuterquark eignen sich beispielsweise Schnittlauch, Petersilie, etwas Knoblauch und Pfeffer.
Zu Fisch lassen sich Schnittlauch, Dill und Petersilie hervorragend kombinieren. Bei Eierspeisen genügt häufig bereits Schnittlauch zusammen mit Salz und etwas schwarzem Pfeffer.
Schnittlauch gehört außerdem zusammen mit Petersilie, Kerbel und Estragon zu den Kräutern, die traditionell für verschiedene Varianten der französischen Kräutermischung Fines Herbes verwendet werden.
Frischer oder getrockneter Schnittlauch – was ist der Unterschied?
Frischer Schnittlauch besitzt ein besonders frisches, grünes und leicht zwiebelartiges Aroma.
Getrockneter Schnittlauch ist dagegen länger haltbar, jederzeit verfügbar und besonders praktisch für die Vorratshaltung. Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil, weshalb frischer und getrockneter Schnittlauch geschmacklich nicht vollkommen identisch sind.
Bei getrocknetem Schnittlauch kann es sinnvoll sein, ihn in feuchten Speisen zunächst etwas ziehen zu lassen. Dadurch nimmt er Flüssigkeit auf und sein Aroma kann sich besser verteilen.
Wie dosiert und verwendet man getrockneten Schnittlauch?
Getrockneter Schnittlauch kann direkt in Quark, Frischkäse, Dips, Dressings, Suppen und Saucen gegeben werden.
Bei kalten Speisen empfiehlt es sich, die fertige Mischung anschließend etwas ziehen zu lassen. So kann der getrocknete Schnittlauch Feuchtigkeit aufnehmen.
Bei warmen Gerichten sollte Schnittlauch möglichst erst gegen Ende der Zubereitung hinzugegeben werden. Sein feines Kräuteraroma muss nicht lange mitgekocht werden und bleibt dadurch besser erhalten.
Kann man getrockneten Schnittlauch für Kräuterquark verwenden?
Ja. Getrockneter Schnittlauch eignet sich sehr gut für Kräuterquark, Frischkäse und andere kalte Dips.
Nach dem Einrühren sollte die Mischung etwas ruhen. Der getrocknete Schnittlauch kann dadurch Flüssigkeit aufnehmen und sich besser mit den übrigen Zutaten verbinden.
Besonders gut harmoniert er dabei mit Petersilie, Knoblauch, Salz und Pfeffer.
Kann man Schnittlauch mitkochen?
Grundsätzlich ja, allerdings ist langes Mitkochen meist nicht sinnvoll. Schnittlauch besitzt ein vergleichsweise feines Aroma, das bei langer und starker Erhitzung an Intensität verlieren kann.
Für Suppen, Saucen, Kartoffeln oder Eierspeisen empfiehlt es sich daher, Schnittlauch erst kurz vor Ende der Zubereitung oder unmittelbar vor dem Servieren hinzuzugeben.
Gewürz-Express Küchentipp
Für einen schnellen Kräuterquark 250 g Quark mit Schnittlauch, Petersilie, etwas Knoblauch, Salz und schwarzem Pfeffer verrühren. Anschließend etwas ziehen lassen. Dazu passen hervorragend Pellkartoffeln, Ofenkartoffeln, Gemüse oder frisches Brot.
Für ein schnelles Kräuterrührei die Eier zunächst wie gewohnt zubereiten und den Schnittlauch erst kurz vor Ende der Garzeit unterheben. Mit schwarzem Pfeffer und etwas Salz abschmecken.
Auch Kartoffelsalat lässt sich mit Schnittlauch hervorragend abrunden – besonders in Kombination mit Petersilie und Dill.
Passendes Produkt bei Gewürz-Express
Schwarzkümmel
Was ist Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eine Gewürzpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Verwendet werden die kleinen schwarzen Samen der Pflanze.
Trotz seines Namens ist Schwarzkümmel weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel (Cumin) eng verwandt. Geschmack und Verwendung unterscheiden sich deutlich.
Schwarzkümmel spielt insbesondere in der türkischen, orientalischen, nordafrikanischen und südasiatischen Küche eine wichtige Rolle. Besonders bekannt sind die schwarzen Samen als aromatisches Topping auf Fladenbrot.
Wie schmeckt Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel besitzt einen kräftigen, würzigen und leicht herben Geschmack mit dezent pfeffrigen und nussigen Noten.
Beim kurzen Anrösten entwickelt sich das Aroma der Samen stärker und erhält eine ausgeprägtere nussig-würzige Note.
Aufgrund seines charakteristischen Geschmacks eignet sich Schwarzkümmel sowohl als sichtbares Topping als auch zum Würzen von herzhaften Gerichten.
Zu welchen Gerichten passt Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel eignet sich besonders für:
- türkisches Fladenbrot
- Pide
- Naan und andere Fladenbrote
- Brot und Brötchen
- herzhafte Backwaren
- Börek
- Kartoffelgerichte
- Ofengemüse
- Auberginen
- Kürbis
- Hülsenfrüchte
- Linsen- und Kichererbsengerichte
- Currys
- Reisgerichte
- Couscous und Bulgur
- Salate
- Hummus
- Joghurt-Dips
- Frischkäse
- Feta und andere Käsegerichte
Besonders bekannt ist Schwarzkümmel als Topping für Fladenbrot und andere herzhafte Backwaren. Die Samen eignen sich aber ebenso gut für Gemüse, Hülsenfrüchte, Käse und orientalische Gerichte.
Welche Gewürze passen zu Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel harmoniert besonders gut mit Sesam, Koriander, Cumin (Kreuzkümmel), Chili, Kurkuma, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Paprika.
Für Brot und Backwaren ist die Kombination aus Schwarzkümmel und Sesam besonders beliebt.
Bei orientalischen Gemüse- oder Kichererbsengerichten lässt sich Schwarzkümmel beispielsweise mit Cumin, Koriander, Knoblauch und Chili kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen Schwarzkümmel, Kümmel und Kreuzkümmel?
Obwohl die Namen ähnlich klingen, handelt es sich um drei unterschiedliche Gewürze.
Schwarzkümmel (Nigella sativa) besitzt kleine schwarze Samen und schmeckt würzig, leicht herb, pfeffrig und nussig. Er wird besonders häufig für Fladenbrot und orientalische Gerichte verwendet.
Kümmel (Carum carvi) besitzt ein kräftiges, charakteristisches Aroma und ist ein Klassiker für Sauerkraut, Kohl, Brot und deftige mitteleuropäische Gerichte.
Kreuzkümmel beziehungsweise Cumin (Cuminum cyminum) schmeckt warm, erdig und intensiv würzig und wird besonders häufig in orientalischen, indischen, mexikanischen und nordafrikanischen Gerichten verwendet.
Die drei Gewürze sollten deshalb nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden.
Ist Schwarzkümmel dasselbe wie schwarzer Sesam?
Nein. Schwarzkümmel und schwarzer Sesam sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, sind jedoch unterschiedliche Pflanzen und unterscheiden sich auch geschmacklich.
Schwarzer Sesam besitzt ein ausgeprägt nussiges Sesamaroma. Schwarzkümmel schmeckt dagegen würziger, herber und leicht pfeffrig.
Gerade auf Brot können beide Samen miteinander kombiniert werden.
Wie dosiert und verwendet man Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel kann ganz verwendet, leicht zerstoßen oder kurz angeröstet werden.
Für Fladenbrot, Brötchen und andere Backwaren können die ganzen Samen unmittelbar vor dem Backen auf den Teig gestreut werden.
Für Currys, Gemüse- oder Reisgerichte kann Schwarzkümmel kurz bei moderater Hitze angeröstet werden. Dadurch entwickelt sich sein Aroma stärker. Anschließend kann er ganz weiterverwendet oder im Mörser leicht zerstoßen werden.
Aufgrund seines charakteristischen Geschmacks empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack zu ergänzen.
Kann man Schwarzkümmel roh verwenden?
Ja. Schwarzkümmelsamen können beispielsweise direkt über Salate, Dips, Hummus, Käse oder fertige Gerichte gestreut werden.
Durch kurzes Anrösten verändert und intensiviert sich das Aroma. Welche Variante besser passt, hängt daher vom gewünschten Geschmack und Gericht ab.
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Für ein schnelles orientalisches Fladenbrot die Oberfläche vor dem Backen mit etwas Wasser oder Ei bestreichen und anschließend mit Schwarzkümmel und Sesam bestreuen.
Für Ofengemüse Schwarzkümmel mit Cumin, Koriander, Knoblauch und etwas Chili kombinieren. Besonders gut passen dazu Kartoffeln, Kürbis, Aubergine oder Kichererbsen.
Auch auf Hummus oder Feta sorgt eine kleine Menge Schwarzkümmel für einen würzig-herben Kontrast.
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Selleriesaat
Was ist Selleriesaat?
Selleriesaat wird aus den kleinen getrockneten Früchten von Sellerie (Apium graveolens) gewonnen. Umgangssprachlich werden diese meist als Selleriesamen bezeichnet.
Das Gewürz besitzt ein deutlich intensiveres und konzentrierteres Aroma als frische Selleriestangen und eignet sich besonders für Suppen, Eintöpfe, Saucen, Gemüsegerichte, Marinaden und Gewürzmischungen.
Selleriesaat ist vor allem in der europäischen und nordamerikanischen Küche verbreitet und wird beispielsweise auch zur Herstellung von Selleriesalz verwendet.
Wie schmeckt Selleriesaat?
Selleriesaat besitzt einen kräftigen, würzigen und typisch sellerieartigen Geschmack mit leicht herben und dezent bitteren Noten.
Das Aroma ist intensiv, weshalb bereits kleine Mengen ausreichen können, um einem Gericht eine deutliche Sellerienote zu verleihen.
Zu welchen Gerichten passt Selleriesaat?
Selleriesaat eignet sich besonders für:
- Gemüsebrühe
- Fleischbrühe
- Kartoffelsuppe
- Gemüsesuppe
- Tomatensuppe
- Linsen- und Bohneneintöpfe
- Schmorgerichte
- Kartoffelgerichte
- Kohlgerichte
- Tomatensaucen
- Gemüsegerichte
- Salate und Dressings
- Coleslaw und Krautsalat
- Marinaden
- eingelegtes Gemüse
- Gurken
- BBQ-Saucen
- Rubs und Gewürzmischungen
- selbst gemachtes Selleriesalz
Besonders gut eignet sich Selleriesaat für Suppen, Brühen und Eintöpfe, wenn eine kräftige Sellerienote gewünscht ist, ohne frischen Sellerie verwenden zu müssen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Selleriesaat?
Selleriesaat harmoniert besonders gut mit Liebstöckel, Petersilie, Lorbeer, schwarzem Pfeffer, Senfsaat, Dill, Knoblauch, Majoran und Thymian.
Für Suppen und Brühen lässt sich Selleriesaat beispielsweise mit Liebstöckel, Petersilie, Lorbeer und schwarzem Pfeffer kombinieren.
Für eingelegtes Gemüse harmoniert sie hervorragend mit Senfsaat, Dill und Pfeffer.
Bei BBQ-Rubs und Marinaden lässt sich Selleriesaat unter anderem mit Paprika, schwarzem Pfeffer und Knoblauch kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen Selleriesaat und Sellerie?
Selleriesaat und frischer Sellerie stammen zwar von Selleriepflanzen, unterscheiden sich kulinarisch jedoch deutlich.
Frischer Knollen- oder Stangensellerie wird als Gemüse verwendet und bringt neben seinem Geschmack auch Volumen und Konsistenz in ein Gericht.
Selleriesaat wird dagegen als konzentriertes Gewürz eingesetzt. Sie besitzt ein kräftiges Selleriearoma und wird in wesentlich kleineren Mengen verwendet.
Selleriesaat kann frischen Sellerie deshalb aromatisch ergänzen, ersetzt ihn aber nicht vollständig, wenn dessen Konsistenz oder Gemüseanteil für ein Rezept benötigt wird.
Selleriesaat ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Ganze Selleriesaat eignet sich besonders zum Mitkochen in Suppen, Brühen, Eintöpfen und Schmorgerichten. Die kleinen Früchte können außerdem kurz angeröstet oder vor der Verwendung im Mörser zerstoßen werden.
Gemahlene Selleriesaat verteilt sich besonders gleichmäßig und eignet sich hervorragend für Gewürzmischungen, Rubs, Dressings, Saucen und selbst gemachtes Selleriesalz.
Wer nur ganze Selleriesaat vorrätig hat, kann die benötigte Menge unmittelbar vor der Verwendung im Mörser oder einer geeigneten Gewürzmühle zerkleinern.
Wie dosiert und verwendet man Selleriesaat?
Selleriesaat besitzt ein intensives Aroma und sollte deshalb zunächst sparsam dosiert werden.
Ganze Selleriesaat kann direkt in Suppen, Brühen oder Eintöpfen mitgekocht werden. Für Marinaden, Dressings und Gewürzmischungen kann sie vorher im Mörser leicht zerstoßen werden.
Kurzes trockenes Anrösten bei moderater Hitze kann das Aroma intensivieren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die kleinen Samen nicht verbrennen.
Was ist Selleriesalz?
Selleriesalz ist eine Würzmischung aus Salz und Sellerie beziehungsweise Selleriesaat. Je nach Produkt und Rezept kann die genaue Zusammensetzung variieren.
Selleriesaat kann deshalb verwendet werden, um ein individuelles Selleriesalz selbst herzustellen. Dazu fein gemahlene Selleriesaat mit Salz vermischen und das Verhältnis an die gewünschte Intensität anpassen.
Der Vorteil: Die Stärke der Sellerienote und der Salzanteil können individuell bestimmt werden.
Wichtiger Hinweis für Allergiker
Sellerie gehört in der EU zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Selleriesaat stammt ebenfalls von Sellerie und ist daher für Menschen mit einer Sellerieallergie relevant.
Bei einer bekannten Sellerieallergie sollten Selleriesaat sowie Gewürzmischungen und Lebensmittel, die Sellerie enthalten, entsprechend gemieden und die jeweilige Zutaten- und Allergenkennzeichnung beachtet werden.
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Für eine kräftige Gemüsebrühe Selleriesaat mit Liebstöckel, Petersilie, Lorbeer und schwarzem Pfeffer kombinieren. Selleriesaat aufgrund ihres intensiven Aromas zunächst sparsam einsetzen.
Für ein selbst gemachtes Selleriesalz die Selleriesaat fein mörsern oder mahlen und anschließend mit Salz vermischen. So lässt sich die gewünschte Intensität individuell einstellen.
Auch für Krautsalat und Coleslaw lohnt sich Selleriesaat: Eine kleine Menge fein zerstoßen und zusammen mit Senf, Pfeffer und dem Dressing unter den Salat geben.
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Senf – gelbe & braune Senfkörner und Senfmehl
Was ist Senf?
Senf wird aus den Samen verschiedener Pflanzen der Familie der Kreuzblütler gewonnen. In der Küche werden vor allem gelbe beziehungsweise weiße Senfsaat und braune Senfsaat verwendet. Durch Mahlen der Samen entsteht Senfmehl.
Senf gehört zu den traditionsreichsten Gewürzen und spielt sowohl in der deutschen und europäischen als auch in der indischen und asiatischen Küche eine wichtige Rolle.
Je nach Sorte und Verarbeitung unterscheiden sich Geschmack und Schärfe deutlich. Senfkörner können ganz, gemörsert, gemahlen, angeröstet oder zur Herstellung von Tafelsenf verwendet werden.
Wie schmeckt Senf?
Trockene Senfkörner schmecken zunächst vergleichsweise mild. Die charakteristische Senfschärfe entwickelt sich insbesondere beim Zerkleinern und Kontakt mit Flüssigkeit durch enzymatische Reaktionen.
Gelbe Senfkörner besitzen ein eher mildes, würziges Aroma und entwickeln eine angenehme Senfschärfe. Sie sind besonders vielseitig und bilden eine klassische Grundlage für Tafelsenf.
Braune Senfkörner schmecken kräftiger und entwickeln in der Regel eine intensivere und schärfere Senfnote. Sie werden unter anderem häufig in der indischen Küche eingesetzt.
Senfmehl besitzt durch die bereits zerkleinerten Samen eine große Oberfläche und entwickelt beim Vermischen mit Flüssigkeit schnell sein charakteristisches Senfaroma und seine Schärfe.
Zu welchen Gerichten passt Senf?
Gelbe und braune Senfkörner sowie Senfmehl eignen sich besonders für:
- selbst gemachten Senf
- Gewürzgurken und eingelegtes Gemüse
- Mixed Pickles
- Marinaden
- Salatdressings und Vinaigrettes
- BBQ-Saucen
- Rubs und Gewürzmischungen
- Fleisch und Braten
- Schweinefleisch
- Geflügel
- Fisch
- Kartoffelgerichte
- Kartoffelsalat
- Kohlgerichte
- Suppen und Eintöpfe
- Currys
- Dal und Linsengerichte
- Chutneys
- indische Gemüsegerichte
- Saucen
Besonders klassisch sind gelbe Senfkörner zum Einlegen von Gurken und Gemüse. Braune Senfkörner eignen sich hervorragend für indische Currys, Dal und Gemüsegerichte.
Senfmehl ist besonders praktisch für Saucen, Marinaden, Dressings und selbst gemachten Senf.
Welche Gewürze passen zu Senf?
Senf harmoniert besonders gut mit Dill, Lorbeer, Pfeffer, Kümmel, Koriander, Kurkuma, Cumin (Kreuzkümmel), Chili, Knoblauch, Ingwer und Paprika.
Für Gewürzgurken und anderes eingelegtes Gemüse eignen sich beispielsweise Senfkörner, Dill, Lorbeer und Pfeffer.
In der indischen Küche harmonieren braune Senfkörner hervorragend mit Cumin, Koriander, Kurkuma, Chili und Ingwer.
Für BBQ-Rubs und Fleischmarinaden lässt sich Senf beziehungsweise Senfmehl gut mit Paprika, Pfeffer, Knoblauch und Chili kombinieren.
Was ist der Unterschied zwischen gelben und braunen Senfkörnern?
Der wichtigste kulinarische Unterschied liegt in Aroma und Schärfe.
Gelbe Senfkörner sind vergleichsweise mild und besitzen eine ausgewogene Senfwürze. Sie eignen sich besonders für:
- Tafelsenf
- Gewürzgurken
- eingelegtes Gemüse
- Marinaden
- Dressings
- Saucen
- Gewürzmischungen
Braune Senfkörner sind kräftiger und meist deutlich schärfer. Sie eignen sich besonders für:
- Currys
- Dal
- indische Gemüsegerichte
- Chutneys
- schärfere Senfsorten
- Marinaden
- kräftige Gewürzmischungen
Beide Varianten können auch miteinander kombiniert werden, beispielsweise um bei selbst gemachtem Senf Aroma und Schärfe individuell abzustimmen.
Was ist Senfmehl?
Senfmehl besteht aus fein vermahlenen Senfsamen. Es lässt sich direkt zum Würzen verwenden und eignet sich besonders für Saucen, Dressings, Marinaden, Rubs und die Herstellung von Senf.
Beim Kontakt mit Flüssigkeit entwickeln sich die charakteristischen Senfaromen und die typische Schärfe.
Dadurch unterscheidet sich trockenes Senfmehl geschmacklich deutlich von einer bereits fertig angerührten Senfzubereitung.
Warum werden Senfkörner beim Kochen scharf?
Die typische Senfschärfe entsteht nicht einfach durch Hitze. In den Senfsamen befinden sich natürliche Senfölglykoside und das Enzym Myrosinase.
Werden die Samen zerkleinert und mit Wasser beziehungsweise wasserhaltigen Zutaten vermischt, können daraus die charakteristischen scharfen Senföle entstehen.
Temperatur, Flüssigkeit, Säure und Zubereitungsdauer beeinflussen dabei das Ergebnis. Das erklärt auch, warum Senf je nach Herstellung unterschiedlich scharf schmecken kann.
Wie verwendet man Senfkörner in der indischen Küche?
Insbesondere braune Senfkörner werden häufig zu Beginn der Zubereitung kurz in heißem Öl erhitzt.
Sobald die Körner anfangen zu springen beziehungsweise aufzuplatzen, können weitere Zutaten und Gewürze hinzugegeben werden. Dabei entsteht ein deutlich anderes, nussig-würziges Aroma als bei rohen Senfkörnern.
Diese Technik eignet sich beispielsweise für Currys, Dal, Kartoffelgerichte und Gemüse.
Vorsicht beim Anrösten: Senfkörner können aus der Pfanne springen und sollten nicht verbrannt werden.
Wie verwendet man Senfkörner zum Einlegen?
Ganze Senfkörner eignen sich hervorragend für Gewürzgurken, eingelegtes Gemüse und Pickles.
Gelbe Senfkörner können direkt zusammen mit weiteren Gewürzen wie Dill, Lorbeer und Pfeffer in den Sud gegeben werden. Während des Ziehens geben sie nach und nach ihr Aroma ab.
Für kräftigere oder schärfere Varianten können gelbe und braune Senfkörner miteinander kombiniert werden.
Wie stellt man aus Senfmehl eigenen Senf her?
Senfmehl kann mit Flüssigkeit zu einer Senfgrundmasse verarbeitet werden. Je nach gewünschtem Geschmack können beispielsweise Wasser, Essig, Salz und weitere Gewürze verwendet werden.
Die genaue Zusammensetzung bestimmt, ob der fertige Senf eher mild, scharf, süßlich oder würzig schmeckt.
Interessant ist dabei, dass frisch angerührter Senf zunächst sehr intensiv schmecken kann und sich sein Aroma während der anschließenden Reifezeit verändert.
Senfkörner ganz oder Senfmehl – was eignet sich wofür?
Ganze Senfkörner eignen sich besonders zum Einlegen, Anrösten, Mitkochen und für Gerichte, bei denen die Körner sichtbar bleiben sollen.
Senfmehl verteilt sich dagegen unmittelbar im gesamten Gericht und eignet sich besonders für Saucen, Dressings, Marinaden, Rubs und selbst gemachten Senf.
Wer ganze Senfkörner vorrätig hat, kann diese bei Bedarf auch unmittelbar vor der Verwendung frisch mörsern oder mahlen.
Wichtiger Hinweis für Allergiker
Senf gehört in der Europäischen Union zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Das gilt auch für Senfkörner und daraus hergestelltes Senfmehl.
Menschen mit einer bekannten Senfallergie sollten daher Senfsaat, Senfmehl und Produkte beziehungsweise Gewürzmischungen mit Senf entsprechend meiden und die jeweilige Zutaten- und Allergenkennzeichnung beachten.
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Für selbst eingelegte Gurken gelbe Senfkörner mit Dill, Lorbeer und Pfeffer kombinieren und zusammen mit dem Einlegesud verwenden.
Für ein indisches Kartoffel- oder Gemüsegericht braune Senfkörner vorsichtig in etwas Öl erhitzen, bis sie beginnen aufzuspringen. Anschließend Cumin, Kurkuma, Koriander und nach Geschmack Chili ergänzen.
Für Marinaden und BBQ-Rubs eignet sich Senfmehl besonders gut in Kombination mit Paprika, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Chili.
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Steinpilzpulver
Was ist Steinpilzpulver?
Steinpilzpulver wird aus getrockneten und fein vermahlenen Steinpilzen hergestellt. Steinpilze gehören aufgrund ihres kräftigen Aromas zu den besonders geschätzten Speisepilzen und werden vor allem in der europäischen und mediterranen Küche verwendet.
Durch das Trocknen konzentriert sich das typische Pilzaroma. Fein gemahlen lässt sich Steinpilzpulver besonders einfach dosieren und gleichmäßig in Saucen, Suppen, Risotto, Pasta, Fleisch- und Gemüsegerichten verteilen.
Wie schmeckt Steinpilzpulver?
Steinpilzpulver besitzt einen kräftigen, herzhaft-würzigen, erdigen und intensiv pilzigen Geschmack.
Durch seinen ausgeprägten herzhaften Charakter eignet es sich hervorragend, um Gerichten zusätzliche geschmackliche Tiefe zu verleihen. Besonders gut funktioniert es in cremigen Saucen, Risotto, Suppen und Schmorgerichten.
Zu welchen Gerichten passt Steinpilzpulver?
Steinpilzpulver eignet sich besonders für:
- Pilzrahmsauce
- Rahm- und Sahnesaucen
- Pasta und Tagliatelle
- Risotto
- Kartoffelpüree
- Kartoffelsuppe
- Gemüsecremesuppen
- Pilzsuppen
- Gulasch
- Rinderschmorgerichte
- Wildgerichte
- Schweinefleisch
- Geflügel
- Hackfleischgerichte
- Pilzpfannen
- Gemüsegerichte
- Polenta
- Knödel und herzhafte Füllungen
- vegetarische Saucen
- Gewürzmischungen und Rubs
Besonders gut passt Steinpilzpulver zu Pilzen, Sahne, Pasta, Kartoffeln, Rind und Wild.
Auch vegetarische Gerichte profitieren von seinem kräftigen Pilzaroma – beispielsweise Risotto, Pasta, Suppen oder Gemüsepfannen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Steinpilzpulver?
Steinpilzpulver harmoniert besonders gut mit schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Petersilie, Thymian, Rosmarin, Majoran, Muskat und Lorbeer.
Für eine klassische Pilzrahmsauce eignen sich beispielsweise Steinpilzpulver, schwarzer Pfeffer, Knoblauch und Petersilie.
Bei Wild- und Schmorgerichten lässt es sich hervorragend mit Wacholder, Lorbeer, schwarzem Pfeffer und Thymian kombinieren.
Für Kartoffelpüree oder cremige Suppen passen Steinpilzpulver, Muskat und Pfeffer besonders gut zusammen.
Was ist der Vorteil von Steinpilzpulver gegenüber getrockneten Steinpilzen?
Steinpilzpulver ist bereits fein vermahlen und kann deshalb direkt zum Würzen verwendet werden. Es muss nicht erst eingeweicht oder zerkleinert werden und verteilt sein Aroma gleichmäßig im gesamten Gericht.
Getrocknete Steinpilze eignen sich dagegen besonders, wenn sichtbare Pilzstücke und deren Konsistenz Bestandteil des fertigen Gerichts sein sollen.
Steinpilzpulver ist daher weniger als Ersatz für Pilzstücke zu verstehen, sondern vielmehr als intensives Pilzgewürz.
Wie dosiert und verwendet man Steinpilzpulver?
Steinpilzpulver besitzt ein konzentriertes Aroma. Deshalb empfiehlt es sich, zunächst mit einer kleinen Menge zu beginnen und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Das Pulver kann direkt in Saucen, Suppen, Risotto oder Schmorgerichte eingerührt werden. Besonders bei Gerichten mit Flüssigkeit empfiehlt es sich, das Steinpilzpulver einige Minuten mitziehen zu lassen.
Für trockene Gewürzmischungen und Rubs kann es direkt mit den übrigen Gewürzen vermischt werden.
Kann man Steinpilzpulver für Saucen verwenden?
Ja. Saucen gehören zu den besten Einsatzmöglichkeiten für Steinpilzpulver.
Besonders einfach lässt sich damit eine kräftige Pilzrahmsauce herstellen. Das Pulver wird direkt in die Sauce eingerührt und kann dort sein Aroma entfalten.
Steinpilzpulver eignet sich außerdem hervorragend, um einer Braten- oder Wildsauce eine zusätzliche erdig-herzhafte Pilznote zu verleihen.
Kann Steinpilzpulver als Umami-Gewürz verwendet werden?
Ja. Pilze enthalten natürlicherweise Glutamat beziehungsweise Glutaminsäure und können dadurch den herzhaften Umami-Geschmack eines Gerichts verstärken.
Steinpilzpulver eignet sich deshalb hervorragend, um Suppen, Saucen, Risotto, Gemüse- oder Fleischgerichten zusätzliche geschmackliche Tiefe zu verleihen.
Das macht es auch für die vegetarische Küche interessant, wenn ein kräftiger, herzhafter Geschmack gewünscht ist.
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Für eine schnelle Steinpilz-Rahmsauce Zwiebeln und etwas Knoblauch anschwitzen, mit Sahne oder einer geeigneten Kochcreme ablöschen und Steinpilzpulver einrühren. Einige Minuten leicht köcheln lassen und anschließend mit schwarzem Pfeffer, Petersilie und Salz abschmecken.
Die Sauce passt hervorragend zu Pasta, Knödeln, Fleisch oder Kartoffelgerichten.
Auch Kartoffelpüree lässt sich unkompliziert aufwerten: Einfach eine kleine Menge Steinpilzpulver zusammen mit Muskat und schwarzem Pfeffer unter das fertige Püree rühren.
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Sternanis
Was ist Sternanis?
Sternanis (Illicium verum) ist ein aromatisches Gewürz, das aus den sternförmigen Sammelfrüchten eines immergrünen Baumes gewonnen wird. Die getrockneten Früchte besitzen meist mehrere einzelne Fruchtfächer und gehören aufgrund ihrer charakteristischen Form zu den optisch auffälligsten Gewürzen.
Sternanis stammt ursprünglich aus Südostasien und spielt insbesondere in der chinesischen und vietnamesischen Küche eine wichtige Rolle. In Europa ist er außerdem als klassisches Gewürz für Weihnachtsgebäck, Glühwein, Punsch und winterliche Desserts bekannt.
Wie schmeckt Sternanis?
Sternanis besitzt einen intensiven, süßlich-würzigen und deutlich lakritzartigen Geschmack. Sein Aroma erinnert stark an Anis, wirkt jedoch meist kräftiger und etwas wärmer.
Das charakteristische Aroma wird wesentlich durch den natürlichen Aromastoff Anethol geprägt, der auch für das typische Aroma von Anis verantwortlich ist.
Da Sternanis sehr intensiv schmeckt, reichen häufig bereits kleine Mengen aus.
Zu welchen Gerichten passt Sternanis?
Sternanis eignet sich besonders für:
- Pho und andere asiatische Suppen
- chinesische Schmorgerichte
- Rindfleisch und Schweinefleisch
- Ente und Geflügel
- Currys
- Reisgerichte
- Brühen und Fonds
- Marinaden
- Chutneys
- Kompott
- Bratapfel
- Birnen- und Pflaumengerichte
- Lebkuchen
- Weihnachtsgebäck
- Desserts
- Glühwein und Punsch
- Chai und Gewürztee
Besonders interessant ist Sternanis damit sowohl für die asiatische Küche als auch für winterliche Süßspeisen und Getränke.
Welche Gewürze passen zu Sternanis?
Sternanis harmoniert besonders gut mit Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer, Anis, Fenchel, schwarzem Pfeffer und Chili.
Für Glühwein, Punsch und winterliche Desserts eignen sich beispielsweise Sternanis, Zimt, Nelken, Kardamom und Orangenschale.
In asiatischen Gerichten lässt sich Sternanis hervorragend mit Ingwer, Chili, Szechuan-Pfeffer, Fenchel und Zimt kombinieren.
Sternanis gehört außerdem zu den typischen Bestandteilen des chinesischen Fünf-Gewürze-Pulvers (Five Spice).
Was ist der Unterschied zwischen Sternanis und Anis?
Sternanis und Anis schmecken ähnlich, sind botanisch jedoch nicht miteinander verwandt.
Sternanis (Illicium verum) ist die sternförmige Frucht eines immergrünen Baumes.
Anis (Pimpinella anisum) gehört dagegen zur Familie der Doldenblütler. Als Gewürz werden seine kleinen getrockneten Früchte verwendet.
Beide enthalten Anethol und besitzen deshalb eine ähnliche süßlich-lakritzartige Aromatik. Sternanis schmeckt jedoch meist kräftiger und intensiver.
Die Gewürze können in manchen Rezepten alternativ verwendet werden, sollten aufgrund der unterschiedlichen Intensität aber nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Sternanis ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Ganzer Sternanis eignet sich hervorragend zum Mitkochen und Aromatisieren von Suppen, Schmorgerichten, Saucen, Kompott und Getränken. Die ganzen Sterne können anschließend einfach wieder entfernt werden.
Gemahlener Sternanis verteilt sich dagegen unmittelbar im gesamten Gericht und eignet sich besonders für Gewürzmischungen, Gebäck, Desserts, Currys und Marinaden.
Da gemahlener Sternanis sehr intensiv ist, sollte er besonders sparsam dosiert werden.
Wie dosiert und verwendet man Sternanis?
Sternanis besitzt ein sehr kräftiges Aroma. Deshalb gilt: Lieber zunächst wenig verwenden und bei Bedarf nachwürzen.
Für einen Topf Suppe, Schmorgericht, Kompott oder Punsch reichen häufig bereits ein oder wenige ganze Sterne, abhängig von Menge, Ziehzeit und gewünschter Intensität.
Ganze Sterne können während der Zubereitung mitziehen und sollten vor dem Servieren wieder entfernt werden.
Gemahlener Sternanis wird direkt zum Gericht gegeben. Aufgrund der feinen Verteilung ist sein Aroma schnell im gesamten Gericht wahrnehmbar.
Warum wird Sternanis für Pho verwendet?
Sternanis gehört zu den charakteristischen Gewürzen verschiedener vietnamesischer Pho-Brühen. Zusammen mit weiteren Gewürzen wie Zimt, Nelken, Koriander und Ingwer trägt er zum typischen warm-würzigen und aromatischen Geschmacksprofil der Brühe bei.
Die ganzen Gewürze werden dabei üblicherweise während der Zubereitung in der Brühe ausgezogen und anschließend wieder entfernt.
Was ist chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver?
Das chinesische Fünf-Gewürze-Pulver, häufig als Five Spice bezeichnet, ist eine traditionelle Gewürzmischung der chinesischen Küche.
Eine verbreitete Zusammensetzung besteht aus Sternanis, Szechuan-Pfeffer, Fenchel, Zimt und Nelken. Je nach Rezept und Region kann die Zusammensetzung allerdings variieren.
Die Mischung eignet sich besonders für Ente, Schweinefleisch, Schmorgerichte, Marinaden und asiatische Saucen.
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Für einen aromatischen winterlichen Gewürztee Sternanis mit Zimt, Kardamom, Nelken und Orangenschale kombinieren, mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen.
Für asiatische Schmorgerichte Sternanis zusammen mit Ingwer, Szechuan-Pfeffer und etwas Zimt verwenden. Ganze Sterne während des Garens mitziehen lassen und anschließend vor dem Servieren entfernen.
Auch für Apfel- oder Birnenkompott eignet sich Sternanis hervorragend: Einen ganzen Stern während des Kochens zusammen mit Zimt und Vanille mitziehen lassen und anschließend wieder herausnehmen.
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Sumach
Was ist Sumach?
Sumach ist ein Gewürz, das aus den getrockneten und anschließend zerkleinerten Früchten verschiedener Sumach-Arten gewonnen wird. Als Gewürzpflanze wird insbesondere der Gerber-Sumach (Rhus coriaria) verwendet.
Sumach gehört zu den charakteristischen Gewürzen der türkischen, levantinischen, persischen und arabischen Küche. Besonders geschätzt wird er für seine angenehm säuerliche und fruchtige Würze.
Seine dunkelrote bis rötlich-violette Farbe macht Sumach außerdem zu einem optisch interessanten Gewürz für Salate, Dips, Fleisch und fertige Gerichte.
Wie schmeckt Sumach?
Sumach besitzt einen fruchtig-säuerlichen, leicht herben und angenehm frischen Geschmack. Seine Säure erinnert teilweise an Zitrone, besitzt jedoch ein eigenständiges, fruchtigeres Aromaprofil.
Dadurch eignet sich Sumach hervorragend für Gerichte, bei denen eine frische Säurenote ohne zusätzliche Flüssigkeit gewünscht ist.
Zu welchen Gerichten passt Sumach?
Sumach eignet sich besonders für:
- Hummus
- Falafel
- Fattoush
- Couscous und Bulgur
- Taboulé
- orientalische Salate
- Tomaten- und Gurkensalat
- Auberginen und Zucchini
- Kichererbsen und Linsengerichte
- Reisgerichte
- Ofengemüse
- Hähnchen und Geflügel
- Lamm
- Rindfleisch
- Grillfleisch und Kebab
- Fisch
- Joghurt-Dips
- Feta und andere Käsegerichte
- Fladenbrot
- orientalische Marinaden
Besonders gut passt Sumach zu Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Auberginen, Joghurt, Hummus und gegrilltem Fleisch.
Auch als Finish über bereits fertigen Speisen lässt sich Sumach hervorragend verwenden.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Sumach?
Sumach harmoniert besonders gut mit Cumin (Kreuzkümmel), Koriander, Schwarzkümmel, Sesam, Knoblauch, Chili, schwarzem Pfeffer, Minze und Petersilie.
Für orientalische Salate eignet sich beispielsweise die Kombination aus Sumach, Petersilie und Minze.
Zu Hähnchen oder Lamm lässt sich Sumach hervorragend mit Cumin, Koriander, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren.
Auch Sesam und Sumach passen hervorragend zusammen. Sumach gehört zudem zu den typischen Bestandteilen verschiedener Za'atar-Gewürzmischungen.
Was ist der Unterschied zwischen Sumach und Zitrone?
Sumach und Zitrone können beide eine säuerlich-frische Note in ein Gericht bringen, unterscheiden sich aber deutlich.
Zitronensaft bringt neben Säure auch Flüssigkeit in das Gericht. Sumach kann dagegen direkt über Speisen gestreut oder in Gewürzmischungen verarbeitet werden und besitzt zusätzlich eine fruchtig-herbe Eigenaromatik.
Sumach ist deshalb kein geschmacklich identischer Ersatz für Zitrone, kann aber hervorragend verwendet werden, wenn eine trockene, fruchtig-säuerliche Würzung gewünscht ist.
Was ist Za'atar und welche Rolle spielt Sumach darin?
Za'atar bezeichnet sowohl eine Pflanze beziehungsweise Kräuterbezeichnung als auch verschiedene traditionelle Gewürzmischungen aus dem Nahen Osten. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Region und Rezept.
Viele Za'atar-Mischungen kombinieren aromatische Kräuter mit Sesam und Sumach. Sumach liefert dabei die charakteristische fruchtig-säuerliche Komponente.
Za'atar wird beispielsweise mit Olivenöl auf Fladenbrot gegeben oder zum Würzen von Gemüse, Joghurt, Fleisch und Dips verwendet.
Wie dosiert und verwendet man Sumach?
Sumach lässt sich unkompliziert verwenden und kann sowohl während der Zubereitung als auch als Finish eingesetzt werden.
Besonders interessant ist die Verwendung unmittelbar vor dem Servieren. Dazu Sumach einfach nach Geschmack über Hummus, Salate, gegrilltes Fleisch, Gemüse, Reis oder Joghurt-Dips streuen.
Für Marinaden kann Sumach mit Öl und weiteren Gewürzen vermischt werden.
Da die gewünschte Säureintensität individuell sehr unterschiedlich ist, empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu würzen und anschließend nach Geschmack zu ergänzen.
Kann man Sumach direkt über fertige Gerichte streuen?
Ja. Sumach eignet sich hervorragend als Tischgewürz und Finish.
Er kann beispielsweise direkt über:
- Hummus
- Feta
- Tomatensalat
- gegrilltes Gemüse
- Reis
- Falafel
- Kebab
- Hähnchen
- Joghurt-Dips
gestreut werden.
Dadurch bleibt seine fruchtig-säuerliche Aromatik besonders deutlich wahrnehmbar.
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Für einen schnellen orientalischen Tomatensalat Tomaten und rote Zwiebeln mit Sumach, Petersilie, Olivenöl und etwas Salz vermengen. Der Sumach bringt dabei die charakteristische fruchtige Säure ins Gericht.
Für Hähnchen Sumach mit Cumin, Koriander, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren und zusammen mit etwas Öl als Marinade verwenden.
Auch Hummus lässt sich sehr einfach aufwerten: Vor dem Servieren etwas Sumach darüberstreuen und mit Olivenöl verfeinern.
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Thymian
Was ist Thymian?
Thymian (Thymus vulgaris) ist ein aromatisches Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler und gehört zu den klassischen Kräutern der mediterranen Küche. Verwendet werden hauptsächlich die kleinen Blätter und jungen Triebe der Pflanze.
Thymian ist besonders vielseitig und eignet sich für Fleisch, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Suppen, Saucen und mediterrane Gerichte. Sein kräftiges Aroma verträgt auch längere Garzeiten gut.
Wie schmeckt Thymian?
Thymian besitzt einen kräftigen, herb-würzigen und leicht erdigen Geschmack mit warmen, aromatischen Kräuternoten.
Sein Aroma ist intensiver als das vieler milder Küchenkräuter und bleibt auch bei längerem Kochen gut wahrnehmbar. Dadurch eignet sich Thymian besonders für Schmorgerichte, Suppen und kräftige Saucen.
Zu welchen Gerichten passt Thymian?
Thymian eignet sich besonders für:
- Rindfleisch und Schmorgerichte
- Schweinefleisch und Braten
- Lamm
- Hähnchen und Geflügel
- Wildgerichte
- Fisch
- Grillfleisch
- Kartoffeln und Ofenkartoffeln
- mediterranes Ofengemüse
- Zucchini und Auberginen
- Tomaten und Tomatensaucen
- Pilzgerichte
- Linsen und Bohnen
- Suppen und Eintöpfe
- Pasta und mediterrane Saucen
- Marinaden
- Kräuterbutter
- Focaccia und herzhaftes Brot
- Käsegerichte
Besonders klassisch ist die Kombination von Thymian mit Fleisch, Kartoffeln, Tomaten, Pilzen und mediterranem Gemüse.
Auch zu Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen passt sein kräftiges Kräuteraroma hervorragend.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Thymian?
Thymian harmoniert besonders gut mit Rosmarin, Oregano, Majoran, Lorbeer, Salbei, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Paprika.
Für mediterranes Ofengemüse eignen sich beispielsweise Thymian, Rosmarin, Oregano und Knoblauch.
Bei Fleisch- und Schmorgerichten lässt sich Thymian hervorragend mit Lorbeer, schwarzem Pfeffer und Knoblauch kombinieren.
Zu Pilzen passen Thymian, Petersilie, Knoblauch und schwarzer Pfeffer besonders gut.
Was ist der Unterschied zwischen Thymian, Oregano und Rosmarin?
Alle drei gehören zu den klassischen mediterranen Küchenkräutern, besitzen aber deutlich unterschiedliche Aromaprofile.
Thymian schmeckt kräftig, herb-würzig, warm und leicht erdig.
Oregano besitzt ein intensives, herb-aromatisches Geschmacksprofil und ist besonders typisch für Pizza, Tomatensaucen und andere mediterrane Gerichte.
Rosmarin schmeckt kräftiger harzig-balsamisch und wird besonders häufig für Kartoffeln, Lamm, Grillgerichte und Ofengemüse verwendet.
Die drei Kräuter lassen sich hervorragend miteinander kombinieren, sollten aber aufgrund ihrer kräftigen Aromen ausgewogen dosiert werden.
Frischer oder getrockneter Thymian – was ist der Unterschied?
Frischer Thymian besitzt ein frisches, ätherisches Kräuteraroma. Getrockneter Thymian schmeckt konzentriert und kräftig und lässt sich unabhängig von der Saison unkompliziert bevorraten.
Durch die Trocknung verändert sich das Aromaprofil. Frischer und getrockneter Thymian sollten deshalb nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis eingesetzt werden.
Getrockneter Thymian eignet sich besonders gut für Gerichte mit längerer Garzeit.
Wie dosiert und verwendet man getrockneten Thymian?
Getrockneter Thymian kann direkt in Suppen, Saucen, Schmorgerichte, Marinaden und Gemüsegerichte gegeben werden.
Vor der Verwendung kann das Kraut leicht zwischen den Fingern zerrieben werden. Dadurch werden die getrockneten Pflanzenteile aufgebrochen und das Aroma kann sich besser verteilen.
Im Gegensatz zu empfindlicheren Kräutern wie Schnittlauch oder Kerbel kann Thymian bereits früh während der Zubereitung hinzugegeben und längere Zeit mitgegart werden.
Da sein Aroma kräftig ist, empfiehlt es sich trotzdem, zunächst moderat zu dosieren und anschließend nach Geschmack nachzuwürzen.
Kann man Thymian für Fleisch und Grillgerichte verwenden?
Ja. Thymian eignet sich hervorragend für Rind, Schweinefleisch, Lamm, Geflügel und Wild.
Für eine mediterrane Marinade lässt sich Thymian beispielsweise mit Rosmarin, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und etwas Olivenöl kombinieren.
Auch in trockenen Gewürzmischungen und Rubs kann Thymian zusammen mit Paprika, Pfeffer und Knoblauch eingesetzt werden.
Kann man Thymian für Kartoffeln und Gemüse verwenden?
Ja. Besonders Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Pilze und anderes Ofengemüse harmonieren hervorragend mit Thymian.
Für Ofenkartoffeln oder mediterranes Gemüse kann Thymian vor dem Garen mit den übrigen Gewürzen und etwas Öl vermischt werden.
Durch die längere Garzeit kann sich sein kräftiges Kräuteraroma gut im gesamten Gericht verteilen.
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Für mediterranes Ofengemüse Thymian mit Rosmarin, Oregano, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Zucchini, Auberginen, Paprika, Tomaten oder Kartoffeln mit etwas Olivenöl und der Kräutermischung vermengen und anschließend im Backofen garen.
Für eine aromatische Pilzpfanne Thymian mit Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Petersilie kombinieren.
Bei Schmorgerichten kann Thymian bereits zu Beginn zusammen mit Lorbeer und Pfeffer hinzugegeben werden und während der gesamten Garzeit sein Aroma entfalten.
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Tomatenflocken – 9 × 9 mm & walzengetrocknet
Was sind getrocknete Tomatenflocken?
Tomatenflocken werden aus Tomaten hergestellt, denen durch Trocknung ein großer Teil ihres Wassers entzogen wird. Dadurch entsteht ein konzentriertes Tomatenaroma, das sich unkompliziert bevorraten und vielseitig zum Kochen einsetzen lässt.
Bei Gewürz-Express gibt es Tomaten in unterschiedlichen getrockneten Formen. Tomatenflocken 9 × 9 mm besitzen eine gröbere, deutlich sichtbare Struktur. Walzengetrocknete Tomaten werden durch ein anderes Trocknungsverfahren hergestellt und eignen sich besonders, wenn sich die Tomate schnell und gleichmäßig in einem Gericht verteilen soll.
Beide Varianten sind besonders praktisch für Saucen, Suppen, Pasta, Pizza, Reisgerichte, Gemüse, Dips und eigene Gewürzmischungen.
Wie schmecken getrocknete Tomaten?
Durch den Wasserentzug besitzen getrocknete Tomaten einen konzentrierten, fruchtig-herzhaften und typisch tomatigen Geschmack.
Sie eignen sich deshalb nicht nur als sichtbare Zutat, sondern auch dazu, Gerichten eine zusätzliche geschmackliche Tiefe und Tomatennote zu verleihen.
Zu welchen Gerichten passen Tomatenflocken?
Getrocknete Tomaten eignen sich besonders für:
- Pasta und Nudelgerichte
- Tomatensaucen
- Pizza
- Lasagne und Aufläufe
- mediterrane Suppen
- Eintöpfe
- Risotto
- Reisgerichte
- Couscous und Bulgur
- mediterranes Gemüse
- Kartoffelgerichte
- Hackfleischgerichte
- Geflügel
- Fisch
- Focaccia und herzhafte Brote
- Dips und Aufstriche
- Kräuterbutter
- Frischkäse
- Salate
- Gewürzmischungen
Besonders gut harmonieren getrocknete Tomaten mit mediterranen Gerichten und Zutaten wie Basilikum, Oregano, Knoblauch und Olivenöl.
Was ist der Unterschied zwischen Tomatenflocken 9 × 9 mm und walzengetrockneten Tomaten?
Der wichtigste Unterschied liegt in Herstellung, Struktur und Verwendung.
Tomatenflocken 9 × 9 mm besitzen gröbere, sichtbare Tomatenstücke. Sie eignen sich besonders für Gerichte, bei denen neben dem Geschmack auch eine erkennbare Tomatenstruktur gewünscht ist – beispielsweise für Suppen, Eintöpfe, Brot, Reisgerichte, Couscous oder Gewürzmischungen.
Walzengetrocknete Tomaten werden bei der Herstellung auf beheizten Walzen getrocknet. Das getrocknete Produkt besitzt dadurch eine andere Struktur und lässt sich besonders gut in Gerichten einsetzen, bei denen sich das Tomatenaroma gleichmäßig verteilen und mit Flüssigkeit verbinden soll.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt deshalb weniger von „besser oder schlechter“ ab, sondern vom gewünschten Ergebnis im Gericht.
Müssen getrocknete Tomatenflocken eingeweicht werden?
Nicht zwingend. Bei Gerichten mit ausreichend Flüssigkeit können Tomatenflocken direkt hinzugegeben werden. Während der Zubereitung nehmen sie Flüssigkeit auf und werden weicher.
Das funktioniert beispielsweise besonders gut bei:
- Suppen
- Saucen
- Eintöpfen
- Risotto
- Reisgerichten
Für kalte Speisen oder Anwendungen mit wenig Flüssigkeit können die Tomaten vorher in etwas warmem Wasser eingeweicht werden.
Die benötigte Einweichzeit hängt von Größe, Trocknungsgrad und gewünschter Konsistenz ab.
Wie verwendet man Tomatenflocken 9 × 9 mm?
Die gröberen Tomatenflocken können direkt in flüssigkeitsreiche Gerichte gegeben oder vorher eingeweicht werden.
Sie eignen sich besonders gut, wenn die Tomaten im fertigen Gericht sichtbar und strukturiert bleiben sollen.
Für Brot oder Focaccia können die Flocken je nach Rezept vorher leicht rehydriert werden. Dadurch wird verhindert, dass sie dem Teig während der Zubereitung unnötig viel Feuchtigkeit entziehen.
Auch in selbst gemachten Gewürzmischungen sorgen die roten Tomatenstücke für eine interessante Optik.
Wie verwendet man walzengetrocknete Tomaten?
Walzengetrocknete Tomaten eignen sich besonders für Gerichte, bei denen eine intensive Tomatennote ohne größere Tomatenstücke gewünscht ist.
Sie können beispielsweise in Saucen, Suppen, Dips, Marinaden, Reisgerichten oder Gewürzmischungen verwendet werden.
In Verbindung mit Flüssigkeit lässt sich das konzentrierte Tomatenaroma besonders gut in das gesamte Gericht integrieren.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu getrockneten Tomaten?
Tomaten harmonieren besonders gut mit Basilikum, Oregano, Thymian, Rosmarin, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Paprika, Chili und Petersilie.
Für klassische italienische Gerichte eignen sich beispielsweise Tomate, Basilikum, Oregano und Knoblauch.
Für mediterranes Ofengemüse passen Tomate, Rosmarin, Thymian und schwarzer Pfeffer hervorragend zusammen.
Wer es etwas schärfer mag, kann Tomaten mit Chili, Knoblauch und Oregano kombinieren.
Sind getrocknete Tomaten dasselbe wie Tomatenpulver?
Nein. Der wesentliche Unterschied liegt in der Struktur.
Tomatenflocken besitzen sichtbare Stücke und sorgen damit neben dem Geschmack auch für Struktur im Gericht.
Tomatenpulver ist dagegen sehr fein und lässt sich besonders gleichmäßig in Saucen, Suppen, Marinaden oder Gewürzmischungen einarbeiten.
Walzengetrocknete Tomaten liegen je nach konkreter Produktbeschaffenheit hinsichtlich ihrer Verwendung zwischen diesen Varianten, sind aber nicht automatisch mit klassischem Tomatenpulver gleichzusetzen.
Kann man Tomatenflocken für eigene Gewürzmischungen verwenden?
Ja. Getrocknete Tomaten eignen sich hervorragend für selbst gemachte mediterrane Gewürzmischungen, Pasta-Gewürze, Brotgewürze oder Gemüsewürzungen.
Besonders gut lassen sie sich mit Oregano, Basilikum, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Chili kombinieren.
Dabei sollte die Körnung der einzelnen Zutaten berücksichtigt werden. Für eine grobe Gewürzmischung eignen sich Tomatenflocken besonders gut, während feinere Tomatenprodukte für homogene Mischungen praktischer sein können.
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Für eine schnelle mediterrane Pasta Tomatenflocken mit Knoblauch, Oregano, Basilikum und schwarzem Pfeffer kombinieren. Die Tomaten direkt in der Sauce mitziehen lassen, damit sie Flüssigkeit aufnehmen und ihr konzentriertes Aroma abgeben können.
Für eine schnelle Tomaten-Kräuter-Butter getrocknete Tomaten gegebenenfalls etwas zerkleinern beziehungsweise rehydrieren und mit Butter, Knoblauch, Basilikum und Oregano vermengen. Anschließend etwas ziehen lassen.
Auch für selbst gebackene Focaccia sind Tomatenflocken interessant: Zusammen mit Rosmarin, Oregano und etwas Knoblauch entsteht eine kräftige mediterrane Würzung.
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Tonkabohnen
Was sind Tonkabohnen?
Tonkabohnen sind die getrockneten Samen des Tonkabohnenbaums (Dipteryx odorata), der ursprünglich aus den tropischen Regionen Südamerikas stammt. Trotz ihres Namens handelt es sich botanisch nicht um klassische Bohnen.
Tonkabohnen gehören zu den besonders aromatischen Gewürzen der Dessert- und Patisserieküche. Ihr komplexes Aroma erinnert an eine Kombination aus Vanille, Mandel, Marzipan und warmen Gewürznoten.
Da Tonkabohnen von Natur aus Cumarin enthalten, werden sie sehr sparsam dosiert. Bereits eine kleine Menge reicht aus, um Desserts, Gebäck oder Cremes intensiv zu aromatisieren.
Wie schmecken Tonkabohnen?
Tonkabohnen besitzen einen intensiven, süßlich-warmen und komplexen Geschmack. Typisch sind Aromen, die an:
- Vanille
- Mandel
- Marzipan
- Karamell
- Zimt
erinnern können.
Das genaue Geschmackserlebnis ist individuell. Gerade die Verbindung aus vanilleartigen und mandelähnlichen Noten macht Tonkabohnen zu einer interessanten Alternative oder Ergänzung zu Vanille.
Zu welchen Gerichten passen Tonkabohnen?
Tonkabohnen eignen sich besonders für:
- Crème brûlée
- Panna cotta
- Mousse
- Pudding und Cremedesserts
- Eis und Parfait
- Milchreis
- Grießbrei
- Kuchen
- Kekse und Plätzchen
- Schokoladendesserts
- Pralinen
- Ganache
- Fruchtdesserts
- Apfel- und Birnengerichte
- Kaffee- und Milchdesserts
Besonders gut harmoniert Tonkabohne mit Schokolade, Vanille, Sahne, Milch, Mandeln, Kaffee und Karamell.
Durch ihr intensives Aroma eignet sie sich hervorragend für Gerichte, bei denen das Gewürz bewusst wahrnehmbar sein soll.
Welche Gewürze passen zu Tonkabohnen?
Tonkabohnen harmonieren besonders gut mit Vanille, Zimt, Kardamom, Orangenschale und Muskat.
Für Schokoladendesserts eignet sich beispielsweise eine kleine Menge Tonkabohne zusammen mit Vanille.
Bei winterlichen Desserts lässt sie sich mit Zimt, Kardamom und Orangenschale kombinieren.
Da Tonkabohne selbst sehr intensiv und komplex schmeckt, sollte sie nicht mit zu vielen kräftigen Gewürzen gleichzeitig kombiniert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Tonkabohne und Vanille?
Tonkabohne und Vanille besitzen zwar teilweise ähnliche Aromaeindrücke, sind jedoch zwei vollkommen unterschiedliche Gewürze.
Vanille stammt aus den fermentierten beziehungsweise aufbereiteten Kapselfrüchten bestimmter Orchideen der Gattung Vanilla und besitzt das charakteristische warme, süßliche Vanillearoma.
Tonkabohnen sind dagegen die Samen des Tonkabohnenbaums. Ihr Aroma ist komplexer und erinnert neben Vanille auch an Mandel, Marzipan, Karamell und warme Gewürze.
Tonkabohne ist deshalb kein geschmacklich identischer Ersatz für Vanille. Beide Gewürze können aber sehr gut miteinander kombiniert werden.
Wie verwendet man Tonkabohnen?
Tonkabohnen werden aufgrund ihres intensiven Aromas meist sehr fein gerieben. Dafür eignet sich beispielsweise eine feine Gewürz- oder Muskatreibe.
Die benötigte Menge wird direkt über beziehungsweise in die Speise gerieben.
Alternativ kann eine ganze Tonkabohne zum Aromatisieren von Flüssigkeiten wie Milch oder Sahne verwendet und anschließend wieder entfernt werden. Die konkrete Verwendung hängt vom jeweiligen Rezept ab.
Wichtig ist grundsätzlich eine sehr sparsame Dosierung.
Wie viel Tonkabohne sollte man verwenden?
Bei Tonkabohnen gilt besonders: weniger ist mehr.
Das liegt nicht nur am sehr intensiven Aroma, sondern auch am natürlich enthaltenen Cumarin. Tonkabohnen sollten deshalb nicht großzügig wie beispielsweise Zucker oder Kakao eingesetzt werden.
Für ein Dessert reicht häufig bereits eine kleine Menge fein geriebener Tonkabohne aus. Statt einer pauschalen hohen Dosierung sollte man sich an das konkrete Rezept und die vorgesehene Portionszahl halten.
Warum muss Tonkabohne sparsam dosiert werden?
Tonkabohnen enthalten natürlicherweise Cumarin. Dieser Pflanzenstoff ist auch aus anderen Lebensmitteln bekannt und unterliegt bei Lebensmitteln gesetzlichen Höchstmengen, die sich je nach Lebensmittelkategorie unterscheiden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt für Cumarin eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Diese Angabe bezieht sich auf die gesamte tägliche Cumarinaufnahme und ist keine Dosierungsempfehlung für Tonkabohnen.
Deshalb sollte Tonkabohne grundsätzlich sparsam und als Gewürz verwendet werden.
Kann man Tonkabohnen wie Muskatnuss reiben?
Ja. Das ist sogar eine der praktischsten Möglichkeiten, Tonkabohnen zu verwenden.
Die harte Bohne kann mit einer feinen Reibe unmittelbar über beziehungsweise in das Gericht gerieben werden. Dadurch lässt sich die benötigte Menge sehr fein dosieren.
Da das Aroma intensiv ist, zunächst nur wenig verwenden, abschmecken und sich bei Bedarf vorsichtig an die gewünschte Intensität herantasten.
Kann man Tonkabohnen für Schokolade verwenden?
Ja. Tonkabohne und Schokolade harmonieren hervorragend miteinander.
Besonders bei dunkler Schokolade, Mousse au Chocolat, Ganache, Pralinen oder Schokoladeneis können bereits geringe Mengen Tonkabohne zusätzliche Vanille-, Mandel- und Karamellnoten einbringen.
Auch die Kombination aus Schokolade, Tonkabohne und Orangenschale ist geschmacklich interessant.
Wie lagert man Tonkabohnen richtig?
Tonkabohnen sollten trocken, kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert werden. So werden sie vor Feuchtigkeit, Licht und Fremdaromen geschützt.
Ganze Tonkabohnen sind besonders praktisch, da jeweils nur die benötigte Menge frisch abgerieben werden kann.
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Für eine einfache Tonka-Creme Milch oder Sahne mit einer sehr kleinen Menge frisch geriebener Tonkabohne aromatisieren und anschließend als Grundlage für Pudding, Panna cotta oder andere Desserts verwenden.
Bei Milchreis lässt sich Tonkabohne hervorragend mit Vanille und etwas Zimt kombinieren.
Für Schokoladendesserts Tonkabohne besonders zurückhaltend einsetzen: Bereits eine kleine Menge kann dem Schokoladenaroma zusätzliche Vanille-, Mandel- und Karamellnoten verleihen.
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Vanille – Bourbon-Vanille, Vanilleschoten und Vanillepulver
Was ist Vanille?
Vanille gehört zu den bekanntesten und zugleich hochwertigsten Gewürzen der Welt. Sie wird aus den Kapselfrüchten bestimmter Orchideen der Gattung Vanilla gewonnen. Die wirtschaftlich wichtigste Art ist die Echte Vanille (Vanilla planifolia).
Nach der Ernte besitzen die grünen Vanillefrüchte noch nicht das typische intensive Vanillearoma. Dieses entwickelt sich erst durch eine aufwendige Verarbeitung aus Blanchieren beziehungsweise Wärmebehandlung, Fermentation, Trocknung und Reifung.
Vanille wird vor allem für Desserts und Backwaren verwendet, kann aber auch in herzhaften Gerichten interessante Akzente setzen.
Wie schmeckt Vanille?
Echte Vanille besitzt einen warmen, süßlich-aromatischen, weichen und komplexen Geschmack. Neben der typischen Vanillenote können je nach Herkunft, Qualität und Verarbeitung zusätzlich florale, fruchtige, holzige, cremige oder leicht würzige Nuancen wahrnehmbar sein.
Einer der wichtigsten Aromastoffe ist Vanillin. Das natürliche Aroma echter Vanille besteht jedoch aus zahlreichen weiteren Aromakomponenten. Deshalb ist das Geschmacksprofil einer echten Vanilleschote wesentlich komplexer als reines Vanillin.
Zu welchen Gerichten passt Vanille?
Vanille eignet sich besonders für:
- Kuchen und Gebäck
- Kekse und Plätzchen
- Vanillekipferl
- Pudding
- Crème brûlée
- Panna cotta
- Eis und Parfait
- Mousse
- Milchreis und Grießbrei
- Pfannkuchen und Waffeln
- Käsekuchen
- Schokolade und Pralinen
- Sahne- und Milchdesserts
- Joghurt und Quarkspeisen
- Obstsalat
- Apfel-, Birnen- und Beerendesserts
- Marmeladen und Fruchtaufstriche
- Kaffee und Kakao
- Smoothies
- süße Saucen
Vanille kann außerdem für herzhafte Gerichte verwendet werden. Besonders interessant ist sie in kleinen Mengen zu Kürbis, Karotten, Süßkartoffeln, Fisch, Meeresfrüchten und hellen Saucen.
Welche Gewürze passen zu Vanille?
Vanille harmoniert besonders gut mit Zimt, Tonkabohne, Kardamom, Safran, Ingwer, Muskat, Nelken, Sternanis, Orangenschale und Zitronenschale.
Für klassische Desserts eignen sich beispielsweise Vanille und Zimt.
Zu Schokolade harmonieren Vanille und Tonkabohne hervorragend.
Für fruchtige Desserts lassen sich Vanille, Orangenschale oder Zitronenschale kombinieren.
Auch Vanille und Safran können bei Milch-, Reis- und orientalisch inspirierten Desserts eine interessante Kombination ergeben.
Was ist Bourbon-Vanille?
Die Bezeichnung Bourbon-Vanille bezeichnet keine eigene Pflanzenart. Sie bezieht sich auf Vanille der Art Vanilla planifolia, die aus einem bestimmten geografischen Herkunftsgebiet stammt.
Die Bezeichnung geht auf die frühere Île Bourbon, das heutige Réunion, zurück. Bourbon-Vanille wird insbesondere mit dem Anbau im Raum des Indischen Ozeans verbunden, darunter vor allem Madagaskar, Réunion und die Komoren.
Bourbon-Vanille ist für ihr intensives, warmes und harmonisches Vanillearoma bekannt und gehört zu den international bedeutendsten Vanillequalitäten.
Was ist der Unterschied zwischen Vanilleschote, Vanillemark und Vanillepulver?
Vanilleschoten sind die ganzen verarbeiteten Kapselfrüchte. Sie enthalten im Inneren zahlreiche kleine Samen und aromatische Bestandteile.
Vanillemark bezeichnet umgangssprachlich die dunkle, samenhaltige Masse, die aus dem Inneren einer aufgeschnittenen Vanilleschote herausgekratzt wird.
Vanillepulver wird aus getrockneter und fein vermahlener echter Vanille hergestellt – vorausgesetzt, es handelt sich um reines Vanillepulver ohne weitere Zutaten. Es lässt sich besonders unkompliziert dosieren und direkt in Teige, Cremes, Desserts oder Getränke einarbeiten.
Für die genaue Zusammensetzung ist immer die Zutatenangabe des jeweiligen Produkts maßgeblich.
Wie verwendet man eine Vanilleschote richtig?
Eine Vanilleschote der Länge nach mit einem scharfen Messer aufschneiden. Anschließend kann das Innere vorsichtig mit dem Messerrücken herausgeschabt werden.
Das Vanillemark lässt sich direkt für Pudding, Cremes, Kuchen, Eis, Milchreis oder andere Desserts verwenden.
Die ausgekratzte Schote sollte nicht weggeworfen werden. Sie enthält weiterhin viel Aroma und kann beispielsweise in Milch, Sahne oder einer anderen Flüssigkeit mitziehen.
Nach dem Aromatisieren wird die Schote wieder entfernt.
Kann man die ausgekratzte Vanilleschote weiterverwenden?
Ja. Auch nach dem Auskratzen enthält die Schote noch aromatische Bestandteile.
Sie kann beispielsweise zum Aromatisieren von:
- Milch
- Sahne
- Pudding
- Kompott
- Kaffee
- Sirup
verwendet werden.
Eine weitere bekannte Möglichkeit ist selbst gemachter Vanillezucker. Dabei sollte allerdings auf eine hygienische und ausreichend trockene Verarbeitung und Lagerung geachtet werden.
Was ist der Unterschied zwischen echter Vanille und Vanillin?
Echte Vanille und Vanillin sind nicht dasselbe.
Vanille ist das natürliche Gewürz aus den Kapselfrüchten der Vanilleorchidee. Ihr Aroma setzt sich aus zahlreichen verschiedenen Aromastoffen zusammen.
Vanillin ist dagegen ein einzelner Aromastoff und zugleich einer der wichtigsten Bestandteile des typischen Vanillearomas.
Vanillin kann aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen beziehungsweise durch verschiedene Herstellungsverfahren gewonnen werden. Ein Produkt mit Vanillin enthält deshalb nicht automatisch echte Vanille.
Für Verbraucher lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und die genaue Produktbezeichnung.
Was ist der Unterschied zwischen Vanillezucker und Vanillinzucker?
Auch diese Begriffe sollten unterschieden werden.
Vanillezucker enthält Zucker und Vanille beziehungsweise Bestandteile echter Vanille entsprechend der jeweiligen Produktzusammensetzung.
Vanillinzucker wird dagegen mit Vanillin aromatisiert.
Geschmacklich können beide eine deutliche Vanillenote liefern, echte Vanille besitzt jedoch ein komplexeres Aromaprofil aus zahlreichen verschiedenen Aromastoffen.
Warum ist echte Vanille so teuer?
Vanille gehört zu den arbeitsintensiv hergestellten Gewürzen. Die Vanilleorchidee stellt hohe Anforderungen an Klima und Anbau. In vielen Anbaugebieten werden die Blüten zudem von Hand bestäubt.
Nach der Ernte folgt die aufwendige Verarbeitung und Reifung der zunächst grünen Früchte. Erst dadurch entwickeln sich Farbe, Konsistenz und das charakteristische Aroma.
Hinzu kommen begrenzte Anbaugebiete, schwankende Ernten und die hohe Nachfrage nach hochwertiger Naturvanille.
Diese Faktoren erklären, weshalb echte Vanille wesentlich teurer sein kann als Produkte, die lediglich mit Vanillin aromatisiert werden.
Woran erkennt man eine gute Vanilleschote?
Eine hochwertige Vanilleschote sollte typischerweise aromatisch, biegsam und nicht vollständig ausgetrocknet oder brüchig sein.
Aussehen, Länge und Feuchtigkeitsgehalt können allerdings je nach Herkunft, Sorte und Qualitätsklasse variieren. Eine größere Schote ist deshalb nicht automatisch aromatischer oder qualitativ besser als eine kleinere.
Bei Naturprodukten sind außerdem gewisse optische Unterschiede vollkommen normal.
Was sind die kleinen schwarzen Punkte in Vanilleeis und Vanillecreme?
Die kleinen schwarzen Punkte können von den zahlreichen winzigen Samen aus dem Inneren einer Vanilleschote stammen.
Sie sind vor allem ein sichtbares Merkmal der verwendeten Vanillebestandteile. Allein anhand schwarzer Punkte lässt sich allerdings nicht zuverlässig die Qualität oder Intensität eines Vanilleprodukts beurteilen.
Entscheidend sind vielmehr die verwendeten Zutaten und deren Qualität.
Wie dosiert man Vanillepulver?
Reines Vanillepulver besitzt ein konzentriertes Aroma und sollte zunächst sparsam dosiert werden.
Die benötigte Menge hängt stark vom Produkt, Gericht und gewünschten Vanillearoma ab. Deshalb empfiehlt es sich, mit einer kleinen Menge zu beginnen und bei Bedarf nachzuwürzen.
Vanillepulver kann direkt in Teige, Cremes, Pudding, Milchreis, Joghurt, Quark, Smoothies oder Getränke eingerührt werden.
Wie lagert man Vanilleschoten richtig?
Vanilleschoten sollten kühl, dunkel, trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden. Eine luftdichte beziehungsweise gut schließende Verpackung schützt insbesondere vor Aromaverlust und unerwünschten äußeren Einflüssen.
Der Kühlschrank ist für die übliche Lagerung nicht notwendig und kann durch Feuchtigkeit beziehungsweise Kondensation problematisch sein.
Vanilleschoten sollten außerdem nicht unnötig offen gelagert werden, da sie dadurch zunehmend austrocknen und Aroma verlieren können.
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Für eine klassische Vanillecreme eine Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und Mark und ausgekratzte Schote gemeinsam in Milch oder Sahne ziehen lassen. Die Schote anschließend wieder entfernen und die aromatisierte Flüssigkeit weiterverarbeiten.
Für Milchreis harmoniert Vanille hervorragend mit Canehl-Zimt. Bei Schokoladendesserts sorgt eine kleine Menge Vanille für zusätzliche aromatische Tiefe.
Wer experimentieren möchte, kann Vanille auch herzhaft einsetzen: Eine sehr kleine Menge zu Kürbis, Karotte oder einer cremigen Sauce zu Fisch oder Meeresfrüchten kann einen interessanten aromatischen Kontrast erzeugen.
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Wacholderbeeren
Was sind Wacholderbeeren?
Wacholderbeeren sind die getrockneten, beerenähnlichen Zapfen des Gemeinen Wacholders (Juniperus communis). Botanisch handelt es sich also nicht um echte Beeren, auch wenn sie in der Küche traditionell so bezeichnet werden.
Wacholder gehört zu den klassischen Gewürzen der mitteleuropäischen und nordeuropäischen Küche. Besonders bekannt ist er für die Verwendung bei Wild, Sauerbraten, Sauerkraut, Rotkohl, Schmorgerichten und kräftigen Saucen.
Die dunkelblauen bis schwarzbraunen Wacholderbeeren können ganz mitgekocht oder vor der Verwendung leicht zerdrückt beziehungsweise gemörsert werden.
Wie schmecken Wacholderbeeren?
Wacholderbeeren besitzen einen kräftigen, würzig-herben und leicht harzigen Geschmack mit balsamischen, holzigen und dezent fruchtigen Noten.
Das Aroma erinnert an Nadelwald und ist sehr charakteristisch. Wacholder sollte deshalb eher sparsam dosiert werden, damit sein intensiver Geschmack die übrigen Zutaten nicht überdeckt.
Zu welchen Gerichten passen Wacholderbeeren?
Wacholderbeeren eignen sich besonders für:
- Wildgulasch
- Hirsch und Reh
- Wildschwein
- Wildbraten
- Sauerbraten
- Rinderschmorgerichte
- kräftige Fleischsaucen
- Rotkohl und Blaukraut
- Sauerkraut
- Kohlgerichte
- Eintöpfe
- Marinaden und Beizen
- Brühen und Fonds
- Pilzgerichte
- kräftige Gemüsegerichte
- eingelegtes Gemüse
Besonders klassisch ist die Kombination von Wacholder mit Wildgerichten. Das herb-würzige Aroma harmoniert hervorragend mit kräftigem Fleisch und dunklen Saucen.
Auch bei Sauerkraut und Rotkohl gehören Wacholderbeeren zu den traditionellen Gewürzen.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Wacholderbeeren?
Wacholder harmoniert besonders gut mit Lorbeer, schwarzem Pfeffer, Piment, Nelken, Thymian, Rosmarin, Majoran und Kümmel.
Für Wildgerichte eignen sich beispielsweise Wacholder, Lorbeer, schwarzer Pfeffer und Thymian.
Bei Sauerbraten lässt sich Wacholder hervorragend mit Lorbeer, Piment, Nelken und Pfeffer kombinieren.
Für Sauerkraut passen Wacholderbeeren besonders gut zu Lorbeer und Kümmel.
Warum passen Wacholderbeeren so gut zu Wild?
Wildfleisch besitzt häufig einen kräftigen Eigengeschmack. Das intensive, harzig-würzige und leicht fruchtige Aroma von Wacholder ergänzt diese kräftigen Aromen besonders gut.
Wacholder wird deshalb traditionell für Wildbraten, Wildgulasch, Marinaden, Beizen und Wildsaucen eingesetzt.
Besonders harmonisch wird die Würzung in Kombination mit Lorbeer, Pfeffer und Thymian.
Sollte man Wacholderbeeren zerdrücken?
Wacholderbeeren können sowohl ganz als auch leicht zerdrückt verwendet werden.
Ganze Wacholderbeeren geben ihr Aroma während längerer Garzeiten langsam an das Gericht ab und eignen sich besonders für Schmorgerichte, Sauerkraut, Rotkohl und Brühen.
Wer ein intensiveres Aroma möchte, kann die Beeren vor der Verwendung mit der flachen Seite eines Messers leicht andrücken oder im Mörser grob zerstoßen. Dadurch wird die Oberfläche vergrößert und die aromatischen Bestandteile können sich schneller verteilen.
Wie dosiert und verwendet man Wacholderbeeren?
Wacholder besitzt ein intensives Aroma. Deshalb gilt auch hier: zunächst sparsam dosieren und bei Bedarf ergänzen.
Für einen Topf Sauerkraut, Rotkohl oder ein Schmorgericht reichen häufig bereits wenige Wacholderbeeren aus. Die benötigte Menge hängt von der Portionsgröße, Garzeit und gewünschten Intensität ab.
Bei Schmorgerichten können die Beeren bereits zu Beginn hinzugegeben und während der gesamten Garzeit mitgekocht werden.
Ganze Wacholderbeeren sollten vor dem Servieren möglichst wieder entfernt werden.
Kann man Wacholderbeeren für Sauerkraut und Rotkohl verwenden?
Ja. Wacholderbeeren gehören zu den klassischen Gewürzen für Sauerkraut und passen auch hervorragend zu Rotkohl.
Für Sauerkraut eignet sich beispielsweise eine Kombination aus Wacholderbeeren, Lorbeer und Kümmel.
Bei Rotkohl harmoniert Wacholder unter anderem mit Lorbeer, Nelken, schwarzem Pfeffer und einer fruchtigen Komponente wie Apfel.
Sind Wacholderbeeren und Gin miteinander verbunden?
Ja. Wacholder ist das charakteristische Botanikal von Gin und prägt dessen typisches Aroma maßgeblich.
Die harzig-würzigen und leicht zitrisch-fruchtigen Noten, die man von Gin kennt, stammen wesentlich vom Wacholder.
In der Küche werden Wacholderbeeren allerdings als Gewürz verwendet und eignen sich aufgrund ihres intensiven Aromas vor allem für kräftige herzhafte Speisen.
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Für ein kräftiges Wildgulasch Wacholderbeeren leicht andrücken und zusammen mit Lorbeer, schwarzem Pfeffer und Thymian während des Schmorens mitgaren. Ganze Gewürze vor dem Servieren wieder entfernen.
Für klassisches Sauerkraut einige Wacholderbeeren zusammen mit Lorbeer und Kümmel mitkochen.
Auch eine dunkle Sauce zu Rind oder Wild lässt sich mit wenigen leicht zerdrückten Wacholderbeeren aromatisch vertiefen. Hier lieber zurückhaltend dosieren – Wacholder soll das Gericht ergänzen und nicht dominieren.
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Canehl-Zimt – Ceylon-Zimt und seine Qualitätsstufen
Was ist Canehl-Zimt?
Canehl-Zimt ist eine traditionelle Handelsbezeichnung für Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum, auch Cinnamomum zeylanicum). Er stammt ursprünglich aus Sri Lanka und wird aus der inneren Rinde des Ceylon-Zimtbaums gewonnen.
Nach der Ernte wird die äußere Rindenschicht entfernt und die dünne innere Rinde getrocknet. Dabei rollen sich mehrere feine Rindenschichten ineinander und bilden die für hochwertigen Ceylon-Zimt charakteristischen, dünnwandigen Zimtstangen.
Ceylon-Zimt wird häufig als „echter Zimt“ bezeichnet und unterscheidet sich deutlich vom ebenfalls weit verbreiteten Cassia-Zimt.
Wie schmeckt Canehl-Zimt?
Ceylon-Zimt besitzt einen feinen, warmen, süßlich-würzigen und leicht blumigen Geschmack. Im Vergleich zu Cassia-Zimt wirkt sein Aroma meist eleganter, komplexer und weniger kräftig-scharf.
Dadurch eignet sich Canehl-Zimt hervorragend für Gerichte, bei denen nicht nur eine kräftige Zimtnote, sondern ein feines und ausgewogenes Zimtaroma gewünscht ist.
Zu welchen Gerichten passt Canehl-Zimt?
Canehl-Zimt eignet sich besonders für:
- Milchreis
- Grießbrei
- Porridge und Haferbrei
- Apfelmus und Apfelkompott
- Bratapfel
- Pflaumen- und Birnengerichte
- Kuchen und Gebäck
- Zimtschnecken
- Weihnachtsgebäck
- Lebkuchen
- Desserts und Cremes
- Schokolade und Kakao
- Kaffee
- Chai und Gewürztee
- Glühwein und Punsch
- Currys
- orientalische Reisgerichte
- Lammgerichte
- Schmorgerichte
- Chutneys
Zimt ist also keineswegs ausschließlich ein Gewürz für Süßspeisen. Besonders in der indischen, orientalischen und nordafrikanischen Küche wird er auch für herzhafte Gerichte eingesetzt.
Welche Gewürze passen zu Canehl-Zimt?
Ceylon-Zimt harmoniert besonders gut mit Vanille, Kardamom, Nelken, Sternanis, Anis, Ingwer, Muskat, Piment, Orangenschale und Safran.
Für winterliche Speisen und Getränke eignen sich beispielsweise Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom und Orangenschale.
Für orientalische und indische Gerichte lässt sich Zimt hervorragend mit Cumin, Koriander, Kardamom, Ingwer und Nelken kombinieren.
Bei Desserts sind Zimt und Vanille eine besonders klassische Kombination.
Was ist der Unterschied zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt?
Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt stammen von unterschiedlichen Zimtbäumen und unterscheiden sich sowohl optisch als auch geschmacklich.
Ceylon-Zimt besteht bei ganzen Stangen aus vielen sehr dünnen, ineinander gerollten Rindenschichten. Sein Aroma ist fein, süßlich, komplex und vergleichsweise mild.
Cassia-Zimt besitzt meist eine deutlich dickere und härtere Rinde. Sein Geschmack ist kräftiger, würziger und häufig etwas schärfer.
Ein weiterer Unterschied betrifft Cumarin, einen natürlich vorkommenden Pflanzenstoff. Cassia-Zimt enthält üblicherweise deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Wer regelmäßig größere Mengen Zimt verwendet, kann daher insbesondere auf die verwendete Zimtsorte achten.
Welche Qualitätsstufen gibt es bei Ceylon-Zimt?
Bei Ceylon-Zimt werden im Handel verschiedene Qualitätsgrade unterschieden. Die Einstufung orientiert sich insbesondere an Durchmesser und Feinheit der sogenannten Quills, Beschaffenheit der Rinde sowie weiteren Qualitätsmerkmalen.
Zu den bekannten Handelsklassen gehören:
Alba – gilt als eine der feinsten und hochwertigsten Handelsqualitäten. Die Zimtstangen sind besonders dünn und fein gearbeitet. Alba ist entsprechend selten und hochpreisig.
Continental – sehr hochwertige Qualität mit feinen Zimtstangen. Innerhalb dieser Klasse gibt es weitere Abstufungen, beispielsweise Continental 5.
Mexican – ebenfalls eine etablierte Ceylon-Zimt-Qualitätsklasse. Die Quills besitzen einen größeren Durchmesser als bei den besonders feinen Continental- und Alba-Qualitäten.
Hamburg – umfasst gröbere Ceylon-Zimt-Qualitäten mit entsprechend größerem Quill-Durchmesser. Auch innerhalb dieser Gruppe existieren weitere Abstufungen.
Wichtig dabei: Die Qualitätsklasse ist keine einfache Geschmacksnote von „gut“ bis „schlecht“. Sie beschreibt in erster Linie definierte Handels- und Sortierungsmerkmale. Auch gröbere Qualitätsstufen können ein hochwertiges Naturprodukt und für die jeweilige Verwendung hervorragend geeignet sein.
Ist Alba-Zimt automatisch der beste Zimt?
Alba gehört zu den höchsten und feinsten Handelsklassen von Ceylon-Zimt. Die besonders dünnen und sorgfältig gearbeiteten Quills machen ihn entsprechend wertvoll.
Für die Verwendung in der Küche bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass für jedes Gericht Alba notwendig ist.
Bei gemahlenem Zimt spielen beispielsweise neben der ursprünglichen Rohwarenqualität auch Frische, Lagerung und Verarbeitung eine entscheidende Rolle für das tatsächliche Aroma.
Für Kunden ist daher sinnvoller, auf Zimtsorte, Herkunft, Qualität und Frische zu achten, statt sich ausschließlich an der höchsten Handelsklasse zu orientieren.
Canehl-Zimt ganz oder gemahlen – was ist der Unterschied?
Zimtstangen eignen sich besonders zum Mitziehen in Getränken, Kompott, Saucen, Currys und Schmorgerichten. Sie geben ihr Aroma nach und nach ab und können anschließend wieder entfernt werden.
Gemahlener Canehl-Zimt verteilt sich dagegen unmittelbar im gesamten Gericht und eignet sich besonders für Milchreis, Porridge, Gebäck, Desserts und Gewürzmischungen.
Für Zimtschnecken, Kuchen oder das klassische Bestreuen von Milchreis ist gemahlener Zimt besonders praktisch.
Wie dosiert und verwendet man Canehl-Zimt?
Gemahlener Canehl-Zimt kann direkt in Speisen eingerührt oder über fertige Gerichte gestreut werden.
Für Milchreis, Porridge, Desserts und Gebäck lässt sich die gewünschte Intensität unkompliziert über die verwendete Menge steuern.
Ganze Zimtstangen eignen sich dagegen hervorragend zum Mitziehen und Aromatisieren. Sie können beispielsweise in Glühwein, Punsch, Chai, Kompott, Currys oder Schmorgerichten verwendet und anschließend wieder entfernt werden.
Warum ist Ceylon-Zimt häufig teurer als Cassia-Zimt?
Die Gewinnung und Verarbeitung von Ceylon-Zimt ist aufwendig. Für die charakteristischen feinen Zimtstangen wird die innere Rinde sorgfältig verarbeitet und zu den typischen mehrlagigen Quills zusammengesetzt.
Besonders feine Handelsklassen erfordern eine entsprechend hochwertige Rohware und sorgfältige Verarbeitung.
Das erklärt, weshalb hochwertiger Ceylon-Zimt – insbesondere sehr feine Qualitätsstufen – deutlich teurer sein kann als handelsüblicher Cassia-Zimt.
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Für klassischen Milchreis Canehl-Zimt mit Vanille kombinieren und nach Geschmack über den fertigen Milchreis geben.
Für einen winterlichen Gewürztee eignen sich Ceylon-Zimt, Sternanis, Nelken, Kardamom und Orangenschale. Ganze Gewürze mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen.
Auch herzhafte Gerichte profitieren von Zimt: Bei orientalischem Lamm oder Reis eine kleine Menge Canehl-Zimt mit Cumin, Koriander und Kardamom kombinieren. Hier besonders sparsam dosieren, damit der Zimt die übrigen Gewürze nicht überdeckt.
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Zitronengras
Was ist Zitronengras?
Zitronengras (Cymbopogon citratus) ist ein aromatisches Süßgras und gehört zu den charakteristischen Gewürzpflanzen der südostasiatischen Küche. Besonders häufig wird es in der thailändischen, vietnamesischen und indonesischen Küche verwendet.
Seinen Namen verdankt Zitronengras seinem ausgeprägten frischen, zitronigen Aroma. Es bringt eine intensive Zitrusnote in Gerichte, ohne die typische Säure von Zitronensaft hinzuzufügen.
Getrocknetes Zitronengras eignet sich besonders für Currys, Suppen, asiatische Saucen, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Tee.
Wie schmeckt Zitronengras?
Zitronengras besitzt einen frischen, zitronig-zitrusartigen und leicht würzigen Geschmack mit dezenten kräuterigen Noten.
Das Aroma erinnert an Zitrone, ist geschmacklich jedoch eigenständig. Im Gegensatz zu Zitronensaft bringt Zitronengras vor allem Zitrusaroma und kaum Säure in ein Gericht.
Dadurch eignet es sich hervorragend, wenn Speisen eine frische Zitrusnote erhalten sollen, ohne gleichzeitig deutlich saurer zu werden.
Zu welchen Gerichten passt Zitronengras?
Zitronengras eignet sich besonders für:
- Thai-Currys
- Kokos-Currys
- Tom Kha
- Tom Yum
- asiatische Suppen
- Wokgerichte
- Reisgerichte
- Nudelgerichte
- Fisch
- Garnelen und Meeresfrüchte
- Hähnchen und Geflügel
- Gemüsegerichte
- Kokosmilch-Saucen
- Marinaden
- Dips und asiatische Saucen
- Brühen
- Chutneys
- Tee und Kräuteraufgüsse
Besonders gut harmoniert Zitronengras mit Kokosmilch, Ingwer, Chili, Knoblauch, Koriander und Limette.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Zitronengras?
Zitronengras harmoniert besonders gut mit Ingwer, Galgant, Chili, Knoblauch, Koriander, Kurkuma, Cumin und schwarzem Pfeffer.
Für Thai-Currys eignet sich beispielsweise die Kombination aus Zitronengras, Ingwer beziehungsweise Galgant, Chili, Knoblauch und Koriander.
Bei Fisch und Meeresfrüchten lässt sich Zitronengras hervorragend mit Ingwer, Knoblauch, Chili und Koriander kombinieren.
Auch Kokosmilch ist ein idealer geschmacklicher Partner, da ihre cremige und leicht süßliche Aromatik einen schönen Kontrast zur frischen Zitrusnote des Zitronengrases bildet.
Was ist der Unterschied zwischen Zitronengras und Zitrone?
Obwohl beide ein deutliches Zitrusaroma besitzen, handelt es sich um vollkommen unterschiedliche Pflanzen.
Zitronen gehören zu den Zitrusfrüchten. Ihr Saft bringt neben dem typischen Aroma vor allem deutlich wahrnehmbare Säure in ein Gericht.
Zitronengras gehört dagegen zu den Süßgräsern und liefert hauptsächlich eine frische, zitronige Aromatik, ohne die gleiche Säurewirkung zu erzeugen.
Zitronengras ist deshalb kein vollständiger Ersatz für Zitronensaft. Beide Zutaten können sich sogar hervorragend ergänzen.
Frisches oder getrocknetes Zitronengras – was ist der Unterschied?
Frisches Zitronengras besitzt eine saftige Struktur und ein besonders frisches, ätherisches Zitrusaroma.
Getrocknetes Zitronengras ist dagegen lange lagerfähig, jederzeit verfügbar und einfach zu dosieren. Durch die Trocknung verändert und konzentriert sich das Aromaprofil.
Getrocknetes Zitronengras eignet sich besonders gut für Gerichte mit ausreichend Flüssigkeit, da es während der Zubereitung Flüssigkeit aufnehmen und sein Aroma an das Gericht abgeben kann.
Wie verwendet man getrocknetes Zitronengras?
Getrocknetes Zitronengras eignet sich hervorragend zum Mitkochen und Ziehenlassen.
Es kann direkt in:
- Suppen
- Currys
- Brühen
- Kokossaucen
- Schmorgerichte
- Tee
gegeben werden.
Bei gröber geschnittenem Zitronengras kann es sinnvoll sein, das Gewürz in einem Gewürzsäckchen oder Teefilter mitziehen zu lassen. Dadurch lässt es sich vor dem Servieren einfach wieder entfernen.
Alternativ kann getrocknetes Zitronengras vor der Verwendung kurz in warmer Flüssigkeit eingeweicht werden.
Kann man Zitronengras für Tee verwenden?
Ja. Zitronengras eignet sich hervorragend für einen aromatischen Kräuteraufguss.
Dazu getrocknetes Zitronengras mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Besonders gut lässt es sich mit Ingwer kombinieren.
Für eine würzigere Variante können zusätzlich Kardamom oder eine kleine Menge Zimt verwendet werden.
Passt Zitronengras zu Fisch und Meeresfrüchten?
Ja. Die frische Zitrusnote harmoniert besonders gut mit Fisch, Garnelen und anderen Meeresfrüchten.
Eine Kombination aus Zitronengras, Ingwer, Knoblauch, Chili und Koriander eignet sich beispielsweise hervorragend für asiatisch inspirierte Fischgerichte, Marinaden oder Kokossaucen.
Ist Zitronengras typisch für Thai-Curry?
Zitronengras gehört zu den charakteristischen Zutaten vieler südostasiatischer Currys und Currypasten. Je nach Rezept wird es unter anderem mit Chili, Knoblauch, Galgant, Koriander und weiteren Gewürzen kombiniert.
Besonders in Verbindung mit Kokosmilch entsteht das typische Zusammenspiel aus frischer Zitrusnote, Würze, Schärfe und cremiger Süße, das viele Thai-Currys auszeichnet.
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Für ein schnelles Kokos-Curry Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen und anschließend Zitronengras, Ingwer, Chili und etwas Kurkuma hinzugeben. Mit Kokosmilch ablöschen und Gemüse, Hähnchen oder Garnelen darin garen. Zum Schluss mit Koriander und nach Geschmack etwas Limettensaft abrunden.
Für einen einfachen Zitronengras-Ingwer-Aufguss getrocknetes Zitronengras mit einigen Stücken Ingwer kombinieren, mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen.
Bei Suppen und Brühen das Zitronengras am besten ausreichend lange mitziehen lassen, damit es sein charakteristisches Aroma an die Flüssigkeit abgeben kann.
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Zitronenschale
Was ist Zitronenschale?
Zitronenschale wird aus der äußeren Schale der Zitrone (Citrus limon) gewonnen. Besonders die gelbe äußere Schicht enthält die charakteristischen ätherischen Öle, die für das intensive frische Zitrusaroma verantwortlich sind.
Getrocknete Zitronenschale ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte. Sie bringt Zitronenaroma in Gebäck, Desserts, Fischgerichte, Saucen, Marinaden, Gemüse und Gewürzmischungen, ohne einem Gericht so viel Flüssigkeit und Säure wie Zitronensaft hinzuzufügen.
Wie schmeckt Zitronenschale?
Zitronenschale besitzt einen frischen, intensiv zitronigen und leicht fruchtigen Geschmack. Je nach Verarbeitung können zusätzlich dezente herb-bittere Noten wahrnehmbar sein, die für Zitrusschalen typisch sind.
Der entscheidende Unterschied zu Zitronensaft liegt in der Aromatik: Während Zitronensaft vor allem Säure und Fruchtigkeit liefert, bringt Zitronenschale besonders die aromatischen Zitrusnoten der Schale ins Gericht.
Zu welchen Gerichten passt Zitronenschale?
Zitronenschale eignet sich besonders für:
- Kuchen und Gebäck
- Kekse und Plätzchen
- Muffins
- Käsekuchen
- Desserts und Cremes
- Pudding
- Joghurt und Quarkspeisen
- Eis und Sorbet
- Fisch
- Garnelen und Meeresfrüchte
- Hähnchen und Geflügel
- Pasta
- Risotto
- helle Saucen
- Salate und Dressings
- Marinaden
- Gemüsegerichte
- Kartoffelgerichte
- Couscous und Bulgur
- mediterrane Gerichte
- Tee und andere Heißgetränke
Besonders gut passt Zitronenschale zu Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Pasta und mediterranem Gemüse. In der süßen Küche harmoniert sie hervorragend mit Vanille, Joghurt, Quark und verschiedenen Backwaren.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Zitronenschale?
Zitronenschale harmoniert besonders gut mit Vanille, Ingwer, Kardamom, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Dill, Petersilie, Thymian, Rosmarin und Basilikum.
Für Fisch eignen sich beispielsweise Zitronenschale, Dill, Petersilie und schwarzer Pfeffer.
Bei Geflügel und mediterranem Gemüse lässt sie sich hervorragend mit Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Pfeffer kombinieren.
Für Desserts und Gebäck passen Zitronenschale, Vanille und Kardamom besonders gut zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen Zitronenschale und Zitronensaft?
Zitronenschale und Zitronensaft stammen zwar von derselben Frucht, erfüllen beim Kochen aber unterschiedliche Aufgaben.
Zitronensaft bringt vor allem Flüssigkeit und eine ausgeprägte Säure in das Gericht.
Zitronenschale liefert dagegen besonders die charakteristischen ätherischen Zitrusaromen der äußeren Schale und kann Speisen intensiv nach Zitrone schmecken lassen, ohne gleichzeitig viel zusätzliche Flüssigkeit hinzuzufügen.
Deshalb sind Zitronenschale und Zitronensaft nicht vollständig gegeneinander austauschbar. In vielen Gerichten ergänzen sie sich sogar hervorragend.
Was ist der Unterschied zwischen Zitronenschale und Zitronengras?
Obwohl beide Zutaten eine ausgeprägte Zitrusnote besitzen, handelt es sich um völlig unterschiedliche Pflanzen.
Zitronenschale stammt von der Zitrone und besitzt ein typisch fruchtig-zitroniges Aroma.
Zitronengras (Cymbopogon citratus) gehört dagegen zu den Süßgräsern. Es besitzt eine frische, zitronige und leicht kräuterige Aromatik und ist besonders typisch für die südostasiatische Küche.
Für Thai-Currys und asiatische Suppen ist daher meist Zitronengras charakteristischer, während Zitronenschale besonders gut zu mediterranen Gerichten, Fisch, Gebäck und Desserts passt.
Getrocknete oder frische Zitronenschale – was ist der Unterschied?
Frisch abgeriebene Zitronenschale besitzt ein besonders frisches und ätherisches Aroma.
Getrocknete Zitronenschale ist dagegen lange lagerfähig, jederzeit verfügbar und einfach zu dosieren. Durch den Wasserentzug verändert sich das Aromaprofil, weshalb frische und getrocknete Zitronenschale in Rezepten nicht automatisch im gleichen Mengenverhältnis verwendet werden sollten.
Bei getrockneter Zitronenschale empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend nach Geschmack zu ergänzen.
Wie verwendet man getrocknete Zitronenschale?
Getrocknete Zitronenschale kann direkt in viele Gerichte gegeben werden.
Bei Saucen, Suppen, Risotto oder Schmorgerichten kann sie während der Zubereitung Flüssigkeit aufnehmen und ihr Aroma abgeben.
Für Backwaren kann sie direkt in den Teig eingearbeitet werden.
Bei kalten Speisen wie Quark, Joghurt, Dips oder Dressings kann es sinnvoll sein, die Zitronenschale nach dem Einrühren etwas ziehen zu lassen.
Je nach Körnung kann sie außerdem vor der Verwendung im Mörser weiter zerkleinert werden.
Kann man Zitronenschale für Fisch verwenden?
Ja. Zitronenschale eignet sich hervorragend für Fisch und Meeresfrüchte, da sie eine intensive Zitrusnote liefert, ohne das Gericht unnötig mit Flüssigkeit zu verdünnen.
Besonders gut lässt sie sich mit Dill, Petersilie, schwarzem Pfeffer und Knoblauch kombinieren.
Sie eignet sich beispielsweise für Fischmarinaden, Fisch aus dem Backofen, Garnelen oder cremige Fischsaucen.
Kann man Zitronenschale zum Backen verwenden?
Ja. Zitronenschale eignet sich hervorragend für Kuchen, Muffins, Kekse und andere Backwaren.
Sie kann direkt in den Teig gegeben werden und sorgt dort für eine deutlich wahrnehmbare Zitronennote.
Besonders gut harmoniert Zitronenschale beim Backen mit Vanille. Auch Kardamom kann bei bestimmten Kuchen und Desserts eine interessante Ergänzung sein.
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Für eine schnelle Zitronen-Kräuter-Würzung für Fisch Zitronenschale mit Dill, Petersilie, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren. Die Mischung eignet sich für Fisch aus der Pfanne oder dem Backofen ebenso wie für Garnelen.
Für mediterranes Hähnchen Zitronenschale mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kombinieren und zusammen mit etwas Olivenöl als Marinade verwenden.
Beim Backen lässt sich Zitronenschale hervorragend mit Vanille kombinieren – beispielsweise für Zitronenkuchen, Muffins oder Käsekuchen.
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Zwiebel – getrocknete Zwiebeln & Röstzwiebeln
Was sind getrocknete Zwiebeln?
Getrocknete Zwiebeln werden aus frischen Speisezwiebeln hergestellt, denen durch Trocknung ein großer Teil ihres Wassers entzogen wird. Dadurch entsteht eine lange haltbare und vielseitig einsetzbare Würzzutat mit konzentriertem Zwiebelaroma.
Je nach Verarbeitung sind getrocknete Zwiebeln beispielsweise als Zwiebelgranulat, Zwiebelstücke oder Zwiebelpulver erhältlich. Sie eignen sich hervorragend für Suppen, Saucen, Fleisch, Gemüse, Marinaden, Dips und eigene Gewürzmischungen.
Röstzwiebeln unterscheiden sich davon deutlich: Sie werden geröstet beziehungsweise frittiert und besitzen dadurch ein kräftiges Röstaroma und eine knusprige Konsistenz. Sie eignen sich insbesondere als Topping für fertige Gerichte.
Wie schmecken getrocknete Zwiebeln?
Getrocknete Zwiebeln besitzen einen würzigen, herzhaften und leicht süßlichen Zwiebelgeschmack. Durch die Trocknung entsteht ein konzentriertes Aroma, das sich besonders gut zum Würzen eignet.
Zwiebelpulver verteilt sich sehr gleichmäßig und bringt Zwiebelgeschmack in ein Gericht, ohne sichtbare Zwiebelstücke zu hinterlassen.
Gröbere Zwiebelstücke sorgen dagegen zusätzlich für Struktur und können während des Kochens Flüssigkeit aufnehmen.
Röstzwiebeln schmecken deutlich anders: Sie besitzen ein kräftiges, herzhaftes und leicht süßliches Röstaroma und sorgen zusätzlich für eine knusprige Textur.
Zu welchen Gerichten passen Zwiebeln?
Getrocknete Zwiebeln eignen sich besonders für:
- Gulasch und Schmorgerichte
- Hackfleisch und Frikadellen
- Burger
- Fleisch und Geflügel
- Grillgerichte
- Suppen und Eintöpfe
- Saucen
- Bratensaucen
- Kartoffelgerichte
- Bratkartoffeln
- Gemüsepfannen
- Reisgerichte
- Pasta
- Aufläufe
- Marinaden
- BBQ-Rubs
- Kräuterbutter
- Kräuterquark
- Frischkäse und Dips
- Salatdressings
- selbst gemachte Gewürzmischungen
Zwiebeln gehören zu den vielseitigsten Würzzutaten überhaupt. Besonders gut passen sie zu Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Saucen und herzhaften Gewürzmischungen.
Zu welchen Gerichten passen Röstzwiebeln?
Röstzwiebeln eignen sich besonders als Topping für:
- Hotdogs
- Burger
- Käsespätzle
- Kartoffelpüree
- Bratkartoffeln
- Kartoffelsalat
- Suppen
- Salate
- Bowls
- Sandwiches
- belegte Brote
- Gemüsegerichte
- Aufläufe
- Käsegerichte
Der entscheidende Vorteil liegt in der Kombination aus Zwiebelgeschmack, Röstaroma und knuspriger Konsistenz.
Röstzwiebeln sollten deshalb möglichst erst kurz vor dem Servieren über das fertige Gericht gegeben werden, wenn ihre Knusprigkeit erhalten bleiben soll.
Welche Gewürze und Kräuter passen zu Zwiebeln?
Zwiebeln harmonieren besonders gut mit Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Paprika, Chili, Kümmel, Majoran, Thymian, Rosmarin, Oregano und Petersilie.
Für Gulasch eignen sich beispielsweise Zwiebel, Paprika, Kümmel, Majoran, Knoblauch und schwarzer Pfeffer.
Für BBQ-Rubs lassen sich Zwiebelpulver beziehungsweise fein zerkleinerte getrocknete Zwiebeln hervorragend mit Paprika, Knoblauch, Pfeffer, Chili und Cumin kombinieren.
Für Kartoffelgerichte passen Zwiebel, Knoblauch, Majoran, Petersilie und schwarzer Pfeffer besonders gut zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen Zwiebelpulver, Zwiebelgranulat und Zwiebelstücken?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Körnung und damit in der Anwendung.
Zwiebelpulver ist sehr fein gemahlen. Es verteilt sich gleichmäßig im gesamten Gericht und eignet sich hervorragend für Saucen, Marinaden, Dips und feine Gewürzmischungen.
Zwiebelgranulat ist gröber und eignet sich besonders für Rubs, Marinaden, Fleischgerichte, Suppen und Gewürzmischungen.
Zwiebelstücke besitzen eine deutlich gröbere Struktur. Sie können beispielsweise in Suppen, Eintöpfen, Saucen und Schmorgerichten mitgekocht werden und nehmen dabei Flüssigkeit auf.
Welche Variante am besten geeignet ist, hängt deshalb hauptsächlich davon ab, ob nur Zwiebelgeschmack oder zusätzlich eine sicht- und spürbare Struktur gewünscht ist.
Was ist der Unterschied zwischen getrockneten Zwiebeln und frischen Zwiebeln?
Frische Zwiebeln enthalten viel Wasser und sorgen beim Kochen neben ihrem Aroma auch für Feuchtigkeit, Volumen und Struktur.
Getrocknete Zwiebeln enthalten wesentlich weniger Wasser und besitzen dadurch ein konzentriertes Aroma. Sie sind außerdem lange lagerfähig und ohne Schälen oder Schneiden sofort einsatzbereit.
Getrocknete Zwiebeln können frische Zwiebeln daher in vielen Anwendungen geschmacklich ergänzen oder ersetzen. Wenn die frische Zwiebel jedoch für Volumen, Feuchtigkeit oder die typische Konsistenz eines Gerichts benötigt wird, sind beide Varianten nicht automatisch im gleichen Verhältnis austauschbar.
Was ist der Unterschied zwischen getrockneten Zwiebeln und Röstzwiebeln?
Beide Produkte basieren auf Zwiebeln, erfüllen in der Küche jedoch unterschiedliche Aufgaben.
Getrocknete Zwiebeln dienen in erster Linie zum Würzen und können während der Zubereitung Flüssigkeit aufnehmen.
Röstzwiebeln werden dagegen wegen ihres kräftigen Röstaromas und ihrer knusprigen Konsistenz verwendet. Sie eignen sich deshalb besonders als Topping.
Bei Röstzwiebeln lohnt sich außerdem ein Blick auf die Zutatenliste: Je nach Herstellungsverfahren können neben Zwiebeln weitere Zutaten wie pflanzliches Öl und Mehl enthalten sein. Maßgeblich ist immer die Zutatenkennzeichnung des jeweiligen Produkts.
Müssen getrocknete Zwiebeln eingeweicht werden?
Nicht zwingend.
In Suppen, Saucen, Eintöpfen und anderen Gerichten mit ausreichend Flüssigkeit können getrocknete Zwiebeln direkt hinzugegeben werden. Während der Zubereitung nehmen sie Flüssigkeit auf.
Bei kalten Speisen oder Gerichten mit wenig Flüssigkeit kann es sinnvoll sein, gröbere getrocknete Zwiebeln vorher in etwas Wasser einzuweichen.
Zwiebelpulver muss dagegen normalerweise nicht eingeweicht werden und kann direkt verarbeitet werden.
Kann man getrocknete Zwiebeln für Gewürzmischungen und BBQ-Rubs verwenden?
Ja. Besonders Zwiebelpulver und Zwiebelgranulat eignen sich hervorragend für selbst gemachte Gewürzmischungen.
Zwiebel gehört zusammen mit Knoblauch, Paprika und Pfeffer zu den klassischen Grundzutaten vieler BBQ- und Grillgewürze.
Für einen einfachen BBQ-Rub können beispielsweise Paprika, Zwiebel, Knoblauch, schwarzer Pfeffer und Chili miteinander kombiniert werden.
Wie verwendet man Röstzwiebeln richtig?
Röstzwiebeln können direkt aus der Packung verwendet werden und eignen sich besonders als knuspriges Finish.
Werden sie längere Zeit in feuchte Saucen oder Suppen eingerührt, nehmen sie Flüssigkeit auf und verlieren zunehmend ihre knusprige Konsistenz.
Für Burger, Hotdogs, Käsespätzle, Salate oder Kartoffelgerichte empfiehlt es sich deshalb, die Röstzwiebeln erst unmittelbar vor dem Servieren hinzuzugeben.
Soll dagegen bewusst das Röstaroma in eine Sauce oder einen Auflauf eingebracht werden, können Röstzwiebeln auch während der Zubereitung verwendet werden.
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Für einen schnellen Kräuter-Zwiebel-Dip getrocknete Zwiebeln mit Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch und schwarzem Pfeffer in Quark oder Frischkäse einrühren und anschließend etwas ziehen lassen.
Für einen BBQ-Rub Zwiebel mit Paprika, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und etwas Chili kombinieren. Die Mischung eignet sich hervorragend für Fleisch, Geflügel und Grillgemüse.
Bei Burgern, Hotdogs oder Käsespätzle sorgen Röstzwiebeln erst unmittelbar vor dem Servieren für das beste Zusammenspiel aus kräftigem Röstaroma und knuspriger Textur.
Passende Produkte bei Gewürz-Express
→ Zwiebelgranulat – direkt zum Produkt
→ Zwiebelstücke – direkt zum Produkt








